Kurt Fiedler (1894)

Gebrauchsgraphiker & Maler

geboren: 1894.03.08, Rockau-Eichbusch

gestorben: 1950.11.11, Dresden

tätig in Dresden

Schaffenszeit: 1909-1950 in Deutschland

Biographiehinweis:

Friedrich Kurt Fiedler besuchte um 1909 zusammen mit dem später als Patriarch der Moderne bekannten Hermann Glöckner die Abenschule an der Kunstgewerbeschule Dresden und war hier ab 1911 Meisterschüler und Förderstipendiat eines privaten Mäzens bei Richard Guhr und Josef Goller. Mitglied des Bundes Deutscher Gebrauchsgraphiker (BDG). 1920 Heirat mit Louise Nanny Schuchardt. Als Kunstmaler und Gebrauchsgraphiker in Dresden tätig. Wohnte und arbeitete bis zur Zerstörung der Stadt im Dürerbundhaus in Dresden-Blasewitz. Zuletzt wohnhaft in Dresden, Schrammstr. 5: Nach dem 2. Weltkriegkünstlerischer Mitarbeiter der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Schuf Plakate, Exlibris, Buchillustrationen, Ölgemälde, Grafiken und Zeichnungen. Darunter viele Arbeiten für den seinerzeit weltberühmten Zirkus Sarrasani, ein preisgekröntes Plakat für den Weltreklamekongress 1929 in Berlin, Teilnahme an Dresdner Kunstausstellung mit Zeichungen, entwarf den Kopf des SPD-Organs "Dresdner Vokszeitung". Teilnachlass im Stadtarchiv Dresden. In der ÖNB befindet sich ein Fremdenverkehrsplakat "Hiertstein - Katzenstein Gebiet". Im Vollmer-Künstlerlexikon (Bd. 2, S 101) wird ein namensgleicher Kurt Fiedler verzeichnet, allerdings mit Geburtsdatum 19. 11. 1878, ebenfalls ansässig in Dresden, Sudium an der Berliner Akademie. Die Verwechslung bei Vollmer geht auf Dresslers Kunsthandbuch, Verlag Karl Curtius Berlin 1930, zurück, der die für Fiedler, Kurt (1894) nachgewiesenen Wohnanschrift für 1930 falsch zuordnete. Fiedler, Kurt (1878) wurde v. a. für seine Gemälde bekannt und beteiligte sich an Kunstaustellungen in Müchen un Berlin.

Quelle: Sohn des Künstlers, Frank Fiedler, Nordstraße 11, D-01877 Bischofswerde vgl. http://members.lycos.co.uk/ufitsme/FrankFiedlersHome.html; Mitteilungen des Enkels Dr. Uwe Fiedler (8. 5. 2008); http://uwe.fiedler.googlepages.com/KurtFiedler.pdf

Literatur: Gebrauchsgraphik, 1925, 2. Jg., Heft 3

Literator: Adressverzeichnis des Bundes Deutscher Gebrachsgraphiker (BDG) 1925; Dürerblatt, hrsg. vom Dürerbunde, 45. Blatt, Dezember 1926; Kataloge der Dresdner Kunstaustellungen Brühlsche Terrasse 1931, 1933, 1935, 1936; John Erpenbeck (Hg.): Hermann Glöcker - Ein Patriarch der Moderne, Berlin 1983, S. 45-45; Wienkötter, Helm: Adressbuch der deutschen Werbung. Handbuch für die gesamte Werbewirtschaft, Berlin, 1940; Ausstellungskatalog "Überklebt-Plakate aus der DDR", Schwerin, 24. 8 bis 21. 10. 2008, S. 11, 48, 157, 173.

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