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KATALOG DER ARBEITEN, DIE BISLANG VON GIO. BATTISTA PIRANESI HERAUSGEBRACHT WURDEN (Einzelblatt) / CATALOGO DELLE OPERE DATE FINORA ALLA LUCE DA GIO. BATTISTA PIRANESI

43092494|43092494


  • Hersteller:Giovanni Battista Piranesi, Radierer

    Giovanni Battista Piranesi


    • Namensvarianten:Tiseio, Salcindio
    •  Architekt
    • geboren:1720.10.04, Mogliano Veneto
    • gestorben:1778.11.09, Rom
    • zuerst erwähnt:
    • Schaffenszeit:1735-1778 in Italien
    • zuletzt erwähnt:
    • tätig in:Rom
    • Katalogtext: (Mogliano/Mestre 4.10.1720-9.11.1778 Rom) Sohn des Steinmetzen (tagliapietra) Angelo (Anzolo) Piranesi und der Laura Lucchesi. Die Familie des Vaters stammte aus Pirano in Istrien, der Bruder der Mutter, Matteo Lucchesi, war leitender Architekt am "Magistrato delle Acque", dem staatlichen Amt für die Unterhaltung der Schutzbauten Venedigs gegen das Meer sowie die Regulierung des Wasserstands der Lagune. Matteo Lucchesi verfaßte 1730 die "Riflessioni sulla pretesa scoperta del sopraornato toscano fatte da Matteo Lucchese architetto veneziano". 8. November 1720: Taufe in S. Moisè, Venedig. Taufpaten waren Giovanni Widman und Maddalena Facchieri. Giovanni Widmans Sohn heiratete 1740 Quintilia Rezzonico. Dadurch wurden offenbar schon erste Verbindungen zur Familie Rezzonico geebnet, deren Vertreter, insbesondere Kardinal Giovanni Battista Rezzonico sowie dessen Onkel, Carlo Rezzonico, ab 1758 Papst Clemens XIII., zu Giovanni Battista Piranesis wichtigsten Gönnern gehörten. Zwischen 1735 und 1740 erster Unterricht beim Onkel Matteo Lucchesi sowie Studium der Architektur bei Giovanni Scalfarotto, der wie Lucchesi am "Magistrato delle Acque" tätig war. Dessen Hauptwerk ist die 1718-1738 errichtete Kirche SS. Simeone e Giuda in Venedig, eine Mitarbeit des jungen Giovanni Battista Piranesi ist zu vermuten. Zusammen mit seinem Neffen Tommaso Temanza restaurierte Scalfarotto u. a. 1735 die Brücke und den Augustus-Bogen in Rimini, die Piranesi in seinen "Alcune Vedute di Archi Trionfali" abbilden wird; Temanza würdigte Piranesi später in seiner Schrift "Zibaldon" 1778. Weitere Ausbildung beim Kupferstecher und Radierer Carlo Zucchi. Die von Piranesis Biographen Jacques Guillaume Legrand erwähnte Lehre bei dem Architekten und Bühnenbildner Ferdinando Galli Bibiena in Bologna ist eher unwahrscheinlich. Mit Sicherheit jedoch kannte Giovanni Battista Piranesi die verschiedenen Traktate über Perspektive und Bühnendekor von Ferdinando Galli Bibiena, "L' Architettura civile preparata sulla Geometria e ridotta alle Prospettive", 1711, und dessen Sohn Giuseppe Galli Bibiena, "Architettura e Prospettive dedicata alla Maestà di Carlo VI", 1740. Von seinem Bruder Angelo, einem Kartäusermönch, erhält Giovanni Battista Piranesi Unterricht in römischer Geschichte und lateinischer Sprache. Kontakt hat er vermutlich auch mit den Lehren des Franziskaners Carlo Lodoli. 17. August 1740: Papst Benedikt XIV. besteigt den Stuhl Petri. Im September/Oktober diesen Jahres reist Piranesi erstmals nach Rom im Gefolge des neuen venezianischen Botschafters Francesco Venier. Er wohnt zusammen mit dem Bildhauer Antonio Corradini im Palazzo Venezia, der zuvor mit Johann Bernhard Fischer von Erlach zusammengearbeitet hatte und Piranesi auf dessen 1721 in Wien publizierten "Entwurff einer Historischen Architectur" aufmerksam macht (zwei Zeichnungen Piranesis nach Fischer von Erlach in New York, Pierpont Morgan Library). Kurze Lehrzeit bei den Ruinen- und Bühnenmalern Domenico und Giuseppe Valeriani. Erste Kontakte zu den Architekten Luigi Vanvitelli und Nicola Salvi, dessen "Fontana di Trevi" seit 1732 im Bau war, sowie mit dem Bibliothekar der Familie Corsini, Giovanni Gaetano Bottari. 1741: Giovan Lorenzo Barbielli, "Roma moderna distina per Rioni", darin die ersten "Kleinen Veduten" von Piranesi: "S. Giovanni in Laterano", "Fontana di Trevi", "S. Sebastiano fuori le mura", "S. Paolo fuori le mura", "Castel S. Angelo". Erste archäologische Studien in der Villa Hadriana: Giovanni Battista Piranesi kratzt seinen Namen und die Jahreszahl in einen Stein am sog. "Stadion". 1741-1743: Ausbildung im Atelier von Giuseppe Vasi. Vermutlich Mitarbeit an den ersten von dessen 200 Radierungen zu "Delle magnificenze di Roma antica e moderna", 10 Bde., publiziert zwischen 1747-1761. 1743: "Prima Parte di Architetture, e Prospettive inventate, ed incise da Gio. Batta. Piranesi Architetto Veneziano dedicate al Sig. Nicola Giobbe", "Nella Stamperia de' Fratelli Pagliarini, Mercanti Librari, e Stampatori a Pasquino". Der Zusatz im Titelblatt mit Piranesis Pseudonym "Salcindio Tiseio", das er bei den Arcadiern führte, erscheint ab der zweiten Auflage 1743/44; die Widmung an Nicola Giobbe, einem aus Venedig stammenden Bauunternehmer, Kunstkenner und -sammler sowie Besitzer einer umfangreichen Bibliothek, wird in Auflagen ab 1748 getilgt, da dieser im selben Jahr verstorben war. Die Radierung "Atrio dorico" ist nur in den ersten beiden Auflagen bis 1744 vorhanden, später fehlt sie, vielleicht war die Platte beschädigt oder zerstört? Ab 1747 werden den Darstellungen Textplatten hinzugefügt und die Abbildungen umbenannt; Tafel 3 erscheint in einer variierten Kopie, vier Tafeln werden ergänzt, davon eine, die bereits um 1743/44 entstanden ist, sowie drei, die 1747 datiert sind; eine weitere 1748 datierte Tafel wird anschließend hinzugefügt; Auflagen mit Ergänzungstafeln erscheinen ab 1750 in der Sammelpublikation Opere Varie. Anfang der sechziger Jahre werden weitere fünf Tafeln ergänzt sowie fünf aus den "Lettere di Giustificazione" übernommen. Im ab 1761 erscheinenden "Catalogo delle Opere", dem Werkverzeichnis Piranesis, wird die Folge in allen Auflagen lediglich unter dem Sammeltitel "Architetture diverse inventate sul gusto degli antichi Romani in ventisette Tavole in foglio atlantico al prezzo di quattro Scudi Romani" genannt. Auszug aus der Widmung :"Das dritte Jahr vollendet sich, verehrtester Herr Nicola, seit mich die edle Sehnsucht ergriff... an jenen erhabenen Resten, die uns von der alten Herrlichkeit und Größe Roms übriggeblieben sind, die höchste Vollkommenheit zu bewundern... So verließ auch ich meine heimatliche Provinz und kam... in diese königlichste aller Städte. Ich will Euch nicht nochmals das Staunen erzählen, das ich empfand, als ich nun aus der Nähe beobachten durfte: sei es die genaueste Perfektion der Bauteile, die Erlesenheit und das maßvolle Volumen der Steine, die man an jeder Ecke antrifft, sei es die mächtige Weite des Raumes, den einst die Theater, die Foren, die kaiserlichen Paläste einnahmen. Ich will Euch nur sagen, daß diese sprechenden Ruinen meinen Geist mit solchen Bildern erfüllten, wie sie die noch so exakten Pläne, die der unsterbliche Palladio von diesen selben Bauten gemacht hat, ... mir niemals eingegeben hatten. So kommt es, daß in mir der Wunsch entstand, einige dieser Bilder der Welt zu offenbaren. Da aber zugleich kein heutiger Architekt hoffen darf, auch nur ein einziges von ihnen auszuführen..., so sehe ich für mich oder irgendeinen modernen Baumeister keinen anderen Weg, als die eigenen Ideen durch Entwürfe kundzutun... Aus keinem anderen Grunde habe ich während meines Aufenthaltes in dieser Weltstadt daran gearbeitet, meinen wie auch immer einzuschätzenden Kenntnissen in der Architektur die andere Kunst beizufügen: meine Eingebungen nicht nur zu zeichnen, sondern auch auf die Kupferplatte zu bringen". 1743/1744: Reisen nach Pola, Verona, Rimini und Ancona. Reise nach Neapel, Herculaneum und Pompeji (mit Antonio Corradini). Begegnung mit Camillo Paderni, dem Direktor des Museums von Portici, in dem die ersten Funde der 1738 begonnenen Ausgrabungen in Herculaneum aufbewahrt wurden; dieser fordert ihn auf, die antiken Monumente in Radierungen zu überliefern. Zwischen Mai und Herbst 1744 in Venedig. 29. Mai 1744: Brief Giovanni Battista Piranesis an Monsignore Giovanni Gaetano Bottari, in dem er sich für dessen Unterstützung in Rom bedankt. Weiterbildung im Atelier von Giovanni Battista Tiepolo. Dessen Folge mit Radierungen unter dem Titel "Capriccj" erschienen 1742 in Antonio Maria Zanettis "Diversarum Iconum Seriem" sowie 1749 in Zanettis "Raccolte di varie stampe e chiaroscure": dort werden sie auf einem Textblatt "Varie capricciose invenzioni" genannt (eine separate Ausgabe durch den Sohn Giovanni Domenico Tiepolo, mit eigenem Titelblatt "Varj Capriccj", entstand erst 1785). Auch von Tiepolos Radierungen "Scherzi di Fantasia" sind wohl einige noch in den vierziger Jahren entstanden, komplett wurden sie 1775, ebenfalls vom Sohn herausgegeben. Giovanni Battista Piranesi wird durch sie zur Beschäftigung mit dem Thema Capriccio angeregt, auch hat Tiepolos freie Radiertechnik nachhaltigen Einfluß auf ihn. Ab Oktober 1744 wieder in Rom. Mitarbeit an "Pianta del corso del Tevere e sue adjacenze dallo sbocco della nera fino al mare e profilo di livellazione del medesimo il tutto fatto l' anno MDCCXLIV per comando di N. S. Papa Benedetto XIV felicemente regnante" von Carlo Nolli nach Zeichnungen von Andrea Chiesa und Bernardo Gambarini sowie mit einer Widmung an Papst Benedikt XIV. Von Piranesi stammen die Titelkartusche, die Eichengirlande, zwei Maßskalen sowie die Veduten von Ponte Molle, Ponte S. Angelo mit Castel S. Angelo, Ponte dei Quattro Capi, Ponte Ferrato mit S. Bartolomeo all' Isola, Ponte Felice sowie Ponte Sisto. 1744: "La real villa dell' Ambrogiana" (nach einer Zeichnung von Giuseppe Zocchi), Tafel 17 in: "Vedute delle ville e d' altri luoghi della Toscana, da Giuseppe Zocchi illustrata con le acqueforti di vari incisori dai disegni di Giuseppe Zocchi, edita da Giuseppe Allegrini stampatore in rame Firenze 1744". Erste Auflage bei Giuseppe Allegrini in Florenz 1744; zweite und dritte Auflage bei Giuseppe Bouchard 1754 und 1757 ebenfalls in Florenz. Die übrigen Radierungen stammen von Giuseppe Benedetti, Marcantonio Corsi, Philothée François Duflos, Giuseppe Filosi, Vincenzo Franceschini, Giuliano Giampiccioli, Michele Marieschi, Nicolò Mogalli, Pietro Monaco, Filippo Morghen, Johann Sebastian Mueller und Joseph (Giuseppe) Wagner. Bis Mai 1745 in Rom. Weitere der "Kleinen Veduten" werden in Fausto Amidei, "Varie Vedute di Roma antica e moderna disegnate e intagliate da celebri Autori" publiziert. Auflage 1745 mit 27 Veduten von Piranesi; Auflage 1745 mit 47 von Piranesi signierten Radierungen; Auflage 1748, mit 51 Veduten von Piranesi (47 davon nach eigenen Zeichnungen); Auflage 1748 (mit 16 signierten Radierungen Piranesis); Auflage 1750 mit 47 Veduten von Piranesi (fünf dieser Veduten bereits 1741 in Giovan Lorenzo Barbielli, "Roma moderna distina per Rioni"). Weitere spätere Ausgaben der "Kleinen Veduten": Giovanni Bouchard, "Varie vedute di Roma antica e moderna disegnate e intagliate da celebri Autori in Roma", 1748. Pietro Rossini, "Il Mercurio errante delle grandezze di Roma", 1750 (mit 7 Veduten von Piranesi; Neuauflagen u. a. 1771 und 1789 mit jeweils zwei Veduten von Piranesi). Giovanni Bouchard, "Raccolta di Varie Vedute di Roma si antica che moderna intagliata in maggior parte dal celebre Giambattista Piranesi e da altri incisori", 1752 (mit 48 signierten Veduten von Piranesi sowie drei weiteren ihm zugeschriebenen). Ridolfino Venuti, "Accurata e succinta descrizione topografica delle Antichità di Roma", 1763 (mit 20 signierten Veduten von Piranesi). "Accurata e succinta descrizione topografica e istorica di Roma moderna, opera postume dell' Abate Ridolfino Venuti Cortonese", 1766 (mit 31 Radierungen von Piranesi). Die Platten waren nie Piranesis Eigentum, daher fehlen sie im Bestand der Calcografia Nazionale; einige befanden sich später im Besitz von Stefano Piale, der sie 1815 erneut publizierte. Ab Juli 1745 wieder in Venedig 1746 entwirft Giovanni Battista Piranesi zur Feier der Genesung des befreundeten Bildhauers Jacques Saly, Stipendiat der Französischen Akademie in Rom, eine Festdekoration mit Feuerwerk. Ab September 1747 wieder in Rom als Agent von Joseph (Giuseppe) Wagner. Wohnung gegenüber der Accademia di Francia (Palazzo Mancini) in der Via del Corso. In Giovanni Battista Piranesis Radierungen erscheint die Adresse "in Roma in faccia all' Accademia di Francia" oder "dirimpetto l' Accademia di Francia in Roma". Beginn des engen Kontakts zu Stipendiaten der Französischen Akademie, der u. a. zu Freundschaften mit den Malern Charles-Louis Clérisseau und Hubert Robert führt; Louis-Joseph Le Lorrain wird die Vorlage für die von Giovanni Battista Piranesi radierte Vignette in den "Opere Varie" von 1750 zeichnen, Jean Barbault wird ihn später als Radierer in den "Antichità Romane" von 1756 unterstützen. Ab Herbst 1747 Beginn der Arbeit an den "Vedute di Roma disegnate ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Ve(nez)iano"; die Folge wird bis zu Piranesi Tod 1778 insgesamt 135 Radierungen inclusive Titelblatt und Frontispiz umfassen. In der Dedikation der 1748 publizierten "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica" an Monsignore Giovanni Gaetano Bottari erwähnt Giovanni Battista Piranesi, daß er größere Dinge als diese im Sinne habe, die er der Welt enthüllen wolle: "Maggiori cose, che non sono queste, io ho in pensiero di far al Mondo palesi", womit wohl die "Vedute di Roma" gemeint sind. Zunächst publiziert bei Giovanni Bouchard: 1751 sind 34 Blätter fertiggestellt, die Bouchard in "Le Magnificenze di Roma" publiziert; 1756 sind es 39 laut der Liste in den "Antichità Romane". Die "Veduta dell' avanzo del Castello, che prendendo una porzione dell' Acqua Giulia" wurde 1753 auch in die Folge "Trofei di Ottaviano Augusto" integriert. In den einzelnen Auflagen werden die Platten zugunsten dramatischer Hell-Dunkel-Effekte immer wieder überarbeitet. Einzig die Vedute der "Piramide di C. Cestio" wird erheblich verändert: in der Überarbeitung noch vor 1760 stößt die Pyramide nun an den oberen Blattrand, der buschartige Bewuchs des Bauwerkes wird reduziert. Ab 1761 gibt Piranesi die "Vedute di Roma" im eigenen Verlag heraus; von diesem Zeitpunkt an sind sie auch einzeln in den 27 Zuständen des "Catalogo delle Opere" aufgelistet (im ersten Zustand sind es 59 Stück). Einzig datiert ist die "Veduta della Cascata di Tivoli": "Eques Piranesius del. sulp. 1766", womit Piranesi auf den ihm neu verliehenen Titel eines "Cavaliere" hinweist. Posthume Auflagen von Francesco Piranesi nach 1778 erscheinen zuweilen auch gebunden und mit zwei Ergänzungsblättern des Sohnes: "Veduta interna del Panteon" und "Veduta interna del Colosseo". Ihnen ist meist die um 1774 entstandene "Pianta di Roma e del Campo Marzo" beigegeben. 1747/1749: "Grotteschi". Zunächst in separater Ausgabe publiziert, ab 1750 in "Opere Varie . Drei der vier Blätter tragen die Adresse "gegenüber der Französischen Akademie" am Corso. Die Blätter stehen vielleicht in Verbindung mit einer 1747/48 geplanten Neuedition der 1697 publizierten aber nicht vollständigen "L' historia universale provata coi monumenti e figurata coi simboli degli antichi "von Francesco Bianchini, zu der Piranesi Abbildungen plante. Um 1746/1748: "Architekturcapriccio mit dem Sturz des Phaeton". Offenbar (wegen eines Fehlers beim Ätzen des Metalls?) verworfene und nie gedruckte Radierung, die in den sechziger Jahren des 20. Jh. auf den Rückseiten zweier Platten der "Vedute di Roma" entdeckt wurde: "Veduta della Piazza di Montecavallo" und "Veduta della Basilica di S.ta Maria Maggiore"; beide werden um 1746-48 datiert. 1748: "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica, e de' primi Imperatori, disegnate, ed incise da Giambattista Piranesi architetto Veneziano. E dallo stesso dedicate all' Illmo e Revmo Sig. Monsig. Giovanni Bottari capellano segreto di N. S. Benedetto XIV. uno de custodi della Biblioteca Vaticana, e canonico di S. Maria in Trastevere. Parte Prima Roma si vende dall' Autore dirimpetto l' Academia di Franzia". Mit zwei Tafeln nach Zeichnungen von Israel Silvestre. Die Radierung "Arco di Galieno" ist im Inhaltsverzeichnis nicht aufgeführt. Zweite Ausgabe nach 1767 mit neuem Titel "Alcune Vedute di Archi Trionfali, ed altri monumenti inalzati da Romani parte de quali si veggono in Roma e parte per l' Italia, um Verwechslungen mit den 1756 publizierten 4 Bänden der Antichità Romane" zu vermeiden. Posthume Ausgaben enthalten zwei Ergänzungstafeln: eine von Giovanni Battista Piranesi, 1775 radiert nach einer Zeichnung von Roger Newdigate, sowie eine weitere vom Sohn Francesco Piranesi. 1748: Mitarbeit an "La Topografia di Roma di Gio. Battista Nolli dalla Maggiore in questa minor Tavola dal Medesimo Ridotta inserita in successione alla tavola 32 della Nuova Pianta di Roma data in luce da Giambattista Nolli l' anno MDCCXLVIII", mit Widmung an Kardinal Alessandro Albani. Nolli radierte die kartographischen Angaben, Piranesi die Veduten im unteren Teil des Blattes: Piazza S. Pietro, Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona, Basis der Trajans-Säule, S. Croce in Gerusalemme, Fontana di Trevi, S. Maria Maggiore sowie den Palazzo della Consulta.Vermutlich entstanden die Radierungen bereits zwischen 1741 und 1743, obgleich der Plan erst 1748 publiziert wurde. 22. August 1749: Pier Leone Ghezzi fertigt die datierte Karikaturzeichnung mit dem "Portrait Piranesis" an (London, British Museum). Um 1750 (?): "Camere sepolcrali degli Antichi Romani le quali esistono dentro e fuori di Roma". 11 Tafeln, ab 1756 aufgenommen in "Antichità Romane": Ein Plan und fünf Ansichten von Piranesi, fünf Radierungen aus Francesco Bianchini, "Camera ed Iscrizioni sepolcrali de' Liberti, Servi ed Ufficiali della Casa di Augusto", 1737; vier davon signiert vom Radierer Girolamo Rossi nach Zeichnungen von Antonio Buonamici (die fünfte vermutlich auch von diesem). 1750: "Opere Varie di Architettura, Prospettiva, Groteschi Antichità inventate, ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Veneziano raccolte da Giovanni Bouchard Mercante Librajo al Corso". Sammelband mit: Frontispiz mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" von Felice Polanzani (ab 1756 in "Antichità Romane", ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in den "Opere Varie"); "Prima Parte" mit Ergänzungen ab 1747 (zweite Auflage, erster Zustand); bis zu 26 "Vedute di Roma" sowie das Frontispiz der "Vedute di Roma" in zwei Hälften (erster Zustand); "Grotteschi" (zweite Auflage, erster Zustand); "Pianta di ampio magnifico Collegio" (zweiter Zustand); "Parte di ampio magnifico Porto" (zweiter oder dritter Zustand); "Invenzioni capric di Carceri all' acqua forte datte in luce da Giovani Buzard in Roma Mercante al Corso" (ab zweitem Zustand Änderung des Namens "Buzard" in "Bouchard"; dieser Zustand wird erstmals in "Le Magnificenze di Roma" 1751 publiziert); "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica" (erster Zustand); sowie in einem erhaltenen Exemplar auch die "Camere sepolcrali". Der Band wurde in Auflagen zwischen 1750 und 1761 bei Giovanni Bouchard mit der Vignette von Louis-Joseph Le Lorrain im Titelblatt publiziert. Ab 1761 erscheint er mit einem leicht veränderten Titelblatt ("Opere Varie di Architettura, Prospettive, Grotteschi Antichità sul gusto degli antichi Romani inventate, ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Veneziano. si vendono presso l'autore nel palazzo del Signor Conte Tomati su la strada Felice alla Trinità de' Monti") sowie der Vignette von Piranesi im eigenen Verlag. Diese Version wird bis 1797 vom Sohn Francesco Piranesi weitergedruckt. Ab 1761 enthalten die "Opere Varie" auch die "Trofei di Ottaviano Augusto". Eine weitere Version des Titelblatts erscheint zwischen 1798 und 1799 mit der Adresse "Si vendono presso l' Autore nel palazzo Bernini incontro S. Andrea delle Fratte". Die Vignette von Piranesi erscheint bereits seit 1751 im Titelblatt von "Le Magnificenze di Roma". Zur Entstehung der "Pianta di ampio magnifico Collegio" überliefert William Chambers, der 1750 nach Rom kam, eine Anekdote: "Ein gefeierter italienischer Künstler, der an Geschmack und überschäumender Phantasie seinesgleichen suchte und der in Bezug auf die Wirkung, die er seinen Kompositionen auf dem Papier zu geben vermochte, kaum von anderen erreicht worden ist, verstand nur wenig von Konstruktion und Kalkulation und weniger noch von der Planung bewohnbarer Gebäude oder der Art und Weise der Ausführung solcher Pläne in der Wirklichkeit, obwohl er sich selbst als Architekt bezeichnete. Als einige Stipendiaten der Französischen Akademie in Rom ihm in meinem Beisein vorwarfen, keine Grundrisse entwerfen zu können, da schuf er einen besonders komplizierten Plan, der dann in seinen Werken veröffentlicht worden ist und der hinreichend bestätigt, daß dieser Vorwurf nicht ganz aus der Luft gegriffen war". 1751: "Le Magnificenze di Roma le più remarcabili consistenti in gran numero di stampe nelle quali vengano rappresentate le più conspicue fabbriche di Roma moderna, e le rimaste dell' antica, anche quelle, che sparse sono per l' Italia con l' aggiunta ancora di molte invenzioni di prospettiva sulla maniera degl' antichi Romani, come anche di molti capricci di Carceri sotteranee. Il tutto con singolar gusto, e studio diligentemente delineate, inventate, ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Veneziano, e raccolte da Giovanni Bouchard Mercante Librajo al Corso". Sammelband mit: Frontispiz mit dem "Portrait Piranesis" von Felice Polanzani; 34 "Vedute di Roma"; "Prima Parte" (zweite Auflage, erster Zustand); "Grotteschi" (zweite Auflage, erster oder zweiter Zustand); "Pianta di ampio magnifico Collegio" (zweiter Zustand); "Parte di ampio magnifico Porto" (dritter Zustand); "Invenzioni capric di Carceri all' acqua forte datte in luce da Giovani Bouchard in Roma Mercante al Corso" (erste Auflage, zweiter oder dritter Zustand); "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica". 1752: Heirat mit Angela Pasquini, der Tochter des Gärtners des Principe Corsini. Trauzeuge war der befreundete Verleger Giovanni Bouchard. Aus der Ehe gehen mehrere Kinder hervor: geboren wurden 1754 Laura, 1761 Faustina Clementina Ludovica (getauft 3.1.1761), die kurz darauf starb, 1761 Francesco, 1764 Angelo, 1767 Anna Maria (später Suor Maria Agnese Luisa), 1768 ein erster Pietro, der im Kindesalter starb, 1774 Pietro, 1775 Luigi, der im Kindesalter starb. Verwendung der Mitgift von 150 piastri für den Kauf von Kupferplatten zu "Antichità Romane". 1753: "Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium ed conquista dell' Egitto. Con vari altri ornamenti diligentemente ricavati dagli avanzi più preziosi delle fabbriche antiche di Roma utili a pittori scultori ed architetti disegnati ed incisi da Giambattista Piranesi architetto Veneziano. Si vendono in Roma da Giovanni Bouchard mercante librajo sul corso a S. Marcello in Roma". Die Vignette des Titelblatts wurde als Tafel 18 in "Le Rovine del Castello dell' Acqua Giulia" 1761 wiederverwendet; die 1751-53 entstandene "Veduta dell' avanzo del Castello, che prendendo una porzione dell' Acqua Giulia" stammt ursprünglich aus den "Vedute di Roma". Die Folge wurde nach 1761 in die "Opere Varie" aufgenommen. In posthumen Ausgaben des Sohnes Francesco wird der Titel verkürzt: "Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium ed conquista dell' Egitto con varj altri ornamenti antichi disegnati ed incisi dal cavalier Gio. Batta. Piranesi"; diese Ausgaben enthalten fünf Ergänzungstafeln von Francesco Piranesi. Die Publikation der im Volksmund als "Trophäen des Marius" bekannten beiden Skulpturenensembles, die 1590 von der Fassade des Kastells der Acqua Giulia auf Michelangelos Capitolsplatz transferiert wurden, entstand offenbar als "römische Antwort" auf den 1752 erschienenen ersten von sieben Bänden von Anne-Claude Philippe de Tubières Comte de Caylus, "Recueil d' antiquités égyptiennes, étrusques, grecques, romaines et gauloises", in dem dieser die "plus noble simplicité" (die edle Einfalt) der griechischen Kunst beschworen hatte. Die Zeile im Titel "utili a pittori scultori ed architetti" weist die Folge als eine Art Lehr- und Anleitungsbuch für Künstler aus. 1754: Geburt der Tochter Laura Piranesi in Rom. Begegnung mit Robert Adam, dem Giovanni Battista Piranesi 1762 die Folge "Il Campo Marzio" widmen und für dessen Publikation "The Works in Architecture of Robert and James Adam" er 1761/62 vier Radierungen anfertigen wird, die jedoch erst 1779 publiziert werden. Juni 1754: Brief von Robert Adam an seinen Bruder James mit einem ersten Hinweis auf die "Ichnographia", den großen Plan des Marsfelds, sowie der Mitteilung, daß Giovanni Battista Piranesi "gedroht" habe, Adam den Plan zu widmen. Beim Abschiedsbesuch Adams in Piranesis Atelier im April 1757 findet er den Künstler an der Arbeit zu dieser Dedikation. Der Plan wird 1762 in die Folge "Il Campo Marzio" aufgenommen. Juli 1754: Robert Adam berichtet von gemeinsamen Ausflügen mit Piranesi und dem Maler Charles-Louis Clérisseau "... where we shall be very merry with Piranesi who is always brisk, always allegro". 1756: "Le Antichità Romane. Opera di Giambattista Piranesi architetto Veneziano divisa in quattro tomi nel primo de' quali se contengono gli avanzi degli antichi edifizi di Roma, disposti in tavola topographica secondo l'odierna loro esistenza ed illustrati co' frammenti dell' antica iconografia marmorea, e con uno indice critico della loro denominazione arrichito di tavole suppletorie fralle quali si dimostrano l' elevazione degli stessi avanzi: l' andamento degli antichi acquedotti nelle vicinanze e nel dentro di Roma, correlatico al commentario Frontiniano ivi esposto in compendio: la pianta delle terme le più cospicue: del Foro Romano colle contrade circonvicine: del monte Capitolino: ed altre le più riguardevoli. Nel secondo, e nel terzo gli avanzi de' monumenti sepolcrali esistenti in Roma, e nell' agro Romano colle loro rispettive piante, elevazioni, sezioni, vedute esterne ed interne: colla dimostrazione de' sarcofagi, ceppi, vasi cenerarj, e unguentarj, bassirilievi, stucchi, musaici, iscrizioni, e tutt' altro ch' è stato in essi ritrovato: e colle loro indicazioni, e spiegazioni. Nel quarto i ponti antichi di Roma che inoggi sono in essere, colle vestigia dell' antica isola Tiberina, gli avanzi de teatri, de' portici, e di altri monumenti, eziando colle loro indicazione e spiegazioni. Nella stamperia di Angelo Rotilj nel Palazzo de' Massimi. Con licenza de' superiori si vendono i Roma dai signori Bouchard, e Gravier mercanti libraj al coros presso San Marcello". 4 Bände. Unter Wiederverwendung der bereits um 1750 entstandenen "Camere sepolcrali degli antichi Romani le quali esistono dentro e fuori di Roma". Band 1: Unter anderem Frontispiz: "Portrait Giovanni Battista Piranesis" von Felice Polanzani (seit 1750 in "Opere Varie"); Titelblatt zunächst mit Widmung an James Caulfield, Lord Charlemont: "Nobilissimo viro utilitati publicae nato Iacobo Caulfield vicecomiti de Charlemont regni Hiberniae patricio quod Romae dum degeret ingeniis favebat artes promovebat Ioannes Baptista Piranesius architectus Venetus". Als dieser die versprochene Finanzierung zurückzieht, Tilgung der Widmung in der Art einer "damnatio memoriae", das Wappen Charlemonts wird als zerstört wiedergegeben. Die Widmung lautet nun: "Urbis aeternae vestigia e ruderibus temporumque iniuriis vindicata aeneis tabulis incisa I. B. Piranesius venet Romae degens aevo suo posteris et utilitati publicae C. V. D." Als Rechtfertigung verfaßt Giovanni Battista Piranesi 1757 die "Lettere di Giustificazione scritte a Milord Charlemont". Band 2: Unter anderem neun Tafeln in Zusammenarbeit mit Jean Barbault ("Barbault scolpì le figure"); in Auflagen ab 1761 werden im Inhaltsverzeichnis Adresse und Preis ergänzt. Band 3: Unter anderem fünf Tafeln übernommen aus Francesco Bianchini, "Camera ed Iscrizioni sepolcrali de' Liberti, Servi ed Ufficiali della Casa di Augusto", 1737; vier davon signiert vom Radierer Girolamo Rossi nach Zeichnungen von Antonio Buonamici (die fünfte vermutlich auch von diesem); fünf Tafeln in Zusammenarbeit mit Jean Barbault. Band 4: Unter anderem Ergänzungen Giovanni Battista Piranesis in späteren Auflagen: ab 1757 "Avanzi di un Collegio di Silvano Aureliano", nach 1767 "Dimostrazione in grande di alcune delle parti doriche del primo ordine del Teatro di Marcello" sowie "Pianta del Tempio di Giunone dentro i Portici d' Ottavia" und "Del Tempio di Giunone dentro i portici d' Ottavia". Auszug aus dem Vorwort der Erstauflage: "Da ich sah, daß die Überreste der antiken Bauten Roms, die zum großen Teil über die Gärten und andere landwirtschaftlich genutzte Flächen verstreut sind, von Tag zu Tag mehr zusammenschrumpfen, teils durch die Verwüstungen der Zeit, teils durch die Habgier der Besitzer, die mit barbarischem Gleichmut die Ruinen heimlich abreißen und die Steine zur Verwendung bei Neubauten verkaufen, habe ich mir vorgesetzt, sie durch den Druck zu bewahren... Deshalb habe ich in den vorliegenden Bänden mit aller erdenklichen Sorgfalt die erwähnten Relikte abgebildet: ich habe bei vielen nicht nur ihr äußeres Erscheinungsbild wiedergegeben, sondern auch ihren Grundriß und das Innere, ich habe die einzelnen Teile durch Schnitte und Aufrisse unterschieden und die Materialien, gelegentlich auch die Konstruktionsweise der Bauten angegeben, wozu ich mir die Einsichten im Verlauf langer Jahre unermüdlicher und genauester Beobachtungen, Grabungen und Untersuchungen erworben habe." Posthume Ausgabe von Francesco Piranesi 1784 mit geändertem Titel, der Adresse "in Roma MDCCLXXXIV nella stamperia Salomoni alla piazza de S. Ignazio" und der Widmung an König Gustaf III. von Schweden: "Urbis aeternae vestigia ab eq. I. B. Piranesio iam aeneis tabulis incisa nunc dnuo iis quae supererant edenda quaeque noviter detecta sunt decorata adaucta amplificata eques Franciscus filius Gustavo III. goth suec vand regi &&& sapienti forti atque optimo antiquitatum et bonarum artium patrono munificentissimoin obsequii gratique animi specimen D. D. D.". Zweiter Zustand 1787: In Band 1 wird das "Portrait Giovanni Battista Piranesis" von Felice Polanzani ersetzt durch das nach Zeichnung von Giuseppe Cades, gestochen von Francesco Piranesi, datiert 1779; zudem ergänzt Francesco drei Tafeln, zwei davon sind 1787 datiert. 24. Februar 1757: Aufnahme in die Society of Antiquarians (Antiquaries) in London. Aus diesem Anlaß entsteht vermutlich das Ergänzungsblatt "Avanzi di un Collegio di Silvano Aureliano" in den Antichità Romane. In der langen Bildlegende beschreibt Piranesi zum einen, daß das Grab im Oktober von 1755 von Abate Marcucci entdeckt worden sei und führt einige Überlegungen zu den Inschriften an, die Abate Ridolfino Venuti 1756 unter dem Titel "Marmora Albana" publizierte und zu denen Piranesi eine andere Meinung hatte (da das Erscheinen von Venutis Werk im Text mit "nell' anno scorso 1756" erwähnt wird, muß Piranesis Blatt 1757 entstanden sein). Da Venutis Publikation der "Celeberrima Real' Società degli Antiquarj di Londra" gewidmet sei, müsse Piranesi vor den "Eruditissimi miei Consocj di detta Regia Società" die Irrtümer des Abate Venuti richtigstellen, denn dieser habe die Sätze solange hin und her gewendet, bis sie in sein Konstrukt passten: "Syntaxis sensus liquidissimus, quem Venutus reprobat et dum construere nititur, destruit"). Das Blatt ist somit ein erstes Dokument von Piranesis Talent zur Polemik, aber auch zu seiner durchaus satirischen Betrachtungsweise. April 1757: Robert Adam berichtet bei seinem Abschiedsbesuch, daß Giovanni Battista Piranesis "Ichnographia" fertiggestellt sei, die 1762 in die Folge "Il Campo Marzio" aufgenommen wird. 9. September 1757: Brief Giovanni Battista Piranesis an die Society of Antiquarians, in dem er sich für die Aufnahme bedankt. 1757: "Lettere di Giustificazione scritte a Milord Charlemont e a di lui agenti di Roma dal Signor Piranesi Socio della Real Società degli Antiquarj di Londra. Intorno la dedica della suo opera delle antichità romane fatta allo stesso Signore ed ultimamente soppressa". Erste polemische Schrift Giovanni Battista Piranesis, nachdem Lord Charlemont die finanzielle Unterstützung der "Antichità Romane" zurückgenommen und auf Piranesis Briefe nicht geantwortet hatte. Der Text enthält zwei dieser Briefe sowie einen dritten an Pater Peter Grant, der zu vermitteln versucht hatte. Giovanni Battista Piranesi verteilt das Werk an Freunde, Kollegen und einflußreiche Persönlichkeiten (Sir William Hamilton, Anton Raphael Mengs, Richard Hayward, Ridolfino Venuti, Giovanni Gaetano Bottari, Sir Horace Walpole, Papst Benedikt XIV. etc.), deren Name jeweils in die Vignette geschrieben wird. Letztere wird 1762 in den "Lapides Capitolini" wiederverwendet werden. Weitere Vignetten enthalten ironische Anspielungen, wie beispielsweise "Die Zeit enthüllt die Wahrheit". Das Titelblatt trägt im ersten Zustand einen Spruch aus den "Annales" des Ennius: "Ich fordere kein Geld für mich, noch sollst du mir einen Preis zahlen"; im zweiten Zustand einen Spruch aus Plinius "Naturalis Historia": "Die Verfasser solcher übertriebener Eitelkeiten sind durch selbst verschuldetes Unglück in Vergessenheit geraten". Bewußt erwähnt Giovanni Battista Piranesi im Titelblatt auch die Mitgliedschaft in der Society of Antiquarians, um Charlemont einmal mehr zu beschämen. Ebenfalls eingefügt wurden das verkleinerte Titelblatt von Band 1 sowie die verkleinerten Frontispize aus Band 2-4 der "Antichità Romane". Letztere sowie eine überarbeitete Version des Titelblatts werden der "Prima Parte" in späteren Auflagen der "Opere Varie" angehängt. Auszug aus einem der Briefe: "Dieses Werk [=Antichità Romane] ist keines von denen, die in den überfüllten Regalen der Bibliotheken begraben werden. Seine vier Bände umfassen ein neues System der Monumente des antiken Rom. Es wird in zahlreichen Bibliotheken in ganz Europa vertreten sein, und besonders in der des höchsten christlichen Königs. Und das ist der Grund, anzunehmen, daß der Name seines Verfassers in die Ewigkeit eingehen wird, zusammen mit seinem Werk... Ist es nicht ein höchst unerfreulicher Umstand, daß ich nun, nachdem ich meine Gedanken, mein Talent, Arbeit und Geld investiert habe, nachdem ich unaufhörlich acht Jahre lang daran gearbeitet habe, dieses Werk Eurer Lordschaft würdig zu machen, beleidigt werde?... Deshalb ist es an der Zeit, meine Ehre zu retten. Sollte ich gezwungen werden, die Widmung zu tilgen, so bitte ich Euer Lordschaft dies nicht als Angriff auf Eure Vorfahren anzusehen, sondern als eine Wiedergutmachung, die ich mir schulde. Wenn einst meine Lebensgeschichte, neben denen anderer Künstler geschrieben wird, will ich nicht als Schmeichler angeklagt werden..., der in niedrigem Ansehen bei denen steht, an die er sein Lob verschwendet hat. Falls Euer Lordschaft nicht den Knoten zerschlägt, falls Sie mir nicht Gerechtigkeit erweisen und mich vor Verleumdung bewahren, kann ich, als Ehrenmann oder ohne mich selbst lächerlich zu machen, Sie nicht mehr als Beschützer der Künste und mich nicht als einen Künstler, der Ihre Protektion erhalten hat, nennen. Und falls ich Sie dem Anschein nach in den 70 Exemplaren meines Werkes, die bereits verkauft wurden, so genannt habe, dann muß ich der schmerzhaften Tatsache ins Gesicht sehen und meine eigene Dummheit anklagen sowie versuchen, mich vor der Welt zu rechtfertigen. Ich muß Sie auffordern im Gedächtnis zu behalten, daß, so wie ein Adliger auf seine Vorfahren Rücksicht zu nehmen hat, auch ein Künstler, der seinen Namen der Nachwelt überliefern will, auf seinen eigenen guten Ruf und den seiner Nachkommen bedacht sein muß. Ein Adliger ist stets der letzte seines Namens, ein Künstler stets der erste; beide müssen mit gleichem Taktgefühl handeln". 3. Mai 1758: Tod Papst Benedikt XIV. Am 6. Juli wird der Venezianer Carlo Rezzonico zum Papst Clemens XIII. gewählt. Die Familie Rezzonico gehört zu den wichtigsten Gönnern Giovanni Battista Piranesis: Von Kardinal Giovanni Battista Rezzonico, ab 1761 Prior des Malteserordens, ergeht an Piranesi 1764 der Auftrag zur Umgestaltung von S. Maria del Priorato; Piranesi widmet ihm die Folge der "Cammini" und bezeichnet sich noch 1778 stolz in zwei Tafeln der "Vasi candelabri" als Architekt von Giovanni Battista Rezzonico. Dessen Onkel, Clemens XIII. Rezzonico, sind die Folgen "Della Magnificenza", "Le Rovine del Castello dell' Acqua Giulia", "Lapides Capitolini" und "Antichità d' Albano e di Castelgandolfo" gewidmet; das Bildnis des Papstes nach einer Zeichnung Giovanni Battista Piranesis, von diesem und Domenico Cunego gestochen, erscheint als Frontispiz der "Della Magnificenza"; im "Catalogo delle" Opere wird es ab dem Zustand um 1762/63 auch separat aufgeführt. Außerdem gestaltet Piranesi für Clemens XIII. Appartements im Quirinalspalast und in Castelgandolfo aus, für dessen Neffen, Senator Abondio Rezzonico, Zimmer im Senatorenpalast auf dem Capitol. Papst Clemens XIII. erteilt zudem Piranesi 1763 den Auftrag zur Umgestaltung des Chores von S. Giovanni in Laterano; die Planungen wurden 1766/67 eingestellt. Faustina Rezzonico, Gattin von Ludovico Rezzonico, wird 1761 Taufpatin von Piranesis Tochter Faustina Clementina Ludovica, die im Kindesalter verstarb. 11. November 1760: Brief Giovanni Battista Piranesis an Robert Mylne, aus dem hervorgeht, daß Mylne Piranesis Werk komplett erworben hat und Piranesi um eine Kopie des Entwurfs für die "Bridge at Blackfriars" bittet um eine Radierung zu erstellen, die 1764 publiziert wird. Außerdem schreibt er: "Mein Werk "Della Magnificenza ed Architettura de' Romani" war schon einige Zeit fertig... Die von Le Roy publizierten griechischen Altertümer trugen zu seiner Erweiterung bei." 3. Januar 1761: Taufe der Tochter Faustina Clementina Ludovica, die kurz darauf stirbt. Taufpatin ist Faustina Rezzonico, Gattin des Ludovico Rezzonico. Jahresanfang: Umzug in den Palazzo Tomati in der Strada Felice (heute Via Sistina) bei Trinità dei Monti; Gründung eines eigenen Verlags. Giovanni Battista Piranesi signiert von nun an häufig mit dem Zusatz: "Presso l' Autore a Strada Felice nel Palazzo Tomati vicino alla Trinità de' monti". 1761: "Catalogo delle Opere date finora alla luce da Gio. Batt. Piranesi". Erster Zustand mit 15 Blättern der "Carceri" zum Preis von 15 paoli und acht Blättern der "Trofei di Ottaviano Augusto" zum Preis von 23 paoli. Zweiter Zustand, ebenfalls noch 1761, mit 16 Blättern der "Carceri" zum Preis von 20 paoli und 10 Blättern der "Trofei di Ottaviano Augusto". Bis zum Tod 1778 werden insgesamt 27 Auflagen des "Catalogo delle Opere" publiziert, in denen die jeweils neu hinzugekommenen Werke ergänzt sowie die "Vedute di Roma" einzeln aufgelistet werden; in der Erstausgabe sind dies 59 Blatt. Eine der ersten Platten, die die neue Adresse "presso l' autore nel Palazzo Tomati" trägt, ist Nr. 60 der "Vedute di Roma", die "Veduta del Pantheon d' Agrippa", die auch als erstes Blatt im zweiten Zustand des "Catalogo delle Opere" nachgetragen wird; sie kostet als einzige 3 paoli, die übrigen Veduten jeweils 2 1/2 paoli. Preisänderungen auch bei den "Osservazioni" und der Folge nach Zeichnungen Guercinos: Zustand um 1768: "Osservazioni" zum Preis von 12 paoli, "Raccolta di alcuni disegni del Barbieri da Cento detto il Guercino" mit 19 Tafeln zum Preis von 38 paoli. Zustand um 1775: "Osservazioni" zum Preis von 22 paoli, "Raccolta di alcuni disegni del Barbieri da Cento detto il Guercino" zum Preis von 38 paoli; im letzten Zustand, nun mit 20 Blättern der Folge, steigt dieser noch auf 40 paoli. 2. Februar 1761: Aufnahme in die Accademia di S. Luca in Rom. 1. März 1761: Piranesi schenkt der Accademia di S. Luca 6 Bände mit seinen Radierungen zusammen mit der Erstauflage des "Catalogo delle Opere" mit der Widmung "Agli Eccellentissimi Sig. Accademici di S. Luca". 1761: "Carceri d' Invenzione di G. Battista Piranesi Archit Vene", "Presso l' autore a strada Felice vicino alla Trinità de' Monti". Überarbeitete und um zwei Tafeln ergänzte Neuedition der "Invenzioni capric di Carceri all' acqua forte datte in luce da Giovani Buzard in Roma Mercante al Corso". Laut des "Catalogo delle Opere" wurde zunächst nur eine Tafel, "Die Löwenreliefs", hinzugefügt (zu diesem Zeitpunkt kostet die Folge 15 paoli), wenig später, jedoch ebenfalls noch 1761, die zweite, "Der Mann auf der Folter" (der Preis steigt nun auf 20 paoli) mit Adresse und Preis; erst in dieser vollständigen sechzehnteiligen Ausgabe erhalten die Tafeln auch eine Numerierung. 1761: "Della Magnificenza ed Architettura de' Romani. Opera di Gio. Battista Piranesi Socio della reale Accademia degli Antiquari di Londra". Lateinisches Titelblatt: "Iannis Baptistae Piranesii antiquariorum regiae societatis Londinensis socii de Romanorum magnificentia et architettura". Mit Widmung an Papst Clemens XIII., der das Werk unterstützte, indem er Giovanni Battista Piranesi von der Steuer auf das Papier befreite. Text in Italienisch und Lateinisch. Seit 1758 arbeitete Piranesi an diesem umfangreichsten seiner polemischen Werke, das die Thesen von Marc Antoine Laugier, "Essai sur l' Architecture", 1753, Alan Ramsay, "Dialogue on Taste", 1755 unter dem Pseudonym The Investigator publiziert, und David Le Roy, "Les Ruines des plus beaux monuments de la Grèce", 1758, widerlegt. Eine ironische Anspielung auf Laugiers Vorstellung von der "Urhütte" findet sich bereits in Piranesis "Veduta dell' Avanzo del Sepolcro de' Scipioni" im ersten Band der "Antichità Romane" von 1756: Rechts neben dem Grabturm steht eine überdachte Holzkonstruktion, die Laugiers "Urhütte" sehr nahe kommt, jedoch auf dem Dach zwei Balken in V-Form besitzt, deren Unlogik die Weiterentwicklung zum dorischen Tempel, so von Laugier formuliert, ad absurdum führt. 1761: "Le Rovine del Castello dell' Acqua Giulia situato in Roma presso S. Eusebio e falsamente detto dell' Acqua Marcia colla dichiarazione di uno de' celebri passi del commentario Frontiniano e sposizione della maniera con cui gli antichi Romani distribuivan le acque per uso della città di Gio Battista Piranesi. Si vendono presso l'autore presso Trinità de' Monti, in Roma 1761 nella stamperia di Generoso Salomoni". Der Text enthält eine Auseinandersetzung mit dem Traktat des Sextus Julius Frontinus, "De Aquis Urbis Romae", aus dem ersten Jahrhundert, der 1722 von Giovanni Poleni publiziert wurde. Tafel 18 wurde erstmals 1753 im Titelblatt der "Trofei di Ottaviano Augusto" verwendet. 1761: Geburt des Sohnes Francesco Piranesi in Rom. Dieser erhielt seine Ausbildung beim Vater und war zudem Schüler von Giovanni Volpato und Domenico Cunego. Unterricht in Architektur auch bei Pierre-Adrien Paris (u. a. 1771-1774 Pensionär der Französischen Akademie in Rom) sowie in Landschaftsmalerei bei den Gebrüdern Jacob Philipp und Johann Gottlieb Hackert (beide seit 1768 in Rom). 16. Februar 1762: Brief Piranesis an den Marchese von Marigny, den Bruder von Madame de Pompadour, in dem er seine Werke anbietet. 1762: "J B. Piranesii lapides Capitolini sive fasti consulares triumphalesque Romanorum ab urbe condita usque ad Tiberium Caesarem". Mit Widmung an Papst Clemens XIII. (im Dedikationstext widmet Piranesi dem Papst gleich drei Werke ["tria haec etiam opuscula"]; vermutlich sind mit den beiden anderen die Folgen Descrizione e disegno dell' Emissario del Lago Albano und Di due Spelonche ornate dagli antichi alla Riva del Lago Albano gemeint). Text in Lateinisch. Die Vignette auf Seite 61 wurde erstmals in "Lettere di Giustificazione", 1757, verwendet: nun enthält sie den Text "Labor omnia vincit Virg. 1. Georg". 1762: "Descrizione e disegno dell' Emissario del Lago Albano di Gio Battista Piranesi" und "Di due Spelonche ornate dagli antichi alla Riva del Lago Albano". Ab 1764 werden diese beiden Folgen mit den "Antichita d' Albano e di Castel Gandolfo" zusammengebunden; auch in den nach 1764 herausgegebenen Auflagen des "Catalogo delle Opere" werden sie als ein gemeinsames Werk betrachtet. 1762: "Il Campo Marzio dell' Antica Roma Opera di G. B. Piranesi Socio della Real Società degli Antiquari di Londra". Lateinisches Titelblatt: "Ioannis Baptistae Piranesii antiquariorum regiae societatis Londinensis socii Campus Martius antiquae urbis Romae". Text in Italienisch und Lateinisch. Der aus sechs Platten zusammengesetzte Plan des Marsfeldes ("Ichnographia") ist bereits 1757 datiert und enthält eine Widmung an Robert Adam. Giovanni Battista Piranesi nahm in diese Publikation eine Radierung von Arnold van Westerhout nach einer Zeichnung von Francesco Fontana auf mit der "Ansicht des Krans, mit dem Papst Clemens XI. im Jahr 1705 die Säule und die Basis mit der Apotheose des Kaisers Antoninus Pius hat aufrichten lassen". Auszug aus der Widmung an Robert Adam: "Ich kann Dir versichern, daß für mich kein Teil des Campus zu unbedeutend war, um ihn wiederholt und gründlich zu untersuchen. Ich drang sogar bis in die Keller der Häuser vor - nicht ohne Ärger und Kosten -, nur für den Fall, es könnte mir eine Kleinigkeit entgehen... Als ich die Überbleibsel der Gebäude gesammelt und mit äußerster Sorgfalt kopiert hatte, zeigte ich sie den besten Antiquaren und ging sie um ihre Meinung an. Dann aber verglich ich sie mit dem alten Plan der Stadt auf dem Capitol in der Hoffnung, in diesem Fall würde niemand behaupten können, ich sei bei der Benennung, der äußeren Gestaltung und der topographischen Zuordnung der Monumente mehr meinen eigenen Grillen gefolgt als zuverlässiger Argumentation und wahrscheinlicher Konjektur. Leider fürchte ich, einige der beschriebenen Gegenden des Campus könnten als Ausgeburten meiner Einbildungskraft gelten, die sich auf keinerlei Beweise stützen können. Und in der Tat wird jeder, der sie mit der Architekturtheorie der Alten vergleicht, feststellen müssen, daß sie sehr stark von ihr abweichen und weit enger der Bauweise unserer eigenen Zeit verwandt sind. Ehe mich jemand aber der Täuschung bezichtigt, sollte er gefälligst erst den antiken Plan der Stadt sich vor Augen halten, den ich eben erwähnte, sollte er die Villen in Latium und die des Hadrian zu Tivoli untersuchen, die Bäder, die Gräber und die anderen Ruinen von Rom, besonders die vor der Porta Capena. Dann wird er erkennen, daß auch die Alten die strengen Regeln der Architektur so gut verletzt haben wie die Modernen. Vielleicht ist es das unausweichliche und allgemeine Gesetz, daß die Künste, nachdem sie ihre Blüte erreicht haben, verfallen müssen, vielleicht liegt es aber in der Natur des Menschen, in seinen Kunstfertigkeiten ebenso wie in allen anderen Dingen einige Freiheiten für sich zu fordern. Wie dem auch sei, wir sollten uns nicht wundern, wenn auch die Architekten der Antike eben die Regelverstöße begehen, die wir an Bauten unserer eigenen Zeit mitunter kritisieren". 1763: Reise nach Chiusi und Corneto. Auftrag durch Papst Clemens XIII. für die Umgestaltung des Chores von S. Giovanni in Laterano (Zeichnungen in New York, Avery Architectural Library); die Planungen werden 1766/67 eingestellt. September 1763: Brief von Charles Natoire, Direktor der französischen Akademie in Rom, an den Marquis de Marigny, in dem er erwähnt, daß der Papst bei Giovanni Battista Piranesi den Entwurf eines neuen Hochalters für S. Giovanni in Laterano in Auftrag gegeben habe. 16. Oktober 1763: Brief Giovanni Battista Piranesis an Sir William Hamilton. Johann Joachim Winckelmann, seit 1755 in Rom, seit 1759 Bibliothekar von Kardinal Alessandro Albani, Mitglied der Accademia Etrusca in Cortona (1760), der Accademia di S. Luca in Rom (1760) und der Society of Antiquarians in London, wird zum Oberaufseher über die Antiken von Rom ("Prefetto delle Antichità di Roma") ernannt. Giovanni Battista Piranesi wird die Bevorzugung Winckelmanns bei der Besetzung dieses wichtigen Postens vermutlich tief getroffen haben. Er und sein Kontrahent sind sich sicherlich mehrfach begegnet, erwähnen jedoch einander namentlich in ihren Publikationen nicht. Winckelmann spricht lediglich in zwei Briefen (30. April 1763 und 3. Juni 1767) abschätzend von einem "Maestro Muratore", wohl in Anspielung darauf, daß Piranesi meist mit dem Zusatz "architetto" signierte. 1764: Geburt des Sohnes Angelo Piranesi in Rom. Auftrag von Kardinal Giovanni Battista Rezzonico für die Ausstattung der Malteserkirche S. Maria del Priorato auf dem Aventin und die Gestaltung der anschließenden Piazza. 1764: "Antichità d' Albano e di Castel Gandolfo descritte ed incise da Giovambattista Piranesi". Mit Widmung an Papst Clemens XIII. In der Nachfolge stets zusammengebunden mit "Descrizione e disegno dell' Emissario del Lago Albano di Gio Battista Piranesi" und "Di due Spelonche ornate dagli antichi alla Riva del Lago Albano". Erst in posthumen Auflagen ab 1797 wird Tafel 27, "Veduta della magnifica Sostruzione fabbricata per regger la falda del Monte", ergänzt, obgleich die Radierung offenbar bereits 1769 fertiggestellt war. 1764: "A view of part of the intended bridge at Blackfriars in August 1764, by Robert Mylne, architetc. Engraved by Piranesi at Rome".Nach einer Zeichnung des schottischen Architekten und Ingenieurs Robert Mylne, der zwischen 1755 und 1758 in Rom weilte. Die Brücke wurde 1769 vollendet. 1764: "Raccolta di alcuni disegni del Barbieri da Cento detto il Guercino, incisi in rame e presentati al Singolar merito del Sig. T. Jenkins dal' Architetto G. B. Piranesi". Die Platten wurden in Braun und Schwarz gedruckt, um den besonderen Charakter von Federzeichnungen auch in der Graphik zu vermitteln. Die Folge erscheint in ihren verschiedenen Auflagen mit unterschiedlicher Anzahl von Tafeln, entgegen dem Titel sind auch Radierungen nach Zeichnungen anderer Künstler integriert. Obgleich Giovanni Battista Piranesi das Titelblatt gestaltete, stammen nur insgesamt vier Radierungen von seiner Hand (Titelblatt und zwei Blätter nach Guercino, eine Radierung nach Pier Leone Ghezzi); offenbar diente sein bekannter und verkaufsträchtiger Name als Zugpferd für die Publikation. Weitere Radierungen stammen von Francesco Bartolozzi, Jacques Nevay und Giovanni Ottaviani. In späteren Auflagen wurden Blätter von Giovanni Battista Buratti, Aureliano Milano und Tommaso Piroli hinzugefügt. Im "Catalogo delle Opere" steigt der Verkaufspreise der Folge im Lauf der Jahre bis 1778 von 35 über 38 bis hin zu 40 paoli. 1764: "Antichità di Cora descritte ed incise da Giovambat. Piranesi". Hauptbestandteil dieser Folge ist der sogenannte Tempel des Hercules in Cora (Cori, südlich von Albano). Bei seinem Besuch in Cora wurde Giovanni Battista Piranesi von dem Maler und Freund Hubert Robert begleitet. Horace Walpole, dem Giovanni Battista Piranesi 1757 ein Exemplar der "Lettere di Giustificazione scritte a Milord Charlemont" zugeeignet hatte, publiziert 1764 seinen Roman "The Castle of Otranto", den ersten Vertreter der literarischen Gattung des Schauerromans ("gothic novel"). Mit ihm beginnt eine lange Reihe literarischer Rezeptionen der "Carceri" als Orte des Schreckens und Grauens, von Gewalt und Hoffnungslosigkeit, die sich auch auf ihre kunsthistorische Deutung auswirken wird. 1771 wird Walpole über Piranesi in seinen "Ancedotes of Painting" in England schreiben: "Er türmt Paläste auf Brücken, Tempel auf Paläste und mißt den Himmel mit Gebirgen von Bauwerken aus. Und doch welch' Geschmack in seiner Kühnheit! Welche Größe in seiner Wildheit! Welche Mühe und Gedanken in seiner scheinbaren Überstürztheit und in den Details". 1765: "Osservazioni di Gio. Battista Piranesi sopra le lettre de M. Mariette aux auteurs de la Gazette Litteraire de l' Europe, inserita nel supplemento del' istessa Gazetta stampata dimanche 4 novembre MDCCLIV e Parere su l' architettura, con una prefazione ed un nuovo trattato della introduzione e del progresso delle belle arti in Europa ne' tempi antichi". Die Datierung MDCCLIV im Titelblatt ist ein Druckfehler, die korrekte Jahreszahl wäre 1764. In Auflagen nach 1767 werden fünf mit dem Titel "Cavaliere" signierte Tafeln zum "Parere" ergänzt. Neben "Della Magnificenza" ist diese Folge Giovanni Battista Piranesis wichtigstes polemisches Werk innerhalb der "Griechisch-Römisch-Kontroverse", mit der er auf die in einem Brief von Pierre Jean Mariette geäußerte Kritik antwortet. Die Publikation besteht aus drei Teilen: In den "Osservazioni" widerlegt Piranesi Wort für Wort Mariettes These, daß die römische Kunst ihren Ursprung in der griechischen hat. Bereits im Titelblatt beansprucht er mit einem Bilderrätsel die Vorherrschaft des Künstlers (durch Darstellung von dessen Werkzeugen) vor dem reinen "Schreiberling" Mariette (dargestellt durch die linke [böse?] Hand Mariettes beim Schreiben). Der "Parere" ist zweifelsohne Piranesis schriftstellerische Glanzleistung und in der Art eines sokratischen Dialogs aufgebaut: Der Lehrer Didascolo (als Synoym für Piranesi) streitet mit seinem Schüler Protopiro, einem Anhänger Winckelmanns. In den Abbildungen erscheinen Zitate nach Ovid, "Metamorphosen": "Natur erneuert sich ständig selbst"; nach Terenz, "Eunuchus": "Es ist vernünftig, sich selbst zu kennen und nicht danach zu suchen, was die Alten gemacht haben, wenn die Modernen es tun können"; nach Sallust: "Sie verachten meine Neuheit, ich ihre Feigheit". Auszug aus dem Text: "Wenn die Ornamentik in sich schön ist, wenn es andererseits die Architektur ist, warum wollen wir dem Auge nur das eine Vergnügen machen und ihm nur die Architektur zeigen und nicht das doppelte, die mit Ornamenten bekleidete Architektur, da wir doch den Weg, wie eins zum anderen gestimmt sein müsse, kennen?" In der "Prefazione" schließlich wiederholt Piranesi noch einmal seine These, daß die römische Kunst in der etruskischen und nicht in der griechischen wurzelt. Auszug aus dem Text: "Ich werde die schwere Verpflichtung haben, zu untersuchen, nicht nur ob die schönen Künste, sondern auch, ob die Sprache, die Wissenschaften, die Philosophie, die Religion, die Politik, kurz und gut all das, was man zu jener Zeit in Italien an Wertvollem besaß und was eine Nation braucht, um sich vor den anderen auszuzeichnen, zu den Griechen von den Völkern Asiens und von den Griechen zu den Italienern oder von den Italienern zu den Griechen gekommen ist. Die schönen Künste erfordern all diese Untersuchungen; alle diese Dinge müssen, wie die schönen Künste jedes für sich gesondert betrachtet werden. Bis jetzt hat niemand in dieses Dickicht eindringen wollen und zwar aus keinem anderen Grunde als aus reiner Trägheit des Geistes". Trotz der enthusiastischen Ankündigung hat Giovanni Battista Piranesi dieses Werk nie geschrieben. Oktober 1766: Abschluß der Arbeiten in S. Maria del Priorato. 20. Oktober 1766: Besichtigung durch Papst Clemens XIII. und Verleihung des Titels "Cavaliere dello Speron d' oro". Mit der Signatur "Eques Piranesius del. sulp." in der 1766 datierten "Veduta della Cascata di Tivoli" weist Giovanni Battista Piranesi bereits auf die Titelverleihung hin. Offiziell darf er den Titel erst ab 1767 tragen. 1767: Geburt der Tochter Anna Maria Piranesi (später Suor Maria Agnese Luisa) in Rom. 16. Januar 1767: Bestätigung der Verleihung des Titels "Cavaliere dello Speron d'oro" durch päpstliches Dekret. 3. Oktober 1767: Brief Sir William Hamiltons an Piranesi, in dem von ersten Probeabzügen der Cammini die Rede ist, die Hamilton erhalten hatte. Nach 1767: "Alcune Vedute di Archi Trionfali, ed altri monumenti inalzati da Romani parte de quali si veggono in Roma e parte per l' Italia disegnate ed incisi dal Cavalier Gio Batista Piranesi". Es handelt sich um die Neuauflage der "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica", nun mit neuem Titel, um Verwechslungen mit den vier Bänden der 1756 publizierten "Antichità Romane" zu vermeiden. Posthume Ausgaben werden um zwei Tafeln ergänzt: "Arco di Aosta", von Giovanni Battista Piranesi noch 1775 radiert nach einer Zeichnung von Roger Newdigate; "Tempio della Minerva Medici" von Francesco Piranesi). Um 1767/17 intensive Beschäftigung mit der Villa Hadriana und anderen Sehenswürdigkeiten in Tivoli, die sich in 20 der "Vedute di Roma" niederschlägt. Der zwischen 1760 und 1770 in Rom weilende englische Bildhauer Joseph Nollekens fertigt eine Büste mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" (Rom, Accademia di San Luca). 1768: Geburt des Sohnes Pietro Piranesi in Rom, der im Kindesalter stirbt. 8. Juni 1768: Ermordung Johann Joachim Winckelmanns. Sein Nachfolger als "Prefetto delle Antichità di Roma" wird Giovanni Battista Visconti. 18. November 1768: Giovanni Battista Piranesi sendet 57 Probedrucke der "Cammini", darunter alle 11 Tafeln mit ägyptisierenden Kaminumrahmungen, an Thomas Hollis, der sie an die Society of Antiquarians in London weitergibt. Auszug aus dem Begleitbrief: "Sie werden in diesem Werk etwas verwendet finden was in diesem Genre bisher unbekannt war. Die ägyptische Architektur - zum erstenmal erscheint sie hier; zum erstenmal, sage ich, weil die Welt bis heute geglaubt hat, daß es in Ägypten nichts anderes als Pyramiden, Obelisken und Kolosse und nicht etwa auch Elemente gegeben habe, mit denen man dieses Architektursystem hinreichend zu schmücken und zu instrumentieren vermöchte". Februar 1769: Tod Papst Clemens XIII. Giovanni Battista Piranesi verliert einen seiner wichtigsten Gönner. Nachfolger wird Papst Clemens XIV. 1769: "Diverse Maniere d' adornare i Cammini ed ogni altra parte degli edifizj desunte dell' architettura Egizia, Etrusca, e Greca con un Ragionamento Apologetico in difesa dell' architettura Egizia, e Toscana. Opera del Cavaliere Giambattista Piranesi Architetto". Mit Widmung an Kardinal Giovanni Battista Rezzonico. Titelblatt und Text in Italienisch, Englisch und Französisch. Giovanni Battista Piranesi äußert sich darin zum letzten Mal theoretisch. Einzelne Tafeln waren offenbar schon 1767 im Umlauf. Bemerkenswert ist die satirische Darstellung in der Vignette auf Seite 35 gegen die Publikation von Bertrand Capmartin de Chaupy. Der Text in Tafel 64 wird in der Auflage der Firma Firmin-Didot 1836 getilgt. Zwei Tafeln zeigen zwei Wände der verlorene ägyptisierenden Innendekoration, die Piranesi Mitte der sechziger Jahre für das Café degli Inglesi an der Piazza di Spagna entworfen hatte. Sie war Anlaß heftiger Kritik; Thomas Jones beschreibt das Café 1776 als "einen widerlichen gewölbten Raum, dessen Wände mit Sphingen, Obelisken und Pyramiden nach phantastischen Entwürfen von Piranesi bemalt sind, die eher zur Ausstattung eines ägyptischen Grabes getaugt hätten als für einen Raum zu geselligem Beisammensein". Einige der tatsächlich ausgeführten Kaminumrahmungen sind erhalten: Kaminumrahmung für John Hope, heute in Amsterdam, Rijksmuseum; Kaminumrahmung für Lord Exeter, 1767 in Auftrag gegeben, heute in Burghley House; zwei Kaminumrahmungen für Edward Walter und seine Frau Harriot, 1769/70 erworben für ihr Haus in Berry Hill, Surrey, 1774 nach Gorhambury House verbracht (einer dort in der Bibliothek, der andere im Salon); Kaminumrahmung für Patrick Horne, erworben 1774 für 371 scudi, für Wedderburn Castle in Berwickshire. Auszug aus dem Text: "Werfen wir doch einmal dieses unwürdige [griechische] Joch ab! Wenn die Ägypter und Etrusker in ihren Monumenten Schönheit, Grazie und Eleganz zeigen, so wollen wir von diesen ihren Reichtümern ruhig Gebrauch machen; nicht aber, indem wir etwa das Eigentum anderer sklavisch kopieren, da dies die Architektur und die edlen Künste zu einer rein mechanischen Handlung herabsetzen und vom Publikum (welches das Neue liebt) eher Tadel als Lob eintragen würden. Denn dieses beurteilt die Leistung eines Künstlers nicht, wie einige vielleicht in den vergangenen Jahren geglaubt haben, allein nach einer Zeichnung von gutem Geschmack, falls diese nur die Kopie eines antiken Werkes darstellt. Nein: Ein Künstler, der Ehre einlegen und sich einen Namen machen will, darf sich nicht damit begnügen, ein getreuer Kopist der Alten zu sein. Vielmehr soll er, deren Werke studierend, sich ebenfalls als ein erfindungsreicher, um nicht zu sagen, schöpferischer Genius erweisen, und indem er das Griechische, das Etruskische und das Ägyptische mit Weisheit miteinander verbindet, sich den Weg zur Findung neuer Ornamente und Modi eröffnen. Der Geist des Menschen ist nicht so beschränkt, daß er den Werken der Architektur nicht neue Schönheiten und Reife zu verleihen vermöchte, wenn es ihm nur beliebt, ein aufmerksames und tiefschürfendes Studium der Natur mit einem entsprechenden der antiken Monumente zu verbinden". 1770: Besuche in Pompeji und Herculaneum. Weitere Besuche werden 1771, 1776, 1777 und 1778 folgen. Beginn des Sammelns und Handelns mit Antiken, die zum Teil aus eigenen Grabungen in der Villa Hadriana stammen und phantasievoll ergänzt werden. Giovanni Battista Piranesis Mitarbeiter bei den Restaurierungen waren Lorenzo Cardelli, Francesco Antonio Franzoni und Antoine Guillaume Grandjacquet. Auch arbeitete er mit Werkstätten anderer Künstler zusammen wie Thomas Jenkins und Gavin Hamilton sowie den Bildhauern Bartolomeo Cavaceppi, Giuseppe Angelini und Joseph Nollekens. 1772: Giovanni Battista Piranesi ist in den Streit mit der Accademia di S. Luca, das Monument des Stukkateurs Righi für den Architekten Pio Balestra betreffend, verwickelt. 30. Mai 1772: Brief Luigi Vanvitellis an Giovanni Battista Piranesi, in dem er verschiedene Werke Piranesis bestellt. 3. August 1772: Brief Giovanni Battista Piranesis an Charles Townley, in dem er dessen Interesse und Sammeleifer lobt. Piranesi bringt zudem eine Zeichnung nach der sog. "Warwick"-Vase mit Maßangaben auf dem Briefbogen an (die Vase wurde 1770 in Pantanello von Gavin Hamilton gefunden, Piranesi bildet sie später in seinen "Vasi candelabri" ab). 14. August 1772: Brief Charles Townleys an Giovanni Battista Piranesi mit Begeisterungskundgebung über die "Warwick"-Vase. Juli 1773: Brief Gavin Hamiltons an Lord Shelburne, in dem er mitteilt, daß ein Kandelaber bei Giovanni Battista Piranesi 130 zecchini koste. 1774: Geburt des Sohnes Pietro Piranesi in Rom. Ein erster Sohn mit gleichem Namen, geboren 1768, war im Kindesalter verstorben. 1774: "Trofeo o sia magnifica colonna Coclide di marmo composta di grossi macigni ove si veggono scolpite le due guerre Daciche fatte da Trajano inalzate nel mezzo del Gran Foro eretto al medesimo imperadore per ordine del senato e popolo Romano dopo i suoi trionfi il tutto architettato da Apollodoro". Mit Widmung an Papst Clemens XIV. Bis 1779 werden weitere Tafeln ergänzt: "Colonna Antonina" (Marc-Aurels-Säule) und "Colonna eretta in memoria dell'apoteosi di Antonio Pio e Faustina sua moglie" (Säule, die zur Erinnerung an die Apotheose des Antoninus Pius und seiner Frau Faustina errichtet wurde). Zwei dieser Tafeln sind von Francesco Piranesi signiert, in zwei weiteren zusammengesetzten Darstellungen stammt jeweils die untere Platte von ihm. September 1774: Tod Papst Clemens XIV. Um 1774: "Pianta di Roma e del Campo Marzo". Mit Widmung an Papst Clemens XIV. In dem umfangreichen numerierten Index des Plans verweist Piranesi auf Abbildungen der genannten Gebäude in seinen Publikationen "Antichità Romane" und "Il Campo Marzio". In posthumen Auflagen wird der Plan den nun gebunden publizierten "Vedute di Roma" beigegeben. 1775: Geburt des Sohnes Luigi Piranesi in Rom, der im Kindesalter stirbt. 6. Mai 1775: Sir Roger Newdigate verpflichtet sich, für zwei Kandelaber von Giovanni Battista Piranesi 1000 scudi zu bezahlen. Nach einer Restaurierung werden sie im Februar 1777 der Radcliffe Library der Universität Oxford übergeben (heute im Ashmolean Museum). 7. Mai 1775: Giovanni Battista Piranesi quittiert Sir Roger Newdigate die Summe von 50 scudi als Vorauszahlung. September 1775: Sir Roger Newdigate weilt vom 25.-29. in Aosta und schenkt Piranesi anschließend seine Zeichnung nach dem dortigen Augustus-Bogen, nach der Piranesi eine Radierung anfertigt, die jedoch erst in posthume Ausgaben der "Alcune Vedute di Archi Trionfali" aufgenommen wird. Über die Begeisterung Piranesis über den Triumphbogen wird Newdigate später schreiben: "So little known was the Triumphal Arch that the great Antiquary Piranesi afterwards in Rome visiting at the time of finishing the sketch, would scarcely be persuaded there was such an Arch in Italy but beg' d leave to take it with him; in a few days returned it with an elegant print taken from it which he has inserted amongst his Archi Antichi". 1777: Besuch in Paestum. Vor 1778: Piranesis Tochter Laura publiziert ihre "Veduten" (20 Stück bekannt). Giovanni Lodovico Bianconi lobt sie in seiner "Elogio storico del Cavaliere Giambattista Piranesi celebre antiquario ed incisore di Roma", 1779: "... ed infino una sua figliuola incide elegantemente sulle singolari tracce del Padre". 1778: "Vasi candelabri cippi sarcophagi tripodi lucerne ed ornamenti antichi disegnati ed incisi dal cav. Gio. Batt. Piranesi". Piranesi arbeitete zwischen 1768 und 1778 an den Tafeln, die zunächst einzeln erschienen. Eine Tafel entstand nach einer Zeichnung von Vincenzo Brenna. In posthumen Auflagen ergänzte Francesco Piranesi neun Tafeln, die letzte ist 1791 datiert. Aller Wahrscheinlichkeit nach unterstützte er den Vater auch bei allen Radierungen der Folge. 1778: "Differentes vues de quelques restes de trois grands edifices qui subsistent encore dans le milieu de l' ancienne ville de Pesto autrement Posidonia qui est située dans la Lucanie". Die Publikationserlaubnis trägt das Datum 15.9.1778. Wahrscheinlich hat Giovanni Battista Piranesi noch 18 Platten nach seinen Zeichnungen radiert (vermutlich jedoch schon unter Mithilfe des Sohnes Francesco und der Werkstatt) und die restlichen drei noch kurz vor seinem Tod begonnen. Letztere wurden von Francesco Piranesi vollendet (Titelblatt und Tafel 19-20 sind von ihm signiert). Von Tafel 12 existiert ein früherer Zustand, der jedoch nicht in die Folge aufgenommen wurde, mit der Ansicht des Tempels aus einer etwas höheren Position, mit anderer Figurenstaffage und einem leerem Schriftband; warum Giovanni Battista Piranesi die Platte überarbeitete ist nicht geklärt. 27. März: Brief Giovanni Battista Piranesis an seine in Venedig lebende Schwester, in dem er sich über die Armseligkeit und Untätigkeit der Italiener beklagt und das Kunstverständnis der Engländer lobt sowie daß er, könnte er sich eine neue Heimat aussuchen, er London unter allen Städten der Welt erwählen würde. Auch erwähnt er, daß sein mittlerweile auf 18 Bände angewachsenes Gesamtwerk beim Verkauf 200 scudi koste. 12. Mai: Eine datierte Zeichnung Giovanni Battista Piranesis (Baltimore Museum of Art, R. Gilmore Collection) trägt die Aufschrift: "Disegno fatto dal Cav. Piranesi per darvi l' idea del suo deposito". 9. November 1778: Tod von Giovanni Battista Piranesi. Provisorische Grablegung in S. Andrea dalle Fratte; endgültige Grablegung in S. Maria del Priorato auf dem Aventin. Die Familie beauftragt Giuseppe Angelini mit der Anfertigung einer Grabstatue. Diese wird 1779 in S. Maria del Priorato aufgestellt; eine Radierung danach von Francesco Piranesi nach einer Zeichnung von Tommaso Piroli 1790 wurde als letzte Tafel zu Francescos "Choix des meilleures statues antiques" ergänzt. Giovanni Battista Piranesi vereinte zahlreiche Berufungen und Berufe in seiner Person: Zeichner, Radierer, Drucker, Verleger, Architekt, Archäologe, Sammler, Restaurator, Kunsthändler, aber auch Kunsttheoretiker, Schriftsteller und Satiriker: Kein bildender Künstler des 18. Jahrhunderts hat sich je so umfangreich zu seiner Kunst geäußert und damit die Grenzen zwischen Wissenschaft, Literatur und Bildender Kunst überschritten. Als rastlos tätiger Forscher und Künstler hatte er jedoch auch eine gesunde Portion Selbstironie, die sich etwa 1762 in der Widmung der Folge "Il Campo Marzio" an den befreundeten Robert Adam äußert: "Hier, mein liebenswürdigster Herr Adam, habt ihr das Marsfeld, wahrhaftig nicht erschöpfend behandelt, wie Ihr es von mir vielleicht verlangt habt, ... Wißt ihr ja doch wohl durch den Umgang mit mir, daß ich nicht Verstand genug besitze, ein jedes Ding anfangen zu können, noch Fleiß genug, es auch zu vollenden". Die Antike war ihm stets Vorbild und Anregung zugleich: "Diese Monumente, einige von ihnen von höchstem Geschmack und Kunstfertigkeit, einige mittelmäßig, einige nobel und majestätisch, einige bizarr und kapriziös, verbunden mit dem Studium der Natur und der antiken Autoren, und mit den Gedanken über alte und moderne Gewohnheiten, haben es mir ermöglicht, die alten monotonen Pfade zu verlassen und dem Publikum etwas Neues auf diesem Gebiet zu bieten" - wie er 1769 in der Folge zu den "Cammini" schreibt. Gegen seine zahlreichen Kritiker entgegnet er am Ende dieses seines letzten geschriebenen Texts: "Falls es jemanden gibt, dem es gefällt, meine Werke der Überspanntheit anzuklagen, bitte ich ihn, mir zu zeigen, gegen welche Gesetze und Regeln des guten Entwurfs, der Proportion, des Charakters und der Form ich gesündigt habe. Falls er nicht in der Lage sein sollte, mir diese Fehler zu zeigen, kann ich kaum die Strafe dafür annehmen, mit welchem Namen meine Werke von denen bezeichnet werden, die alles als Überspanntheit ansehen, das aus dem alten monotonen Stil erwächst. Ich hoffe, das Publikum wird meinen Arbeiten Gerechtigkeit widerfahren lassen und in diesen Entwürfen und denen, die ich in Zukunft machen werde, einen brennenden Eifer für die schönen Künste erkennen, hauptsächlich aber für die Architektur". Nach 1778 Francesco Piranesi gibt die Werke seines Vaters posthum heraus, zum Teil mit Ergänzungstafeln: Zwei Ergänzungstafeln ("Veduta interna del Panteon", "Veduta interna del Colosseo") zu "Vedute di Roma" (die "Veduta interna del Panteon" wird 1790 in den zweiten Teil der "Raccolta de Tempj' antichi" von Francesco aufgenommen); fünf Ergänzungstafeln zu "Trofei di Ottaviano Augusto" (mit verkürztem Titel "Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium e conquista dell' Egitto von varj altri ornamenti antichi disegnate ed incise dal Cavalier Gio. Batta. Piranesi"); eine Ergänzungstafel ("Tempio di Minerva Medici") zu "Alcune Vedute di Archi Trionfali"; neun Ergänzungstafeln zu "Vasi candelabri". 1779: "Dimostrazione dell' Emissario del Lago Fucino". Mit Widmung an König Ferdinand IV. Radiert von Francesco Piranesi nach Zeichnungen des Vaters, die bereits in der zweiten Hälfte der sechziger jahre des 18. Jh. entstanden sind (signiert "Cav. Gio. Batta Piranesi delineo, e incise a l' aquaforti. Cav. Francesco Piranesi incise a bollino"). 1779: "Vier Ansichten von Räumen in Syon House". In: Robert und James Adam, "The Works in Architecture", publiziert in London (Band 2, Teil 4, Tafel 1, 3-5; der erste Band erschien bereits 1773; der zweite zunächst in fünf Lieferungen, die erst 1779 zusammengefaßt wurden): Die vier Radierungen zeigen die Eingangshalle und das Vorzimmer von Syon House, der Residenz des Duke of Northumberland. Piranesi radierte die Blätter bereits zwischen 1761 und 1762 nach Zeichnungen von Robert Adam, die 1761 datiert sind. 1779: Besuch von Ennio Quirino Visconti in der Sammlung Piranesi. Giovanni Lodovico Bianconi verfaßt die "Elogio storico del Cavaliere Giambattista Piranesi celebre antiquario ed incisore di Roma". Der monumentale Kandelaber, den Giovanni Battista Piranesi für sein Grab bestimmt hat, wird durch die lebensgroße Statue von Giuseppe Angelini ersetzt. Danach entsteht 1790 eine Radierung des Sohnes Francesco Piranesi nach einer Zeichnung von Tommaso Piroli, die als letztes Blatt in der Folge "Choix des meilleures statues antiques" enthalten ist. Pietro Labruzzi malt ein posthumes datiertes "Portrait Giovanni Battista Piranesis", basierend auf der Büste von Joseph Nollekens (Rom, Palazzo Braschi). November 1779: Brief Gavin Hamiltons an Charles Townley, in dem er über seine Ausgrabungstätigkeit 1769/70 zusammen mit Giovanni Battista Piranesi in der Villa Hadriana berichtet. Er schildert die schwierige Trockenlegung des Gebietes von Pantanello, seine ersten Funde sowie den Stop der Grabungen, da man glaubte, der Vorgänger Luigi Lolli habe den Rest bereits entdeckt. In diesem aussichtslosen Moment kam eines sonntagmorgens - von der Vorsehung geschickt - Piranesi vorbei, um die Messe in der Kapelle des Conte Fede zu hören. Doch der Priester war noch nicht fertig und so begann Piranesi, um die Zeit zu überbrücken, ein Gespräch mit einem alten Mann namens Centorubie, dem offenbar einzigen Zeugen früherer Grabungen an diesem Ort. Zusammen mit Piranesi und Hamilton am See angelangt, schilderte er, daß Lolli die Grabungen aufgegeben habe, da er die Trockenlegung nicht bewältigen konnte, daß aber noch zwei Drittel der Stelle nicht untersucht seien. Diese Erzählung gab den deprimierten Arbeitern neuen Mut, Hamilton organisierte ein Faß des besten Weines und die Ausgräber gingen erneut ans Werk und fanden schließlich die erstaunlichsten Dinge. Oktober 1783 bis August 1784: Der schwedische König Gustaf III. weilt in Italien und ernennt Francesco Piranesi zum königlichen Agenten für die Schönen Künste in Italien. Francesco verkauft die Sammlung seines Vaters an den schwedischen König; sie wird zum Grundstock des von Gustaf III. ins Leben gerufenen Museums in Stockholm. 1784: Überarbeitetes Titelblatt von Francesco zur Neuausgabe der vier Bände der "Antichità Romane" von Giovanni Battista Piranesi. "Nella Stamperia Salomoni alla Piazza di S. Ignazio"; mit Widmung an König Gustaf III. von Schweden. 1785: Tod von Laura Piranesi; sie hatte offenbar kurz nach dem Tod ihres Vaters einen "Holzschnitzer" der Accademia del Nudo geheiratet und hatte eine Tochter. 1787: Weitere Neuauflage der "Antichità Romane" mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" (1779 datierte Radierung nach einer Zeichnung von Giuseppe Cades) und drei Ergänzungstafeln (zwei 1787 datiert) von Francesco. 1792: Francesco und Pietro Piranesi, "Oeuvres des chevaliers Jean Baptiste e François Piranesi qu'on vend séparément dans la chalcographie des auteurs, hôtel Tomati, rue Felice, près de la Trinité du Mont aux prix suivants". Katalog der Verlagsprodukte im Buchdruck: Das Gesamtwerk von Vater und Söhnen ist in 32 Teile gegliedert und durchnumeriert. Die radierte Vignette enthält eine Ansicht des Pantheon. 1799: Francesco und Pietro Piranesi müssen als überzeugte Jakobiner vor den englischen und neapolitanischen Truppen aus Rom fliehen. Übersiedlung mit dem gesamten Bestand an Kupferplatten nach Paris. Die Calcografia der Brüder Piranesi befindet sich im "Depôt des Machines, rue de l' Université n. 296". 1799-1801: Jacques Guillaume Legrand schreibt seine "Notice historique sur la vie et les ouvrages de J.-B. Piranesi, architecte, peintre, graveur. Redigée sur les notes et les pièces communiquées par ses fils, les compagnons et les continuateurs de ses nombreux travaux" (ms. Paris, Bibliothèque Nationale). Legrand, Schwiegersohn des einst mit Giovanni Battista Piranesi befreundeten Malers Charles-Louis Clérisseau, greift hierzu auf Berichte der Söhne sowie das verlorene autobiographische Manuskript Giovanni Battistas zurück. Der Text war als Vorwort zur Neuausgabe der Radierungen ab 1800 gedacht, wurde jedoch nie in diese übernommen. 1800-1807: Neuausgabe des gesamten graphischen Werks in 27 Bänden in der "Calcographie des Piranesi frères". Verkaufskatalog: Francesco und Pietro Piranesi, "Calcographie des Piranesi Frères. Oeuvres de Jean-Baptise et de François, qui se vendent chez les Auteurs", Versailles 1800. 1807: Francesco und Pietro Piranesi, "Antiquites de la Grande Grèce, aujourd' hui Royaume de Naples, gravées par François Piranesi, membre de l' Académie de Stockolm, ancien Ministre de Suède, et Chevalier de l' Etoile Polaire et de l' Eperon. Premier Volume, contenant les Usages civils, militaires et religieux; le Plan général du Muséum de Portici, dans lequel sont indiquées les Armoires qui renferment les Objets trouvés dans les fouilles de Pompéia, d' Herculanum et de Stabia: le tout accompagné de Détails relatifs aux Arts utiles de tous genres; un second Plan contenant les Peintures à fresque, trouvées dans les mèmes fouilles, avec leurs Descriptions détaillées, et des Recherches sur la beauté de cet Art. A Paris à l' Etablissement des Beaux-Arts, ancien Collège des Grassins, près le Panthéon; - au Dépot général du Palais du Tribunat; et chez Leblanc, Imprimeur-Libraire, maison Abbatiale Saint-Germain-des-Prés, n.° 1. 1807." Band 1. Die ersten beiden Tafeln wurden von Francesco Piranesi gezeichnet und radiert, die restlichen radierte er nach Zeichnungen des Vaters Giovanni Battista. 1807: Francesco und Pietro Piranesi, "Antiquites de la Grande Grèce, aujourd' hui Royaume de Naples, gravées par François Piranesi, membre de l' Académie de Stockolm et ancien Ministre de la Cour de Suède à celle de Rome, d' après les dessins originaux et les observations locales du feu célèbre architecte, peintre, sculpteur, graveur le Chev. Jean-Baptiste Piranesi; rédigées et expliquées par Antoine-Joseph Guattani à Paris, chez les Piranesi, frères, rue Saint-Honoré, place du Tribunat, n.° 1354; Leblanc, Imprimeur-Libraire, place et maison Abbatiale Saint-Germain-des-Prés, n.° 1121. An XII.-1804". Band 2. Das Frontispiz wurde von Francesco Piranesi gezeichnet und radiert, die restlichen Tafeln wurden überwiegend von Francesco, 7 jedoch vom Bruder Pietro nach Zeichnungen des Vaters Giovanni Battista radiert. Das Titelblatt trägt das Erscheinungsdatum 1804, obgleich die Blätter 1804, 1805 und 1806 datiert sind. Nach 1807: Francesco und Pietro Piranesi, "Antiquites de la Grande Grèce, aujourd' hui Royaume de Naples, gravées par François Piranesi, membre de l' Académie de Stockolm, ancien Ministre de Suède et Chevalier de l' Etoile Polaire et de l' Eperon. Contenant les Usages civils, militaires et religieux; le Plan général du Muséum de Portici, dans lequel sont indiquées les Armoires qui renferment les Objets trouvés dans les fouilles de Pompéia, d' Herculanum et de Stabia: le tout accompagné de Détails relatifs aux Arts utiles de tous genres; un second Plan contenant les Peintures à fresque, trouvées dans les mèmes fouilles, avec leurs Descriptions détaillées, et des Recherches sur la beauté de cet Art". Band 3. 1 Blatt von Pietro Piranesi gezeichnet und radiert; 1 Blatt radierte Francesco Piranesi nach einer Zeichnung von Tommaso Piroli, 2 nach Zeichnungen des Vaters Giovanni Battista; die restlichen Blätter wurden von Francesco gezeichnet und radiert. Die Calcografia Piranesi gerät mehr und mehr in finanzielle Schwierigkeiten. 1808: Rückkehr Pietro Piranesis nach Rom. Er verlegt die zwei Bände des dänischen Archäologen Johann Georg Zoega, "Li bassirilievi antichi di Roma incisi da Tommaso Piroli colle illustrazioni di Giorgio Zoega. Publicati da Pietro Piranesi". Anschließend keine Hinweise mehr auf Pietro Piranesi. 23. Januar 1810: Tod von Francesco Piranesi in Paris. 17. Dezember 1810: Verkauf des Besitzes von Francesco Piranesi. Katalog: "Notice de tableaux, gouaches, dessins, estamapes, recueils, marbres, scajola de Rome, terre cuites, soufres, vases de Portici, pièces d' ornements et de services en terre de Morfontaine, et autres objets, après le décès de M. François Piranesi, par François-Léandre Regnant-Delalande. Vente lundi 17 Décembre... aus Palais Royale, Paris 1810". 1816: Antonio d' Este fertigt eine Büste mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" (Rom, Musei Capitolini; Stiche danach in: Guattani, "Memorie Enciclopedie", Rom 1817, Bd. 6, S. 38; "Serie di vite e ritratti di famosi personaggi degli ultimi tempi", Mailand 1818, Bd. 3: Bramanti dis./ A. Sasso inc.; "Vite e ritratti d' uomini e donne illustri degli ultimi tempi", Rom 1821, Bd. 1, S. 37: Pinelli sc.). 1819: Große Verkaufsaktion im Palais du Louvre, Saal 16, durch die beiden neuen Repräsentanten der Calcografia Piranesi, den Buchhändler M. Lamy, quai des Augustins n. 21, sowie den Drucker V. Cussac, rue Montmartre n. 30. Verkaufstkatalog: "Prospectus de L' Etablissement des Piranesi développement et detail des articels sous le n. 1163, du Livre de L' exposition publique, des produits de l' industrie français, au Palais du Louvre". 6. August 1820: Pietro Biagi hält einen Vortrag an der Akademie in Venedig zum Thema "Sull' incisione e sul Piranesi". Die Publikation aus demselben Jahr enthält zudem den Brief Giovanni Battista Piranesis an seine in Venedig lebende Schwester vom 27. März 1778. 1829: Die Firma Firmin-Didot erwirbt die Kupferplatten und publiziert 1835-1839 eine weitere Gesamtausgabe mit neuer, durchgehender Numerierung. 1831: James Kennedy publiziert seinen Aufsatz "Life of the Chevalier Giovanni Battista Piranesi", in der Londoner Zeitschrift Library of the Fine Arts or Repertory of Painting, Sculpture, Architecture and Engraving. 1839: Papst Gregor XVI. erwirbt die Kupferplatten und läßt sie nach Rom in die Calcografia Camerale in der Via della Stamperia (ab 1870 Regia Calcografia, anschließend Calcografia Nazionale, heute im Istituto Nazionale per la Grafica) zurückführen. 1888: Erneute Gesamtauflage der Werke der Familie Piranesi.
      (Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung; Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Corinna Höper / Susanne Grötz)
    • Literatur:Thieme-Becker, Bd. 27, 1933
    • Normdaten:ULAN 500114965; GND 118594575
     

    Giovanni Battista Piranesi


    • Namensvarianten:Tiseio, Salcindio
    •  Architekt
    • geboren:1720.10.04, Mogliano Veneto
    • gestorben:1778.11.09, Rom
    • zuerst erwähnt:
    • Schaffenszeit:1735-1778 in Italien
    • zuletzt erwähnt:
    • tätig in:Rom
    • Katalogtext: (Mogliano/Mestre 4.10.1720-9.11.1778 Rom) Sohn des Steinmetzen (tagliapietra) Angelo (Anzolo) Piranesi und der Laura Lucchesi. Die Familie des Vaters stammte aus Pirano in Istrien, der Bruder der Mutter, Matteo Lucchesi, war leitender Architekt am "Magistrato delle Acque", dem staatlichen Amt für die Unterhaltung der Schutzbauten Venedigs gegen das Meer sowie die Regulierung des Wasserstands der Lagune. Matteo Lucchesi verfaßte 1730 die "Riflessioni sulla pretesa scoperta del sopraornato toscano fatte da Matteo Lucchese architetto veneziano". 8. November 1720: Taufe in S. Moisè, Venedig. Taufpaten waren Giovanni Widman und Maddalena Facchieri. Giovanni Widmans Sohn heiratete 1740 Quintilia Rezzonico. Dadurch wurden offenbar schon erste Verbindungen zur Familie Rezzonico geebnet, deren Vertreter, insbesondere Kardinal Giovanni Battista Rezzonico sowie dessen Onkel, Carlo Rezzonico, ab 1758 Papst Clemens XIII., zu Giovanni Battista Piranesis wichtigsten Gönnern gehörten. Zwischen 1735 und 1740 erster Unterricht beim Onkel Matteo Lucchesi sowie Studium der Architektur bei Giovanni Scalfarotto, der wie Lucchesi am "Magistrato delle Acque" tätig war. Dessen Hauptwerk ist die 1718-1738 errichtete Kirche SS. Simeone e Giuda in Venedig, eine Mitarbeit des jungen Giovanni Battista Piranesi ist zu vermuten. Zusammen mit seinem Neffen Tommaso Temanza restaurierte Scalfarotto u. a. 1735 die Brücke und den Augustus-Bogen in Rimini, die Piranesi in seinen "Alcune Vedute di Archi Trionfali" abbilden wird; Temanza würdigte Piranesi später in seiner Schrift "Zibaldon" 1778. Weitere Ausbildung beim Kupferstecher und Radierer Carlo Zucchi. Die von Piranesis Biographen Jacques Guillaume Legrand erwähnte Lehre bei dem Architekten und Bühnenbildner Ferdinando Galli Bibiena in Bologna ist eher unwahrscheinlich. Mit Sicherheit jedoch kannte Giovanni Battista Piranesi die verschiedenen Traktate über Perspektive und Bühnendekor von Ferdinando Galli Bibiena, "L' Architettura civile preparata sulla Geometria e ridotta alle Prospettive", 1711, und dessen Sohn Giuseppe Galli Bibiena, "Architettura e Prospettive dedicata alla Maestà di Carlo VI", 1740. Von seinem Bruder Angelo, einem Kartäusermönch, erhält Giovanni Battista Piranesi Unterricht in römischer Geschichte und lateinischer Sprache. Kontakt hat er vermutlich auch mit den Lehren des Franziskaners Carlo Lodoli. 17. August 1740: Papst Benedikt XIV. besteigt den Stuhl Petri. Im September/Oktober diesen Jahres reist Piranesi erstmals nach Rom im Gefolge des neuen venezianischen Botschafters Francesco Venier. Er wohnt zusammen mit dem Bildhauer Antonio Corradini im Palazzo Venezia, der zuvor mit Johann Bernhard Fischer von Erlach zusammengearbeitet hatte und Piranesi auf dessen 1721 in Wien publizierten "Entwurff einer Historischen Architectur" aufmerksam macht (zwei Zeichnungen Piranesis nach Fischer von Erlach in New York, Pierpont Morgan Library). Kurze Lehrzeit bei den Ruinen- und Bühnenmalern Domenico und Giuseppe Valeriani. Erste Kontakte zu den Architekten Luigi Vanvitelli und Nicola Salvi, dessen "Fontana di Trevi" seit 1732 im Bau war, sowie mit dem Bibliothekar der Familie Corsini, Giovanni Gaetano Bottari. 1741: Giovan Lorenzo Barbielli, "Roma moderna distina per Rioni", darin die ersten "Kleinen Veduten" von Piranesi: "S. Giovanni in Laterano", "Fontana di Trevi", "S. Sebastiano fuori le mura", "S. Paolo fuori le mura", "Castel S. Angelo". Erste archäologische Studien in der Villa Hadriana: Giovanni Battista Piranesi kratzt seinen Namen und die Jahreszahl in einen Stein am sog. "Stadion". 1741-1743: Ausbildung im Atelier von Giuseppe Vasi. Vermutlich Mitarbeit an den ersten von dessen 200 Radierungen zu "Delle magnificenze di Roma antica e moderna", 10 Bde., publiziert zwischen 1747-1761. 1743: "Prima Parte di Architetture, e Prospettive inventate, ed incise da Gio. Batta. Piranesi Architetto Veneziano dedicate al Sig. Nicola Giobbe", "Nella Stamperia de' Fratelli Pagliarini, Mercanti Librari, e Stampatori a Pasquino". Der Zusatz im Titelblatt mit Piranesis Pseudonym "Salcindio Tiseio", das er bei den Arcadiern führte, erscheint ab der zweiten Auflage 1743/44; die Widmung an Nicola Giobbe, einem aus Venedig stammenden Bauunternehmer, Kunstkenner und -sammler sowie Besitzer einer umfangreichen Bibliothek, wird in Auflagen ab 1748 getilgt, da dieser im selben Jahr verstorben war. Die Radierung "Atrio dorico" ist nur in den ersten beiden Auflagen bis 1744 vorhanden, später fehlt sie, vielleicht war die Platte beschädigt oder zerstört? Ab 1747 werden den Darstellungen Textplatten hinzugefügt und die Abbildungen umbenannt; Tafel 3 erscheint in einer variierten Kopie, vier Tafeln werden ergänzt, davon eine, die bereits um 1743/44 entstanden ist, sowie drei, die 1747 datiert sind; eine weitere 1748 datierte Tafel wird anschließend hinzugefügt; Auflagen mit Ergänzungstafeln erscheinen ab 1750 in der Sammelpublikation Opere Varie. Anfang der sechziger Jahre werden weitere fünf Tafeln ergänzt sowie fünf aus den "Lettere di Giustificazione" übernommen. Im ab 1761 erscheinenden "Catalogo delle Opere", dem Werkverzeichnis Piranesis, wird die Folge in allen Auflagen lediglich unter dem Sammeltitel "Architetture diverse inventate sul gusto degli antichi Romani in ventisette Tavole in foglio atlantico al prezzo di quattro Scudi Romani" genannt. Auszug aus der Widmung :"Das dritte Jahr vollendet sich, verehrtester Herr Nicola, seit mich die edle Sehnsucht ergriff... an jenen erhabenen Resten, die uns von der alten Herrlichkeit und Größe Roms übriggeblieben sind, die höchste Vollkommenheit zu bewundern... So verließ auch ich meine heimatliche Provinz und kam... in diese königlichste aller Städte. Ich will Euch nicht nochmals das Staunen erzählen, das ich empfand, als ich nun aus der Nähe beobachten durfte: sei es die genaueste Perfektion der Bauteile, die Erlesenheit und das maßvolle Volumen der Steine, die man an jeder Ecke antrifft, sei es die mächtige Weite des Raumes, den einst die Theater, die Foren, die kaiserlichen Paläste einnahmen. Ich will Euch nur sagen, daß diese sprechenden Ruinen meinen Geist mit solchen Bildern erfüllten, wie sie die noch so exakten Pläne, die der unsterbliche Palladio von diesen selben Bauten gemacht hat, ... mir niemals eingegeben hatten. So kommt es, daß in mir der Wunsch entstand, einige dieser Bilder der Welt zu offenbaren. Da aber zugleich kein heutiger Architekt hoffen darf, auch nur ein einziges von ihnen auszuführen..., so sehe ich für mich oder irgendeinen modernen Baumeister keinen anderen Weg, als die eigenen Ideen durch Entwürfe kundzutun... Aus keinem anderen Grunde habe ich während meines Aufenthaltes in dieser Weltstadt daran gearbeitet, meinen wie auch immer einzuschätzenden Kenntnissen in der Architektur die andere Kunst beizufügen: meine Eingebungen nicht nur zu zeichnen, sondern auch auf die Kupferplatte zu bringen". 1743/1744: Reisen nach Pola, Verona, Rimini und Ancona. Reise nach Neapel, Herculaneum und Pompeji (mit Antonio Corradini). Begegnung mit Camillo Paderni, dem Direktor des Museums von Portici, in dem die ersten Funde der 1738 begonnenen Ausgrabungen in Herculaneum aufbewahrt wurden; dieser fordert ihn auf, die antiken Monumente in Radierungen zu überliefern. Zwischen Mai und Herbst 1744 in Venedig. 29. Mai 1744: Brief Giovanni Battista Piranesis an Monsignore Giovanni Gaetano Bottari, in dem er sich für dessen Unterstützung in Rom bedankt. Weiterbildung im Atelier von Giovanni Battista Tiepolo. Dessen Folge mit Radierungen unter dem Titel "Capriccj" erschienen 1742 in Antonio Maria Zanettis "Diversarum Iconum Seriem" sowie 1749 in Zanettis "Raccolte di varie stampe e chiaroscure": dort werden sie auf einem Textblatt "Varie capricciose invenzioni" genannt (eine separate Ausgabe durch den Sohn Giovanni Domenico Tiepolo, mit eigenem Titelblatt "Varj Capriccj", entstand erst 1785). Auch von Tiepolos Radierungen "Scherzi di Fantasia" sind wohl einige noch in den vierziger Jahren entstanden, komplett wurden sie 1775, ebenfalls vom Sohn herausgegeben. Giovanni Battista Piranesi wird durch sie zur Beschäftigung mit dem Thema Capriccio angeregt, auch hat Tiepolos freie Radiertechnik nachhaltigen Einfluß auf ihn. Ab Oktober 1744 wieder in Rom. Mitarbeit an "Pianta del corso del Tevere e sue adjacenze dallo sbocco della nera fino al mare e profilo di livellazione del medesimo il tutto fatto l' anno MDCCXLIV per comando di N. S. Papa Benedetto XIV felicemente regnante" von Carlo Nolli nach Zeichnungen von Andrea Chiesa und Bernardo Gambarini sowie mit einer Widmung an Papst Benedikt XIV. Von Piranesi stammen die Titelkartusche, die Eichengirlande, zwei Maßskalen sowie die Veduten von Ponte Molle, Ponte S. Angelo mit Castel S. Angelo, Ponte dei Quattro Capi, Ponte Ferrato mit S. Bartolomeo all' Isola, Ponte Felice sowie Ponte Sisto. 1744: "La real villa dell' Ambrogiana" (nach einer Zeichnung von Giuseppe Zocchi), Tafel 17 in: "Vedute delle ville e d' altri luoghi della Toscana, da Giuseppe Zocchi illustrata con le acqueforti di vari incisori dai disegni di Giuseppe Zocchi, edita da Giuseppe Allegrini stampatore in rame Firenze 1744". Erste Auflage bei Giuseppe Allegrini in Florenz 1744; zweite und dritte Auflage bei Giuseppe Bouchard 1754 und 1757 ebenfalls in Florenz. Die übrigen Radierungen stammen von Giuseppe Benedetti, Marcantonio Corsi, Philothée François Duflos, Giuseppe Filosi, Vincenzo Franceschini, Giuliano Giampiccioli, Michele Marieschi, Nicolò Mogalli, Pietro Monaco, Filippo Morghen, Johann Sebastian Mueller und Joseph (Giuseppe) Wagner. Bis Mai 1745 in Rom. Weitere der "Kleinen Veduten" werden in Fausto Amidei, "Varie Vedute di Roma antica e moderna disegnate e intagliate da celebri Autori" publiziert. Auflage 1745 mit 27 Veduten von Piranesi; Auflage 1745 mit 47 von Piranesi signierten Radierungen; Auflage 1748, mit 51 Veduten von Piranesi (47 davon nach eigenen Zeichnungen); Auflage 1748 (mit 16 signierten Radierungen Piranesis); Auflage 1750 mit 47 Veduten von Piranesi (fünf dieser Veduten bereits 1741 in Giovan Lorenzo Barbielli, "Roma moderna distina per Rioni"). Weitere spätere Ausgaben der "Kleinen Veduten": Giovanni Bouchard, "Varie vedute di Roma antica e moderna disegnate e intagliate da celebri Autori in Roma", 1748. Pietro Rossini, "Il Mercurio errante delle grandezze di Roma", 1750 (mit 7 Veduten von Piranesi; Neuauflagen u. a. 1771 und 1789 mit jeweils zwei Veduten von Piranesi). Giovanni Bouchard, "Raccolta di Varie Vedute di Roma si antica che moderna intagliata in maggior parte dal celebre Giambattista Piranesi e da altri incisori", 1752 (mit 48 signierten Veduten von Piranesi sowie drei weiteren ihm zugeschriebenen). Ridolfino Venuti, "Accurata e succinta descrizione topografica delle Antichità di Roma", 1763 (mit 20 signierten Veduten von Piranesi). "Accurata e succinta descrizione topografica e istorica di Roma moderna, opera postume dell' Abate Ridolfino Venuti Cortonese", 1766 (mit 31 Radierungen von Piranesi). Die Platten waren nie Piranesis Eigentum, daher fehlen sie im Bestand der Calcografia Nazionale; einige befanden sich später im Besitz von Stefano Piale, der sie 1815 erneut publizierte. Ab Juli 1745 wieder in Venedig 1746 entwirft Giovanni Battista Piranesi zur Feier der Genesung des befreundeten Bildhauers Jacques Saly, Stipendiat der Französischen Akademie in Rom, eine Festdekoration mit Feuerwerk. Ab September 1747 wieder in Rom als Agent von Joseph (Giuseppe) Wagner. Wohnung gegenüber der Accademia di Francia (Palazzo Mancini) in der Via del Corso. In Giovanni Battista Piranesis Radierungen erscheint die Adresse "in Roma in faccia all' Accademia di Francia" oder "dirimpetto l' Accademia di Francia in Roma". Beginn des engen Kontakts zu Stipendiaten der Französischen Akademie, der u. a. zu Freundschaften mit den Malern Charles-Louis Clérisseau und Hubert Robert führt; Louis-Joseph Le Lorrain wird die Vorlage für die von Giovanni Battista Piranesi radierte Vignette in den "Opere Varie" von 1750 zeichnen, Jean Barbault wird ihn später als Radierer in den "Antichità Romane" von 1756 unterstützen. Ab Herbst 1747 Beginn der Arbeit an den "Vedute di Roma disegnate ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Ve(nez)iano"; die Folge wird bis zu Piranesi Tod 1778 insgesamt 135 Radierungen inclusive Titelblatt und Frontispiz umfassen. In der Dedikation der 1748 publizierten "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica" an Monsignore Giovanni Gaetano Bottari erwähnt Giovanni Battista Piranesi, daß er größere Dinge als diese im Sinne habe, die er der Welt enthüllen wolle: "Maggiori cose, che non sono queste, io ho in pensiero di far al Mondo palesi", womit wohl die "Vedute di Roma" gemeint sind. Zunächst publiziert bei Giovanni Bouchard: 1751 sind 34 Blätter fertiggestellt, die Bouchard in "Le Magnificenze di Roma" publiziert; 1756 sind es 39 laut der Liste in den "Antichità Romane". Die "Veduta dell' avanzo del Castello, che prendendo una porzione dell' Acqua Giulia" wurde 1753 auch in die Folge "Trofei di Ottaviano Augusto" integriert. In den einzelnen Auflagen werden die Platten zugunsten dramatischer Hell-Dunkel-Effekte immer wieder überarbeitet. Einzig die Vedute der "Piramide di C. Cestio" wird erheblich verändert: in der Überarbeitung noch vor 1760 stößt die Pyramide nun an den oberen Blattrand, der buschartige Bewuchs des Bauwerkes wird reduziert. Ab 1761 gibt Piranesi die "Vedute di Roma" im eigenen Verlag heraus; von diesem Zeitpunkt an sind sie auch einzeln in den 27 Zuständen des "Catalogo delle Opere" aufgelistet (im ersten Zustand sind es 59 Stück). Einzig datiert ist die "Veduta della Cascata di Tivoli": "Eques Piranesius del. sulp. 1766", womit Piranesi auf den ihm neu verliehenen Titel eines "Cavaliere" hinweist. Posthume Auflagen von Francesco Piranesi nach 1778 erscheinen zuweilen auch gebunden und mit zwei Ergänzungsblättern des Sohnes: "Veduta interna del Panteon" und "Veduta interna del Colosseo". Ihnen ist meist die um 1774 entstandene "Pianta di Roma e del Campo Marzo" beigegeben. 1747/1749: "Grotteschi". Zunächst in separater Ausgabe publiziert, ab 1750 in "Opere Varie . Drei der vier Blätter tragen die Adresse "gegenüber der Französischen Akademie" am Corso. Die Blätter stehen vielleicht in Verbindung mit einer 1747/48 geplanten Neuedition der 1697 publizierten aber nicht vollständigen "L' historia universale provata coi monumenti e figurata coi simboli degli antichi "von Francesco Bianchini, zu der Piranesi Abbildungen plante. Um 1746/1748: "Architekturcapriccio mit dem Sturz des Phaeton". Offenbar (wegen eines Fehlers beim Ätzen des Metalls?) verworfene und nie gedruckte Radierung, die in den sechziger Jahren des 20. Jh. auf den Rückseiten zweier Platten der "Vedute di Roma" entdeckt wurde: "Veduta della Piazza di Montecavallo" und "Veduta della Basilica di S.ta Maria Maggiore"; beide werden um 1746-48 datiert. 1748: "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica, e de' primi Imperatori, disegnate, ed incise da Giambattista Piranesi architetto Veneziano. E dallo stesso dedicate all' Illmo e Revmo Sig. Monsig. Giovanni Bottari capellano segreto di N. S. Benedetto XIV. uno de custodi della Biblioteca Vaticana, e canonico di S. Maria in Trastevere. Parte Prima Roma si vende dall' Autore dirimpetto l' Academia di Franzia". Mit zwei Tafeln nach Zeichnungen von Israel Silvestre. Die Radierung "Arco di Galieno" ist im Inhaltsverzeichnis nicht aufgeführt. Zweite Ausgabe nach 1767 mit neuem Titel "Alcune Vedute di Archi Trionfali, ed altri monumenti inalzati da Romani parte de quali si veggono in Roma e parte per l' Italia, um Verwechslungen mit den 1756 publizierten 4 Bänden der Antichità Romane" zu vermeiden. Posthume Ausgaben enthalten zwei Ergänzungstafeln: eine von Giovanni Battista Piranesi, 1775 radiert nach einer Zeichnung von Roger Newdigate, sowie eine weitere vom Sohn Francesco Piranesi. 1748: Mitarbeit an "La Topografia di Roma di Gio. Battista Nolli dalla Maggiore in questa minor Tavola dal Medesimo Ridotta inserita in successione alla tavola 32 della Nuova Pianta di Roma data in luce da Giambattista Nolli l' anno MDCCXLVIII", mit Widmung an Kardinal Alessandro Albani. Nolli radierte die kartographischen Angaben, Piranesi die Veduten im unteren Teil des Blattes: Piazza S. Pietro, Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona, Basis der Trajans-Säule, S. Croce in Gerusalemme, Fontana di Trevi, S. Maria Maggiore sowie den Palazzo della Consulta.Vermutlich entstanden die Radierungen bereits zwischen 1741 und 1743, obgleich der Plan erst 1748 publiziert wurde. 22. August 1749: Pier Leone Ghezzi fertigt die datierte Karikaturzeichnung mit dem "Portrait Piranesis" an (London, British Museum). Um 1750 (?): "Camere sepolcrali degli Antichi Romani le quali esistono dentro e fuori di Roma". 11 Tafeln, ab 1756 aufgenommen in "Antichità Romane": Ein Plan und fünf Ansichten von Piranesi, fünf Radierungen aus Francesco Bianchini, "Camera ed Iscrizioni sepolcrali de' Liberti, Servi ed Ufficiali della Casa di Augusto", 1737; vier davon signiert vom Radierer Girolamo Rossi nach Zeichnungen von Antonio Buonamici (die fünfte vermutlich auch von diesem). 1750: "Opere Varie di Architettura, Prospettiva, Groteschi Antichità inventate, ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Veneziano raccolte da Giovanni Bouchard Mercante Librajo al Corso". Sammelband mit: Frontispiz mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" von Felice Polanzani (ab 1756 in "Antichità Romane", ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in den "Opere Varie"); "Prima Parte" mit Ergänzungen ab 1747 (zweite Auflage, erster Zustand); bis zu 26 "Vedute di Roma" sowie das Frontispiz der "Vedute di Roma" in zwei Hälften (erster Zustand); "Grotteschi" (zweite Auflage, erster Zustand); "Pianta di ampio magnifico Collegio" (zweiter Zustand); "Parte di ampio magnifico Porto" (zweiter oder dritter Zustand); "Invenzioni capric di Carceri all' acqua forte datte in luce da Giovani Buzard in Roma Mercante al Corso" (ab zweitem Zustand Änderung des Namens "Buzard" in "Bouchard"; dieser Zustand wird erstmals in "Le Magnificenze di Roma" 1751 publiziert); "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica" (erster Zustand); sowie in einem erhaltenen Exemplar auch die "Camere sepolcrali". Der Band wurde in Auflagen zwischen 1750 und 1761 bei Giovanni Bouchard mit der Vignette von Louis-Joseph Le Lorrain im Titelblatt publiziert. Ab 1761 erscheint er mit einem leicht veränderten Titelblatt ("Opere Varie di Architettura, Prospettive, Grotteschi Antichità sul gusto degli antichi Romani inventate, ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Veneziano. si vendono presso l'autore nel palazzo del Signor Conte Tomati su la strada Felice alla Trinità de' Monti") sowie der Vignette von Piranesi im eigenen Verlag. Diese Version wird bis 1797 vom Sohn Francesco Piranesi weitergedruckt. Ab 1761 enthalten die "Opere Varie" auch die "Trofei di Ottaviano Augusto". Eine weitere Version des Titelblatts erscheint zwischen 1798 und 1799 mit der Adresse "Si vendono presso l' Autore nel palazzo Bernini incontro S. Andrea delle Fratte". Die Vignette von Piranesi erscheint bereits seit 1751 im Titelblatt von "Le Magnificenze di Roma". Zur Entstehung der "Pianta di ampio magnifico Collegio" überliefert William Chambers, der 1750 nach Rom kam, eine Anekdote: "Ein gefeierter italienischer Künstler, der an Geschmack und überschäumender Phantasie seinesgleichen suchte und der in Bezug auf die Wirkung, die er seinen Kompositionen auf dem Papier zu geben vermochte, kaum von anderen erreicht worden ist, verstand nur wenig von Konstruktion und Kalkulation und weniger noch von der Planung bewohnbarer Gebäude oder der Art und Weise der Ausführung solcher Pläne in der Wirklichkeit, obwohl er sich selbst als Architekt bezeichnete. Als einige Stipendiaten der Französischen Akademie in Rom ihm in meinem Beisein vorwarfen, keine Grundrisse entwerfen zu können, da schuf er einen besonders komplizierten Plan, der dann in seinen Werken veröffentlicht worden ist und der hinreichend bestätigt, daß dieser Vorwurf nicht ganz aus der Luft gegriffen war". 1751: "Le Magnificenze di Roma le più remarcabili consistenti in gran numero di stampe nelle quali vengano rappresentate le più conspicue fabbriche di Roma moderna, e le rimaste dell' antica, anche quelle, che sparse sono per l' Italia con l' aggiunta ancora di molte invenzioni di prospettiva sulla maniera degl' antichi Romani, come anche di molti capricci di Carceri sotteranee. Il tutto con singolar gusto, e studio diligentemente delineate, inventate, ed incise da Giambattista Piranesi Architetto Veneziano, e raccolte da Giovanni Bouchard Mercante Librajo al Corso". Sammelband mit: Frontispiz mit dem "Portrait Piranesis" von Felice Polanzani; 34 "Vedute di Roma"; "Prima Parte" (zweite Auflage, erster Zustand); "Grotteschi" (zweite Auflage, erster oder zweiter Zustand); "Pianta di ampio magnifico Collegio" (zweiter Zustand); "Parte di ampio magnifico Porto" (dritter Zustand); "Invenzioni capric di Carceri all' acqua forte datte in luce da Giovani Bouchard in Roma Mercante al Corso" (erste Auflage, zweiter oder dritter Zustand); "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica". 1752: Heirat mit Angela Pasquini, der Tochter des Gärtners des Principe Corsini. Trauzeuge war der befreundete Verleger Giovanni Bouchard. Aus der Ehe gehen mehrere Kinder hervor: geboren wurden 1754 Laura, 1761 Faustina Clementina Ludovica (getauft 3.1.1761), die kurz darauf starb, 1761 Francesco, 1764 Angelo, 1767 Anna Maria (später Suor Maria Agnese Luisa), 1768 ein erster Pietro, der im Kindesalter starb, 1774 Pietro, 1775 Luigi, der im Kindesalter starb. Verwendung der Mitgift von 150 piastri für den Kauf von Kupferplatten zu "Antichità Romane". 1753: "Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium ed conquista dell' Egitto. Con vari altri ornamenti diligentemente ricavati dagli avanzi più preziosi delle fabbriche antiche di Roma utili a pittori scultori ed architetti disegnati ed incisi da Giambattista Piranesi architetto Veneziano. Si vendono in Roma da Giovanni Bouchard mercante librajo sul corso a S. Marcello in Roma". Die Vignette des Titelblatts wurde als Tafel 18 in "Le Rovine del Castello dell' Acqua Giulia" 1761 wiederverwendet; die 1751-53 entstandene "Veduta dell' avanzo del Castello, che prendendo una porzione dell' Acqua Giulia" stammt ursprünglich aus den "Vedute di Roma". Die Folge wurde nach 1761 in die "Opere Varie" aufgenommen. In posthumen Ausgaben des Sohnes Francesco wird der Titel verkürzt: "Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium ed conquista dell' Egitto con varj altri ornamenti antichi disegnati ed incisi dal cavalier Gio. Batta. Piranesi"; diese Ausgaben enthalten fünf Ergänzungstafeln von Francesco Piranesi. Die Publikation der im Volksmund als "Trophäen des Marius" bekannten beiden Skulpturenensembles, die 1590 von der Fassade des Kastells der Acqua Giulia auf Michelangelos Capitolsplatz transferiert wurden, entstand offenbar als "römische Antwort" auf den 1752 erschienenen ersten von sieben Bänden von Anne-Claude Philippe de Tubières Comte de Caylus, "Recueil d' antiquités égyptiennes, étrusques, grecques, romaines et gauloises", in dem dieser die "plus noble simplicité" (die edle Einfalt) der griechischen Kunst beschworen hatte. Die Zeile im Titel "utili a pittori scultori ed architetti" weist die Folge als eine Art Lehr- und Anleitungsbuch für Künstler aus. 1754: Geburt der Tochter Laura Piranesi in Rom. Begegnung mit Robert Adam, dem Giovanni Battista Piranesi 1762 die Folge "Il Campo Marzio" widmen und für dessen Publikation "The Works in Architecture of Robert and James Adam" er 1761/62 vier Radierungen anfertigen wird, die jedoch erst 1779 publiziert werden. Juni 1754: Brief von Robert Adam an seinen Bruder James mit einem ersten Hinweis auf die "Ichnographia", den großen Plan des Marsfelds, sowie der Mitteilung, daß Giovanni Battista Piranesi "gedroht" habe, Adam den Plan zu widmen. Beim Abschiedsbesuch Adams in Piranesis Atelier im April 1757 findet er den Künstler an der Arbeit zu dieser Dedikation. Der Plan wird 1762 in die Folge "Il Campo Marzio" aufgenommen. Juli 1754: Robert Adam berichtet von gemeinsamen Ausflügen mit Piranesi und dem Maler Charles-Louis Clérisseau "... where we shall be very merry with Piranesi who is always brisk, always allegro". 1756: "Le Antichità Romane. Opera di Giambattista Piranesi architetto Veneziano divisa in quattro tomi nel primo de' quali se contengono gli avanzi degli antichi edifizi di Roma, disposti in tavola topographica secondo l'odierna loro esistenza ed illustrati co' frammenti dell' antica iconografia marmorea, e con uno indice critico della loro denominazione arrichito di tavole suppletorie fralle quali si dimostrano l' elevazione degli stessi avanzi: l' andamento degli antichi acquedotti nelle vicinanze e nel dentro di Roma, correlatico al commentario Frontiniano ivi esposto in compendio: la pianta delle terme le più cospicue: del Foro Romano colle contrade circonvicine: del monte Capitolino: ed altre le più riguardevoli. Nel secondo, e nel terzo gli avanzi de' monumenti sepolcrali esistenti in Roma, e nell' agro Romano colle loro rispettive piante, elevazioni, sezioni, vedute esterne ed interne: colla dimostrazione de' sarcofagi, ceppi, vasi cenerarj, e unguentarj, bassirilievi, stucchi, musaici, iscrizioni, e tutt' altro ch' è stato in essi ritrovato: e colle loro indicazioni, e spiegazioni. Nel quarto i ponti antichi di Roma che inoggi sono in essere, colle vestigia dell' antica isola Tiberina, gli avanzi de teatri, de' portici, e di altri monumenti, eziando colle loro indicazione e spiegazioni. Nella stamperia di Angelo Rotilj nel Palazzo de' Massimi. Con licenza de' superiori si vendono i Roma dai signori Bouchard, e Gravier mercanti libraj al coros presso San Marcello". 4 Bände. Unter Wiederverwendung der bereits um 1750 entstandenen "Camere sepolcrali degli antichi Romani le quali esistono dentro e fuori di Roma". Band 1: Unter anderem Frontispiz: "Portrait Giovanni Battista Piranesis" von Felice Polanzani (seit 1750 in "Opere Varie"); Titelblatt zunächst mit Widmung an James Caulfield, Lord Charlemont: "Nobilissimo viro utilitati publicae nato Iacobo Caulfield vicecomiti de Charlemont regni Hiberniae patricio quod Romae dum degeret ingeniis favebat artes promovebat Ioannes Baptista Piranesius architectus Venetus". Als dieser die versprochene Finanzierung zurückzieht, Tilgung der Widmung in der Art einer "damnatio memoriae", das Wappen Charlemonts wird als zerstört wiedergegeben. Die Widmung lautet nun: "Urbis aeternae vestigia e ruderibus temporumque iniuriis vindicata aeneis tabulis incisa I. B. Piranesius venet Romae degens aevo suo posteris et utilitati publicae C. V. D." Als Rechtfertigung verfaßt Giovanni Battista Piranesi 1757 die "Lettere di Giustificazione scritte a Milord Charlemont". Band 2: Unter anderem neun Tafeln in Zusammenarbeit mit Jean Barbault ("Barbault scolpì le figure"); in Auflagen ab 1761 werden im Inhaltsverzeichnis Adresse und Preis ergänzt. Band 3: Unter anderem fünf Tafeln übernommen aus Francesco Bianchini, "Camera ed Iscrizioni sepolcrali de' Liberti, Servi ed Ufficiali della Casa di Augusto", 1737; vier davon signiert vom Radierer Girolamo Rossi nach Zeichnungen von Antonio Buonamici (die fünfte vermutlich auch von diesem); fünf Tafeln in Zusammenarbeit mit Jean Barbault. Band 4: Unter anderem Ergänzungen Giovanni Battista Piranesis in späteren Auflagen: ab 1757 "Avanzi di un Collegio di Silvano Aureliano", nach 1767 "Dimostrazione in grande di alcune delle parti doriche del primo ordine del Teatro di Marcello" sowie "Pianta del Tempio di Giunone dentro i Portici d' Ottavia" und "Del Tempio di Giunone dentro i portici d' Ottavia". Auszug aus dem Vorwort der Erstauflage: "Da ich sah, daß die Überreste der antiken Bauten Roms, die zum großen Teil über die Gärten und andere landwirtschaftlich genutzte Flächen verstreut sind, von Tag zu Tag mehr zusammenschrumpfen, teils durch die Verwüstungen der Zeit, teils durch die Habgier der Besitzer, die mit barbarischem Gleichmut die Ruinen heimlich abreißen und die Steine zur Verwendung bei Neubauten verkaufen, habe ich mir vorgesetzt, sie durch den Druck zu bewahren... Deshalb habe ich in den vorliegenden Bänden mit aller erdenklichen Sorgfalt die erwähnten Relikte abgebildet: ich habe bei vielen nicht nur ihr äußeres Erscheinungsbild wiedergegeben, sondern auch ihren Grundriß und das Innere, ich habe die einzelnen Teile durch Schnitte und Aufrisse unterschieden und die Materialien, gelegentlich auch die Konstruktionsweise der Bauten angegeben, wozu ich mir die Einsichten im Verlauf langer Jahre unermüdlicher und genauester Beobachtungen, Grabungen und Untersuchungen erworben habe." Posthume Ausgabe von Francesco Piranesi 1784 mit geändertem Titel, der Adresse "in Roma MDCCLXXXIV nella stamperia Salomoni alla piazza de S. Ignazio" und der Widmung an König Gustaf III. von Schweden: "Urbis aeternae vestigia ab eq. I. B. Piranesio iam aeneis tabulis incisa nunc dnuo iis quae supererant edenda quaeque noviter detecta sunt decorata adaucta amplificata eques Franciscus filius Gustavo III. goth suec vand regi &&& sapienti forti atque optimo antiquitatum et bonarum artium patrono munificentissimoin obsequii gratique animi specimen D. D. D.". Zweiter Zustand 1787: In Band 1 wird das "Portrait Giovanni Battista Piranesis" von Felice Polanzani ersetzt durch das nach Zeichnung von Giuseppe Cades, gestochen von Francesco Piranesi, datiert 1779; zudem ergänzt Francesco drei Tafeln, zwei davon sind 1787 datiert. 24. Februar 1757: Aufnahme in die Society of Antiquarians (Antiquaries) in London. Aus diesem Anlaß entsteht vermutlich das Ergänzungsblatt "Avanzi di un Collegio di Silvano Aureliano" in den Antichità Romane. In der langen Bildlegende beschreibt Piranesi zum einen, daß das Grab im Oktober von 1755 von Abate Marcucci entdeckt worden sei und führt einige Überlegungen zu den Inschriften an, die Abate Ridolfino Venuti 1756 unter dem Titel "Marmora Albana" publizierte und zu denen Piranesi eine andere Meinung hatte (da das Erscheinen von Venutis Werk im Text mit "nell' anno scorso 1756" erwähnt wird, muß Piranesis Blatt 1757 entstanden sein). Da Venutis Publikation der "Celeberrima Real' Società degli Antiquarj di Londra" gewidmet sei, müsse Piranesi vor den "Eruditissimi miei Consocj di detta Regia Società" die Irrtümer des Abate Venuti richtigstellen, denn dieser habe die Sätze solange hin und her gewendet, bis sie in sein Konstrukt passten: "Syntaxis sensus liquidissimus, quem Venutus reprobat et dum construere nititur, destruit"). Das Blatt ist somit ein erstes Dokument von Piranesis Talent zur Polemik, aber auch zu seiner durchaus satirischen Betrachtungsweise. April 1757: Robert Adam berichtet bei seinem Abschiedsbesuch, daß Giovanni Battista Piranesis "Ichnographia" fertiggestellt sei, die 1762 in die Folge "Il Campo Marzio" aufgenommen wird. 9. September 1757: Brief Giovanni Battista Piranesis an die Society of Antiquarians, in dem er sich für die Aufnahme bedankt. 1757: "Lettere di Giustificazione scritte a Milord Charlemont e a di lui agenti di Roma dal Signor Piranesi Socio della Real Società degli Antiquarj di Londra. Intorno la dedica della suo opera delle antichità romane fatta allo stesso Signore ed ultimamente soppressa". Erste polemische Schrift Giovanni Battista Piranesis, nachdem Lord Charlemont die finanzielle Unterstützung der "Antichità Romane" zurückgenommen und auf Piranesis Briefe nicht geantwortet hatte. Der Text enthält zwei dieser Briefe sowie einen dritten an Pater Peter Grant, der zu vermitteln versucht hatte. Giovanni Battista Piranesi verteilt das Werk an Freunde, Kollegen und einflußreiche Persönlichkeiten (Sir William Hamilton, Anton Raphael Mengs, Richard Hayward, Ridolfino Venuti, Giovanni Gaetano Bottari, Sir Horace Walpole, Papst Benedikt XIV. etc.), deren Name jeweils in die Vignette geschrieben wird. Letztere wird 1762 in den "Lapides Capitolini" wiederverwendet werden. Weitere Vignetten enthalten ironische Anspielungen, wie beispielsweise "Die Zeit enthüllt die Wahrheit". Das Titelblatt trägt im ersten Zustand einen Spruch aus den "Annales" des Ennius: "Ich fordere kein Geld für mich, noch sollst du mir einen Preis zahlen"; im zweiten Zustand einen Spruch aus Plinius "Naturalis Historia": "Die Verfasser solcher übertriebener Eitelkeiten sind durch selbst verschuldetes Unglück in Vergessenheit geraten". Bewußt erwähnt Giovanni Battista Piranesi im Titelblatt auch die Mitgliedschaft in der Society of Antiquarians, um Charlemont einmal mehr zu beschämen. Ebenfalls eingefügt wurden das verkleinerte Titelblatt von Band 1 sowie die verkleinerten Frontispize aus Band 2-4 der "Antichità Romane". Letztere sowie eine überarbeitete Version des Titelblatts werden der "Prima Parte" in späteren Auflagen der "Opere Varie" angehängt. Auszug aus einem der Briefe: "Dieses Werk [=Antichità Romane] ist keines von denen, die in den überfüllten Regalen der Bibliotheken begraben werden. Seine vier Bände umfassen ein neues System der Monumente des antiken Rom. Es wird in zahlreichen Bibliotheken in ganz Europa vertreten sein, und besonders in der des höchsten christlichen Königs. Und das ist der Grund, anzunehmen, daß der Name seines Verfassers in die Ewigkeit eingehen wird, zusammen mit seinem Werk... Ist es nicht ein höchst unerfreulicher Umstand, daß ich nun, nachdem ich meine Gedanken, mein Talent, Arbeit und Geld investiert habe, nachdem ich unaufhörlich acht Jahre lang daran gearbeitet habe, dieses Werk Eurer Lordschaft würdig zu machen, beleidigt werde?... Deshalb ist es an der Zeit, meine Ehre zu retten. Sollte ich gezwungen werden, die Widmung zu tilgen, so bitte ich Euer Lordschaft dies nicht als Angriff auf Eure Vorfahren anzusehen, sondern als eine Wiedergutmachung, die ich mir schulde. Wenn einst meine Lebensgeschichte, neben denen anderer Künstler geschrieben wird, will ich nicht als Schmeichler angeklagt werden..., der in niedrigem Ansehen bei denen steht, an die er sein Lob verschwendet hat. Falls Euer Lordschaft nicht den Knoten zerschlägt, falls Sie mir nicht Gerechtigkeit erweisen und mich vor Verleumdung bewahren, kann ich, als Ehrenmann oder ohne mich selbst lächerlich zu machen, Sie nicht mehr als Beschützer der Künste und mich nicht als einen Künstler, der Ihre Protektion erhalten hat, nennen. Und falls ich Sie dem Anschein nach in den 70 Exemplaren meines Werkes, die bereits verkauft wurden, so genannt habe, dann muß ich der schmerzhaften Tatsache ins Gesicht sehen und meine eigene Dummheit anklagen sowie versuchen, mich vor der Welt zu rechtfertigen. Ich muß Sie auffordern im Gedächtnis zu behalten, daß, so wie ein Adliger auf seine Vorfahren Rücksicht zu nehmen hat, auch ein Künstler, der seinen Namen der Nachwelt überliefern will, auf seinen eigenen guten Ruf und den seiner Nachkommen bedacht sein muß. Ein Adliger ist stets der letzte seines Namens, ein Künstler stets der erste; beide müssen mit gleichem Taktgefühl handeln". 3. Mai 1758: Tod Papst Benedikt XIV. Am 6. Juli wird der Venezianer Carlo Rezzonico zum Papst Clemens XIII. gewählt. Die Familie Rezzonico gehört zu den wichtigsten Gönnern Giovanni Battista Piranesis: Von Kardinal Giovanni Battista Rezzonico, ab 1761 Prior des Malteserordens, ergeht an Piranesi 1764 der Auftrag zur Umgestaltung von S. Maria del Priorato; Piranesi widmet ihm die Folge der "Cammini" und bezeichnet sich noch 1778 stolz in zwei Tafeln der "Vasi candelabri" als Architekt von Giovanni Battista Rezzonico. Dessen Onkel, Clemens XIII. Rezzonico, sind die Folgen "Della Magnificenza", "Le Rovine del Castello dell' Acqua Giulia", "Lapides Capitolini" und "Antichità d' Albano e di Castelgandolfo" gewidmet; das Bildnis des Papstes nach einer Zeichnung Giovanni Battista Piranesis, von diesem und Domenico Cunego gestochen, erscheint als Frontispiz der "Della Magnificenza"; im "Catalogo delle" Opere wird es ab dem Zustand um 1762/63 auch separat aufgeführt. Außerdem gestaltet Piranesi für Clemens XIII. Appartements im Quirinalspalast und in Castelgandolfo aus, für dessen Neffen, Senator Abondio Rezzonico, Zimmer im Senatorenpalast auf dem Capitol. Papst Clemens XIII. erteilt zudem Piranesi 1763 den Auftrag zur Umgestaltung des Chores von S. Giovanni in Laterano; die Planungen wurden 1766/67 eingestellt. Faustina Rezzonico, Gattin von Ludovico Rezzonico, wird 1761 Taufpatin von Piranesis Tochter Faustina Clementina Ludovica, die im Kindesalter verstarb. 11. November 1760: Brief Giovanni Battista Piranesis an Robert Mylne, aus dem hervorgeht, daß Mylne Piranesis Werk komplett erworben hat und Piranesi um eine Kopie des Entwurfs für die "Bridge at Blackfriars" bittet um eine Radierung zu erstellen, die 1764 publiziert wird. Außerdem schreibt er: "Mein Werk "Della Magnificenza ed Architettura de' Romani" war schon einige Zeit fertig... Die von Le Roy publizierten griechischen Altertümer trugen zu seiner Erweiterung bei." 3. Januar 1761: Taufe der Tochter Faustina Clementina Ludovica, die kurz darauf stirbt. Taufpatin ist Faustina Rezzonico, Gattin des Ludovico Rezzonico. Jahresanfang: Umzug in den Palazzo Tomati in der Strada Felice (heute Via Sistina) bei Trinità dei Monti; Gründung eines eigenen Verlags. Giovanni Battista Piranesi signiert von nun an häufig mit dem Zusatz: "Presso l' Autore a Strada Felice nel Palazzo Tomati vicino alla Trinità de' monti". 1761: "Catalogo delle Opere date finora alla luce da Gio. Batt. Piranesi". Erster Zustand mit 15 Blättern der "Carceri" zum Preis von 15 paoli und acht Blättern der "Trofei di Ottaviano Augusto" zum Preis von 23 paoli. Zweiter Zustand, ebenfalls noch 1761, mit 16 Blättern der "Carceri" zum Preis von 20 paoli und 10 Blättern der "Trofei di Ottaviano Augusto". Bis zum Tod 1778 werden insgesamt 27 Auflagen des "Catalogo delle Opere" publiziert, in denen die jeweils neu hinzugekommenen Werke ergänzt sowie die "Vedute di Roma" einzeln aufgelistet werden; in der Erstausgabe sind dies 59 Blatt. Eine der ersten Platten, die die neue Adresse "presso l' autore nel Palazzo Tomati" trägt, ist Nr. 60 der "Vedute di Roma", die "Veduta del Pantheon d' Agrippa", die auch als erstes Blatt im zweiten Zustand des "Catalogo delle Opere" nachgetragen wird; sie kostet als einzige 3 paoli, die übrigen Veduten jeweils 2 1/2 paoli. Preisänderungen auch bei den "Osservazioni" und der Folge nach Zeichnungen Guercinos: Zustand um 1768: "Osservazioni" zum Preis von 12 paoli, "Raccolta di alcuni disegni del Barbieri da Cento detto il Guercino" mit 19 Tafeln zum Preis von 38 paoli. Zustand um 1775: "Osservazioni" zum Preis von 22 paoli, "Raccolta di alcuni disegni del Barbieri da Cento detto il Guercino" zum Preis von 38 paoli; im letzten Zustand, nun mit 20 Blättern der Folge, steigt dieser noch auf 40 paoli. 2. Februar 1761: Aufnahme in die Accademia di S. Luca in Rom. 1. März 1761: Piranesi schenkt der Accademia di S. Luca 6 Bände mit seinen Radierungen zusammen mit der Erstauflage des "Catalogo delle Opere" mit der Widmung "Agli Eccellentissimi Sig. Accademici di S. Luca". 1761: "Carceri d' Invenzione di G. Battista Piranesi Archit Vene", "Presso l' autore a strada Felice vicino alla Trinità de' Monti". Überarbeitete und um zwei Tafeln ergänzte Neuedition der "Invenzioni capric di Carceri all' acqua forte datte in luce da Giovani Buzard in Roma Mercante al Corso". Laut des "Catalogo delle Opere" wurde zunächst nur eine Tafel, "Die Löwenreliefs", hinzugefügt (zu diesem Zeitpunkt kostet die Folge 15 paoli), wenig später, jedoch ebenfalls noch 1761, die zweite, "Der Mann auf der Folter" (der Preis steigt nun auf 20 paoli) mit Adresse und Preis; erst in dieser vollständigen sechzehnteiligen Ausgabe erhalten die Tafeln auch eine Numerierung. 1761: "Della Magnificenza ed Architettura de' Romani. Opera di Gio. Battista Piranesi Socio della reale Accademia degli Antiquari di Londra". Lateinisches Titelblatt: "Iannis Baptistae Piranesii antiquariorum regiae societatis Londinensis socii de Romanorum magnificentia et architettura". Mit Widmung an Papst Clemens XIII., der das Werk unterstützte, indem er Giovanni Battista Piranesi von der Steuer auf das Papier befreite. Text in Italienisch und Lateinisch. Seit 1758 arbeitete Piranesi an diesem umfangreichsten seiner polemischen Werke, das die Thesen von Marc Antoine Laugier, "Essai sur l' Architecture", 1753, Alan Ramsay, "Dialogue on Taste", 1755 unter dem Pseudonym The Investigator publiziert, und David Le Roy, "Les Ruines des plus beaux monuments de la Grèce", 1758, widerlegt. Eine ironische Anspielung auf Laugiers Vorstellung von der "Urhütte" findet sich bereits in Piranesis "Veduta dell' Avanzo del Sepolcro de' Scipioni" im ersten Band der "Antichità Romane" von 1756: Rechts neben dem Grabturm steht eine überdachte Holzkonstruktion, die Laugiers "Urhütte" sehr nahe kommt, jedoch auf dem Dach zwei Balken in V-Form besitzt, deren Unlogik die Weiterentwicklung zum dorischen Tempel, so von Laugier formuliert, ad absurdum führt. 1761: "Le Rovine del Castello dell' Acqua Giulia situato in Roma presso S. Eusebio e falsamente detto dell' Acqua Marcia colla dichiarazione di uno de' celebri passi del commentario Frontiniano e sposizione della maniera con cui gli antichi Romani distribuivan le acque per uso della città di Gio Battista Piranesi. Si vendono presso l'autore presso Trinità de' Monti, in Roma 1761 nella stamperia di Generoso Salomoni". Der Text enthält eine Auseinandersetzung mit dem Traktat des Sextus Julius Frontinus, "De Aquis Urbis Romae", aus dem ersten Jahrhundert, der 1722 von Giovanni Poleni publiziert wurde. Tafel 18 wurde erstmals 1753 im Titelblatt der "Trofei di Ottaviano Augusto" verwendet. 1761: Geburt des Sohnes Francesco Piranesi in Rom. Dieser erhielt seine Ausbildung beim Vater und war zudem Schüler von Giovanni Volpato und Domenico Cunego. Unterricht in Architektur auch bei Pierre-Adrien Paris (u. a. 1771-1774 Pensionär der Französischen Akademie in Rom) sowie in Landschaftsmalerei bei den Gebrüdern Jacob Philipp und Johann Gottlieb Hackert (beide seit 1768 in Rom). 16. Februar 1762: Brief Piranesis an den Marchese von Marigny, den Bruder von Madame de Pompadour, in dem er seine Werke anbietet. 1762: "J B. Piranesii lapides Capitolini sive fasti consulares triumphalesque Romanorum ab urbe condita usque ad Tiberium Caesarem". Mit Widmung an Papst Clemens XIII. (im Dedikationstext widmet Piranesi dem Papst gleich drei Werke ["tria haec etiam opuscula"]; vermutlich sind mit den beiden anderen die Folgen Descrizione e disegno dell' Emissario del Lago Albano und Di due Spelonche ornate dagli antichi alla Riva del Lago Albano gemeint). Text in Lateinisch. Die Vignette auf Seite 61 wurde erstmals in "Lettere di Giustificazione", 1757, verwendet: nun enthält sie den Text "Labor omnia vincit Virg. 1. Georg". 1762: "Descrizione e disegno dell' Emissario del Lago Albano di Gio Battista Piranesi" und "Di due Spelonche ornate dagli antichi alla Riva del Lago Albano". Ab 1764 werden diese beiden Folgen mit den "Antichita d' Albano e di Castel Gandolfo" zusammengebunden; auch in den nach 1764 herausgegebenen Auflagen des "Catalogo delle Opere" werden sie als ein gemeinsames Werk betrachtet. 1762: "Il Campo Marzio dell' Antica Roma Opera di G. B. Piranesi Socio della Real Società degli Antiquari di Londra". Lateinisches Titelblatt: "Ioannis Baptistae Piranesii antiquariorum regiae societatis Londinensis socii Campus Martius antiquae urbis Romae". Text in Italienisch und Lateinisch. Der aus sechs Platten zusammengesetzte Plan des Marsfeldes ("Ichnographia") ist bereits 1757 datiert und enthält eine Widmung an Robert Adam. Giovanni Battista Piranesi nahm in diese Publikation eine Radierung von Arnold van Westerhout nach einer Zeichnung von Francesco Fontana auf mit der "Ansicht des Krans, mit dem Papst Clemens XI. im Jahr 1705 die Säule und die Basis mit der Apotheose des Kaisers Antoninus Pius hat aufrichten lassen". Auszug aus der Widmung an Robert Adam: "Ich kann Dir versichern, daß für mich kein Teil des Campus zu unbedeutend war, um ihn wiederholt und gründlich zu untersuchen. Ich drang sogar bis in die Keller der Häuser vor - nicht ohne Ärger und Kosten -, nur für den Fall, es könnte mir eine Kleinigkeit entgehen... Als ich die Überbleibsel der Gebäude gesammelt und mit äußerster Sorgfalt kopiert hatte, zeigte ich sie den besten Antiquaren und ging sie um ihre Meinung an. Dann aber verglich ich sie mit dem alten Plan der Stadt auf dem Capitol in der Hoffnung, in diesem Fall würde niemand behaupten können, ich sei bei der Benennung, der äußeren Gestaltung und der topographischen Zuordnung der Monumente mehr meinen eigenen Grillen gefolgt als zuverlässiger Argumentation und wahrscheinlicher Konjektur. Leider fürchte ich, einige der beschriebenen Gegenden des Campus könnten als Ausgeburten meiner Einbildungskraft gelten, die sich auf keinerlei Beweise stützen können. Und in der Tat wird jeder, der sie mit der Architekturtheorie der Alten vergleicht, feststellen müssen, daß sie sehr stark von ihr abweichen und weit enger der Bauweise unserer eigenen Zeit verwandt sind. Ehe mich jemand aber der Täuschung bezichtigt, sollte er gefälligst erst den antiken Plan der Stadt sich vor Augen halten, den ich eben erwähnte, sollte er die Villen in Latium und die des Hadrian zu Tivoli untersuchen, die Bäder, die Gräber und die anderen Ruinen von Rom, besonders die vor der Porta Capena. Dann wird er erkennen, daß auch die Alten die strengen Regeln der Architektur so gut verletzt haben wie die Modernen. Vielleicht ist es das unausweichliche und allgemeine Gesetz, daß die Künste, nachdem sie ihre Blüte erreicht haben, verfallen müssen, vielleicht liegt es aber in der Natur des Menschen, in seinen Kunstfertigkeiten ebenso wie in allen anderen Dingen einige Freiheiten für sich zu fordern. Wie dem auch sei, wir sollten uns nicht wundern, wenn auch die Architekten der Antike eben die Regelverstöße begehen, die wir an Bauten unserer eigenen Zeit mitunter kritisieren". 1763: Reise nach Chiusi und Corneto. Auftrag durch Papst Clemens XIII. für die Umgestaltung des Chores von S. Giovanni in Laterano (Zeichnungen in New York, Avery Architectural Library); die Planungen werden 1766/67 eingestellt. September 1763: Brief von Charles Natoire, Direktor der französischen Akademie in Rom, an den Marquis de Marigny, in dem er erwähnt, daß der Papst bei Giovanni Battista Piranesi den Entwurf eines neuen Hochalters für S. Giovanni in Laterano in Auftrag gegeben habe. 16. Oktober 1763: Brief Giovanni Battista Piranesis an Sir William Hamilton. Johann Joachim Winckelmann, seit 1755 in Rom, seit 1759 Bibliothekar von Kardinal Alessandro Albani, Mitglied der Accademia Etrusca in Cortona (1760), der Accademia di S. Luca in Rom (1760) und der Society of Antiquarians in London, wird zum Oberaufseher über die Antiken von Rom ("Prefetto delle Antichità di Roma") ernannt. Giovanni Battista Piranesi wird die Bevorzugung Winckelmanns bei der Besetzung dieses wichtigen Postens vermutlich tief getroffen haben. Er und sein Kontrahent sind sich sicherlich mehrfach begegnet, erwähnen jedoch einander namentlich in ihren Publikationen nicht. Winckelmann spricht lediglich in zwei Briefen (30. April 1763 und 3. Juni 1767) abschätzend von einem "Maestro Muratore", wohl in Anspielung darauf, daß Piranesi meist mit dem Zusatz "architetto" signierte. 1764: Geburt des Sohnes Angelo Piranesi in Rom. Auftrag von Kardinal Giovanni Battista Rezzonico für die Ausstattung der Malteserkirche S. Maria del Priorato auf dem Aventin und die Gestaltung der anschließenden Piazza. 1764: "Antichità d' Albano e di Castel Gandolfo descritte ed incise da Giovambattista Piranesi". Mit Widmung an Papst Clemens XIII. In der Nachfolge stets zusammengebunden mit "Descrizione e disegno dell' Emissario del Lago Albano di Gio Battista Piranesi" und "Di due Spelonche ornate dagli antichi alla Riva del Lago Albano". Erst in posthumen Auflagen ab 1797 wird Tafel 27, "Veduta della magnifica Sostruzione fabbricata per regger la falda del Monte", ergänzt, obgleich die Radierung offenbar bereits 1769 fertiggestellt war. 1764: "A view of part of the intended bridge at Blackfriars in August 1764, by Robert Mylne, architetc. Engraved by Piranesi at Rome".Nach einer Zeichnung des schottischen Architekten und Ingenieurs Robert Mylne, der zwischen 1755 und 1758 in Rom weilte. Die Brücke wurde 1769 vollendet. 1764: "Raccolta di alcuni disegni del Barbieri da Cento detto il Guercino, incisi in rame e presentati al Singolar merito del Sig. T. Jenkins dal' Architetto G. B. Piranesi". Die Platten wurden in Braun und Schwarz gedruckt, um den besonderen Charakter von Federzeichnungen auch in der Graphik zu vermitteln. Die Folge erscheint in ihren verschiedenen Auflagen mit unterschiedlicher Anzahl von Tafeln, entgegen dem Titel sind auch Radierungen nach Zeichnungen anderer Künstler integriert. Obgleich Giovanni Battista Piranesi das Titelblatt gestaltete, stammen nur insgesamt vier Radierungen von seiner Hand (Titelblatt und zwei Blätter nach Guercino, eine Radierung nach Pier Leone Ghezzi); offenbar diente sein bekannter und verkaufsträchtiger Name als Zugpferd für die Publikation. Weitere Radierungen stammen von Francesco Bartolozzi, Jacques Nevay und Giovanni Ottaviani. In späteren Auflagen wurden Blätter von Giovanni Battista Buratti, Aureliano Milano und Tommaso Piroli hinzugefügt. Im "Catalogo delle Opere" steigt der Verkaufspreise der Folge im Lauf der Jahre bis 1778 von 35 über 38 bis hin zu 40 paoli. 1764: "Antichità di Cora descritte ed incise da Giovambat. Piranesi". Hauptbestandteil dieser Folge ist der sogenannte Tempel des Hercules in Cora (Cori, südlich von Albano). Bei seinem Besuch in Cora wurde Giovanni Battista Piranesi von dem Maler und Freund Hubert Robert begleitet. Horace Walpole, dem Giovanni Battista Piranesi 1757 ein Exemplar der "Lettere di Giustificazione scritte a Milord Charlemont" zugeeignet hatte, publiziert 1764 seinen Roman "The Castle of Otranto", den ersten Vertreter der literarischen Gattung des Schauerromans ("gothic novel"). Mit ihm beginnt eine lange Reihe literarischer Rezeptionen der "Carceri" als Orte des Schreckens und Grauens, von Gewalt und Hoffnungslosigkeit, die sich auch auf ihre kunsthistorische Deutung auswirken wird. 1771 wird Walpole über Piranesi in seinen "Ancedotes of Painting" in England schreiben: "Er türmt Paläste auf Brücken, Tempel auf Paläste und mißt den Himmel mit Gebirgen von Bauwerken aus. Und doch welch' Geschmack in seiner Kühnheit! Welche Größe in seiner Wildheit! Welche Mühe und Gedanken in seiner scheinbaren Überstürztheit und in den Details". 1765: "Osservazioni di Gio. Battista Piranesi sopra le lettre de M. Mariette aux auteurs de la Gazette Litteraire de l' Europe, inserita nel supplemento del' istessa Gazetta stampata dimanche 4 novembre MDCCLIV e Parere su l' architettura, con una prefazione ed un nuovo trattato della introduzione e del progresso delle belle arti in Europa ne' tempi antichi". Die Datierung MDCCLIV im Titelblatt ist ein Druckfehler, die korrekte Jahreszahl wäre 1764. In Auflagen nach 1767 werden fünf mit dem Titel "Cavaliere" signierte Tafeln zum "Parere" ergänzt. Neben "Della Magnificenza" ist diese Folge Giovanni Battista Piranesis wichtigstes polemisches Werk innerhalb der "Griechisch-Römisch-Kontroverse", mit der er auf die in einem Brief von Pierre Jean Mariette geäußerte Kritik antwortet. Die Publikation besteht aus drei Teilen: In den "Osservazioni" widerlegt Piranesi Wort für Wort Mariettes These, daß die römische Kunst ihren Ursprung in der griechischen hat. Bereits im Titelblatt beansprucht er mit einem Bilderrätsel die Vorherrschaft des Künstlers (durch Darstellung von dessen Werkzeugen) vor dem reinen "Schreiberling" Mariette (dargestellt durch die linke [böse?] Hand Mariettes beim Schreiben). Der "Parere" ist zweifelsohne Piranesis schriftstellerische Glanzleistung und in der Art eines sokratischen Dialogs aufgebaut: Der Lehrer Didascolo (als Synoym für Piranesi) streitet mit seinem Schüler Protopiro, einem Anhänger Winckelmanns. In den Abbildungen erscheinen Zitate nach Ovid, "Metamorphosen": "Natur erneuert sich ständig selbst"; nach Terenz, "Eunuchus": "Es ist vernünftig, sich selbst zu kennen und nicht danach zu suchen, was die Alten gemacht haben, wenn die Modernen es tun können"; nach Sallust: "Sie verachten meine Neuheit, ich ihre Feigheit". Auszug aus dem Text: "Wenn die Ornamentik in sich schön ist, wenn es andererseits die Architektur ist, warum wollen wir dem Auge nur das eine Vergnügen machen und ihm nur die Architektur zeigen und nicht das doppelte, die mit Ornamenten bekleidete Architektur, da wir doch den Weg, wie eins zum anderen gestimmt sein müsse, kennen?" In der "Prefazione" schließlich wiederholt Piranesi noch einmal seine These, daß die römische Kunst in der etruskischen und nicht in der griechischen wurzelt. Auszug aus dem Text: "Ich werde die schwere Verpflichtung haben, zu untersuchen, nicht nur ob die schönen Künste, sondern auch, ob die Sprache, die Wissenschaften, die Philosophie, die Religion, die Politik, kurz und gut all das, was man zu jener Zeit in Italien an Wertvollem besaß und was eine Nation braucht, um sich vor den anderen auszuzeichnen, zu den Griechen von den Völkern Asiens und von den Griechen zu den Italienern oder von den Italienern zu den Griechen gekommen ist. Die schönen Künste erfordern all diese Untersuchungen; alle diese Dinge müssen, wie die schönen Künste jedes für sich gesondert betrachtet werden. Bis jetzt hat niemand in dieses Dickicht eindringen wollen und zwar aus keinem anderen Grunde als aus reiner Trägheit des Geistes". Trotz der enthusiastischen Ankündigung hat Giovanni Battista Piranesi dieses Werk nie geschrieben. Oktober 1766: Abschluß der Arbeiten in S. Maria del Priorato. 20. Oktober 1766: Besichtigung durch Papst Clemens XIII. und Verleihung des Titels "Cavaliere dello Speron d' oro". Mit der Signatur "Eques Piranesius del. sulp." in der 1766 datierten "Veduta della Cascata di Tivoli" weist Giovanni Battista Piranesi bereits auf die Titelverleihung hin. Offiziell darf er den Titel erst ab 1767 tragen. 1767: Geburt der Tochter Anna Maria Piranesi (später Suor Maria Agnese Luisa) in Rom. 16. Januar 1767: Bestätigung der Verleihung des Titels "Cavaliere dello Speron d'oro" durch päpstliches Dekret. 3. Oktober 1767: Brief Sir William Hamiltons an Piranesi, in dem von ersten Probeabzügen der Cammini die Rede ist, die Hamilton erhalten hatte. Nach 1767: "Alcune Vedute di Archi Trionfali, ed altri monumenti inalzati da Romani parte de quali si veggono in Roma e parte per l' Italia disegnate ed incisi dal Cavalier Gio Batista Piranesi". Es handelt sich um die Neuauflage der "Antichità Romane de' Tempi della Repubblica", nun mit neuem Titel, um Verwechslungen mit den vier Bänden der 1756 publizierten "Antichità Romane" zu vermeiden. Posthume Ausgaben werden um zwei Tafeln ergänzt: "Arco di Aosta", von Giovanni Battista Piranesi noch 1775 radiert nach einer Zeichnung von Roger Newdigate; "Tempio della Minerva Medici" von Francesco Piranesi). Um 1767/17 intensive Beschäftigung mit der Villa Hadriana und anderen Sehenswürdigkeiten in Tivoli, die sich in 20 der "Vedute di Roma" niederschlägt. Der zwischen 1760 und 1770 in Rom weilende englische Bildhauer Joseph Nollekens fertigt eine Büste mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" (Rom, Accademia di San Luca). 1768: Geburt des Sohnes Pietro Piranesi in Rom, der im Kindesalter stirbt. 8. Juni 1768: Ermordung Johann Joachim Winckelmanns. Sein Nachfolger als "Prefetto delle Antichità di Roma" wird Giovanni Battista Visconti. 18. November 1768: Giovanni Battista Piranesi sendet 57 Probedrucke der "Cammini", darunter alle 11 Tafeln mit ägyptisierenden Kaminumrahmungen, an Thomas Hollis, der sie an die Society of Antiquarians in London weitergibt. Auszug aus dem Begleitbrief: "Sie werden in diesem Werk etwas verwendet finden was in diesem Genre bisher unbekannt war. Die ägyptische Architektur - zum erstenmal erscheint sie hier; zum erstenmal, sage ich, weil die Welt bis heute geglaubt hat, daß es in Ägypten nichts anderes als Pyramiden, Obelisken und Kolosse und nicht etwa auch Elemente gegeben habe, mit denen man dieses Architektursystem hinreichend zu schmücken und zu instrumentieren vermöchte". Februar 1769: Tod Papst Clemens XIII. Giovanni Battista Piranesi verliert einen seiner wichtigsten Gönner. Nachfolger wird Papst Clemens XIV. 1769: "Diverse Maniere d' adornare i Cammini ed ogni altra parte degli edifizj desunte dell' architettura Egizia, Etrusca, e Greca con un Ragionamento Apologetico in difesa dell' architettura Egizia, e Toscana. Opera del Cavaliere Giambattista Piranesi Architetto". Mit Widmung an Kardinal Giovanni Battista Rezzonico. Titelblatt und Text in Italienisch, Englisch und Französisch. Giovanni Battista Piranesi äußert sich darin zum letzten Mal theoretisch. Einzelne Tafeln waren offenbar schon 1767 im Umlauf. Bemerkenswert ist die satirische Darstellung in der Vignette auf Seite 35 gegen die Publikation von Bertrand Capmartin de Chaupy. Der Text in Tafel 64 wird in der Auflage der Firma Firmin-Didot 1836 getilgt. Zwei Tafeln zeigen zwei Wände der verlorene ägyptisierenden Innendekoration, die Piranesi Mitte der sechziger Jahre für das Café degli Inglesi an der Piazza di Spagna entworfen hatte. Sie war Anlaß heftiger Kritik; Thomas Jones beschreibt das Café 1776 als "einen widerlichen gewölbten Raum, dessen Wände mit Sphingen, Obelisken und Pyramiden nach phantastischen Entwürfen von Piranesi bemalt sind, die eher zur Ausstattung eines ägyptischen Grabes getaugt hätten als für einen Raum zu geselligem Beisammensein". Einige der tatsächlich ausgeführten Kaminumrahmungen sind erhalten: Kaminumrahmung für John Hope, heute in Amsterdam, Rijksmuseum; Kaminumrahmung für Lord Exeter, 1767 in Auftrag gegeben, heute in Burghley House; zwei Kaminumrahmungen für Edward Walter und seine Frau Harriot, 1769/70 erworben für ihr Haus in Berry Hill, Surrey, 1774 nach Gorhambury House verbracht (einer dort in der Bibliothek, der andere im Salon); Kaminumrahmung für Patrick Horne, erworben 1774 für 371 scudi, für Wedderburn Castle in Berwickshire. Auszug aus dem Text: "Werfen wir doch einmal dieses unwürdige [griechische] Joch ab! Wenn die Ägypter und Etrusker in ihren Monumenten Schönheit, Grazie und Eleganz zeigen, so wollen wir von diesen ihren Reichtümern ruhig Gebrauch machen; nicht aber, indem wir etwa das Eigentum anderer sklavisch kopieren, da dies die Architektur und die edlen Künste zu einer rein mechanischen Handlung herabsetzen und vom Publikum (welches das Neue liebt) eher Tadel als Lob eintragen würden. Denn dieses beurteilt die Leistung eines Künstlers nicht, wie einige vielleicht in den vergangenen Jahren geglaubt haben, allein nach einer Zeichnung von gutem Geschmack, falls diese nur die Kopie eines antiken Werkes darstellt. Nein: Ein Künstler, der Ehre einlegen und sich einen Namen machen will, darf sich nicht damit begnügen, ein getreuer Kopist der Alten zu sein. Vielmehr soll er, deren Werke studierend, sich ebenfalls als ein erfindungsreicher, um nicht zu sagen, schöpferischer Genius erweisen, und indem er das Griechische, das Etruskische und das Ägyptische mit Weisheit miteinander verbindet, sich den Weg zur Findung neuer Ornamente und Modi eröffnen. Der Geist des Menschen ist nicht so beschränkt, daß er den Werken der Architektur nicht neue Schönheiten und Reife zu verleihen vermöchte, wenn es ihm nur beliebt, ein aufmerksames und tiefschürfendes Studium der Natur mit einem entsprechenden der antiken Monumente zu verbinden". 1770: Besuche in Pompeji und Herculaneum. Weitere Besuche werden 1771, 1776, 1777 und 1778 folgen. Beginn des Sammelns und Handelns mit Antiken, die zum Teil aus eigenen Grabungen in der Villa Hadriana stammen und phantasievoll ergänzt werden. Giovanni Battista Piranesis Mitarbeiter bei den Restaurierungen waren Lorenzo Cardelli, Francesco Antonio Franzoni und Antoine Guillaume Grandjacquet. Auch arbeitete er mit Werkstätten anderer Künstler zusammen wie Thomas Jenkins und Gavin Hamilton sowie den Bildhauern Bartolomeo Cavaceppi, Giuseppe Angelini und Joseph Nollekens. 1772: Giovanni Battista Piranesi ist in den Streit mit der Accademia di S. Luca, das Monument des Stukkateurs Righi für den Architekten Pio Balestra betreffend, verwickelt. 30. Mai 1772: Brief Luigi Vanvitellis an Giovanni Battista Piranesi, in dem er verschiedene Werke Piranesis bestellt. 3. August 1772: Brief Giovanni Battista Piranesis an Charles Townley, in dem er dessen Interesse und Sammeleifer lobt. Piranesi bringt zudem eine Zeichnung nach der sog. "Warwick"-Vase mit Maßangaben auf dem Briefbogen an (die Vase wurde 1770 in Pantanello von Gavin Hamilton gefunden, Piranesi bildet sie später in seinen "Vasi candelabri" ab). 14. August 1772: Brief Charles Townleys an Giovanni Battista Piranesi mit Begeisterungskundgebung über die "Warwick"-Vase. Juli 1773: Brief Gavin Hamiltons an Lord Shelburne, in dem er mitteilt, daß ein Kandelaber bei Giovanni Battista Piranesi 130 zecchini koste. 1774: Geburt des Sohnes Pietro Piranesi in Rom. Ein erster Sohn mit gleichem Namen, geboren 1768, war im Kindesalter verstorben. 1774: "Trofeo o sia magnifica colonna Coclide di marmo composta di grossi macigni ove si veggono scolpite le due guerre Daciche fatte da Trajano inalzate nel mezzo del Gran Foro eretto al medesimo imperadore per ordine del senato e popolo Romano dopo i suoi trionfi il tutto architettato da Apollodoro". Mit Widmung an Papst Clemens XIV. Bis 1779 werden weitere Tafeln ergänzt: "Colonna Antonina" (Marc-Aurels-Säule) und "Colonna eretta in memoria dell'apoteosi di Antonio Pio e Faustina sua moglie" (Säule, die zur Erinnerung an die Apotheose des Antoninus Pius und seiner Frau Faustina errichtet wurde). Zwei dieser Tafeln sind von Francesco Piranesi signiert, in zwei weiteren zusammengesetzten Darstellungen stammt jeweils die untere Platte von ihm. September 1774: Tod Papst Clemens XIV. Um 1774: "Pianta di Roma e del Campo Marzo". Mit Widmung an Papst Clemens XIV. In dem umfangreichen numerierten Index des Plans verweist Piranesi auf Abbildungen der genannten Gebäude in seinen Publikationen "Antichità Romane" und "Il Campo Marzio". In posthumen Auflagen wird der Plan den nun gebunden publizierten "Vedute di Roma" beigegeben. 1775: Geburt des Sohnes Luigi Piranesi in Rom, der im Kindesalter stirbt. 6. Mai 1775: Sir Roger Newdigate verpflichtet sich, für zwei Kandelaber von Giovanni Battista Piranesi 1000 scudi zu bezahlen. Nach einer Restaurierung werden sie im Februar 1777 der Radcliffe Library der Universität Oxford übergeben (heute im Ashmolean Museum). 7. Mai 1775: Giovanni Battista Piranesi quittiert Sir Roger Newdigate die Summe von 50 scudi als Vorauszahlung. September 1775: Sir Roger Newdigate weilt vom 25.-29. in Aosta und schenkt Piranesi anschließend seine Zeichnung nach dem dortigen Augustus-Bogen, nach der Piranesi eine Radierung anfertigt, die jedoch erst in posthume Ausgaben der "Alcune Vedute di Archi Trionfali" aufgenommen wird. Über die Begeisterung Piranesis über den Triumphbogen wird Newdigate später schreiben: "So little known was the Triumphal Arch that the great Antiquary Piranesi afterwards in Rome visiting at the time of finishing the sketch, would scarcely be persuaded there was such an Arch in Italy but beg' d leave to take it with him; in a few days returned it with an elegant print taken from it which he has inserted amongst his Archi Antichi". 1777: Besuch in Paestum. Vor 1778: Piranesis Tochter Laura publiziert ihre "Veduten" (20 Stück bekannt). Giovanni Lodovico Bianconi lobt sie in seiner "Elogio storico del Cavaliere Giambattista Piranesi celebre antiquario ed incisore di Roma", 1779: "... ed infino una sua figliuola incide elegantemente sulle singolari tracce del Padre". 1778: "Vasi candelabri cippi sarcophagi tripodi lucerne ed ornamenti antichi disegnati ed incisi dal cav. Gio. Batt. Piranesi". Piranesi arbeitete zwischen 1768 und 1778 an den Tafeln, die zunächst einzeln erschienen. Eine Tafel entstand nach einer Zeichnung von Vincenzo Brenna. In posthumen Auflagen ergänzte Francesco Piranesi neun Tafeln, die letzte ist 1791 datiert. Aller Wahrscheinlichkeit nach unterstützte er den Vater auch bei allen Radierungen der Folge. 1778: "Differentes vues de quelques restes de trois grands edifices qui subsistent encore dans le milieu de l' ancienne ville de Pesto autrement Posidonia qui est située dans la Lucanie". Die Publikationserlaubnis trägt das Datum 15.9.1778. Wahrscheinlich hat Giovanni Battista Piranesi noch 18 Platten nach seinen Zeichnungen radiert (vermutlich jedoch schon unter Mithilfe des Sohnes Francesco und der Werkstatt) und die restlichen drei noch kurz vor seinem Tod begonnen. Letztere wurden von Francesco Piranesi vollendet (Titelblatt und Tafel 19-20 sind von ihm signiert). Von Tafel 12 existiert ein früherer Zustand, der jedoch nicht in die Folge aufgenommen wurde, mit der Ansicht des Tempels aus einer etwas höheren Position, mit anderer Figurenstaffage und einem leerem Schriftband; warum Giovanni Battista Piranesi die Platte überarbeitete ist nicht geklärt. 27. März: Brief Giovanni Battista Piranesis an seine in Venedig lebende Schwester, in dem er sich über die Armseligkeit und Untätigkeit der Italiener beklagt und das Kunstverständnis der Engländer lobt sowie daß er, könnte er sich eine neue Heimat aussuchen, er London unter allen Städten der Welt erwählen würde. Auch erwähnt er, daß sein mittlerweile auf 18 Bände angewachsenes Gesamtwerk beim Verkauf 200 scudi koste. 12. Mai: Eine datierte Zeichnung Giovanni Battista Piranesis (Baltimore Museum of Art, R. Gilmore Collection) trägt die Aufschrift: "Disegno fatto dal Cav. Piranesi per darvi l' idea del suo deposito". 9. November 1778: Tod von Giovanni Battista Piranesi. Provisorische Grablegung in S. Andrea dalle Fratte; endgültige Grablegung in S. Maria del Priorato auf dem Aventin. Die Familie beauftragt Giuseppe Angelini mit der Anfertigung einer Grabstatue. Diese wird 1779 in S. Maria del Priorato aufgestellt; eine Radierung danach von Francesco Piranesi nach einer Zeichnung von Tommaso Piroli 1790 wurde als letzte Tafel zu Francescos "Choix des meilleures statues antiques" ergänzt. Giovanni Battista Piranesi vereinte zahlreiche Berufungen und Berufe in seiner Person: Zeichner, Radierer, Drucker, Verleger, Architekt, Archäologe, Sammler, Restaurator, Kunsthändler, aber auch Kunsttheoretiker, Schriftsteller und Satiriker: Kein bildender Künstler des 18. Jahrhunderts hat sich je so umfangreich zu seiner Kunst geäußert und damit die Grenzen zwischen Wissenschaft, Literatur und Bildender Kunst überschritten. Als rastlos tätiger Forscher und Künstler hatte er jedoch auch eine gesunde Portion Selbstironie, die sich etwa 1762 in der Widmung der Folge "Il Campo Marzio" an den befreundeten Robert Adam äußert: "Hier, mein liebenswürdigster Herr Adam, habt ihr das Marsfeld, wahrhaftig nicht erschöpfend behandelt, wie Ihr es von mir vielleicht verlangt habt, ... Wißt ihr ja doch wohl durch den Umgang mit mir, daß ich nicht Verstand genug besitze, ein jedes Ding anfangen zu können, noch Fleiß genug, es auch zu vollenden". Die Antike war ihm stets Vorbild und Anregung zugleich: "Diese Monumente, einige von ihnen von höchstem Geschmack und Kunstfertigkeit, einige mittelmäßig, einige nobel und majestätisch, einige bizarr und kapriziös, verbunden mit dem Studium der Natur und der antiken Autoren, und mit den Gedanken über alte und moderne Gewohnheiten, haben es mir ermöglicht, die alten monotonen Pfade zu verlassen und dem Publikum etwas Neues auf diesem Gebiet zu bieten" - wie er 1769 in der Folge zu den "Cammini" schreibt. Gegen seine zahlreichen Kritiker entgegnet er am Ende dieses seines letzten geschriebenen Texts: "Falls es jemanden gibt, dem es gefällt, meine Werke der Überspanntheit anzuklagen, bitte ich ihn, mir zu zeigen, gegen welche Gesetze und Regeln des guten Entwurfs, der Proportion, des Charakters und der Form ich gesündigt habe. Falls er nicht in der Lage sein sollte, mir diese Fehler zu zeigen, kann ich kaum die Strafe dafür annehmen, mit welchem Namen meine Werke von denen bezeichnet werden, die alles als Überspanntheit ansehen, das aus dem alten monotonen Stil erwächst. Ich hoffe, das Publikum wird meinen Arbeiten Gerechtigkeit widerfahren lassen und in diesen Entwürfen und denen, die ich in Zukunft machen werde, einen brennenden Eifer für die schönen Künste erkennen, hauptsächlich aber für die Architektur". Nach 1778 Francesco Piranesi gibt die Werke seines Vaters posthum heraus, zum Teil mit Ergänzungstafeln: Zwei Ergänzungstafeln ("Veduta interna del Panteon", "Veduta interna del Colosseo") zu "Vedute di Roma" (die "Veduta interna del Panteon" wird 1790 in den zweiten Teil der "Raccolta de Tempj' antichi" von Francesco aufgenommen); fünf Ergänzungstafeln zu "Trofei di Ottaviano Augusto" (mit verkürztem Titel "Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium e conquista dell' Egitto von varj altri ornamenti antichi disegnate ed incise dal Cavalier Gio. Batta. Piranesi"); eine Ergänzungstafel ("Tempio di Minerva Medici") zu "Alcune Vedute di Archi Trionfali"; neun Ergänzungstafeln zu "Vasi candelabri". 1779: "Dimostrazione dell' Emissario del Lago Fucino". Mit Widmung an König Ferdinand IV. Radiert von Francesco Piranesi nach Zeichnungen des Vaters, die bereits in der zweiten Hälfte der sechziger jahre des 18. Jh. entstanden sind (signiert "Cav. Gio. Batta Piranesi delineo, e incise a l' aquaforti. Cav. Francesco Piranesi incise a bollino"). 1779: "Vier Ansichten von Räumen in Syon House". In: Robert und James Adam, "The Works in Architecture", publiziert in London (Band 2, Teil 4, Tafel 1, 3-5; der erste Band erschien bereits 1773; der zweite zunächst in fünf Lieferungen, die erst 1779 zusammengefaßt wurden): Die vier Radierungen zeigen die Eingangshalle und das Vorzimmer von Syon House, der Residenz des Duke of Northumberland. Piranesi radierte die Blätter bereits zwischen 1761 und 1762 nach Zeichnungen von Robert Adam, die 1761 datiert sind. 1779: Besuch von Ennio Quirino Visconti in der Sammlung Piranesi. Giovanni Lodovico Bianconi verfaßt die "Elogio storico del Cavaliere Giambattista Piranesi celebre antiquario ed incisore di Roma". Der monumentale Kandelaber, den Giovanni Battista Piranesi für sein Grab bestimmt hat, wird durch die lebensgroße Statue von Giuseppe Angelini ersetzt. Danach entsteht 1790 eine Radierung des Sohnes Francesco Piranesi nach einer Zeichnung von Tommaso Piroli, die als letztes Blatt in der Folge "Choix des meilleures statues antiques" enthalten ist. Pietro Labruzzi malt ein posthumes datiertes "Portrait Giovanni Battista Piranesis", basierend auf der Büste von Joseph Nollekens (Rom, Palazzo Braschi). November 1779: Brief Gavin Hamiltons an Charles Townley, in dem er über seine Ausgrabungstätigkeit 1769/70 zusammen mit Giovanni Battista Piranesi in der Villa Hadriana berichtet. Er schildert die schwierige Trockenlegung des Gebietes von Pantanello, seine ersten Funde sowie den Stop der Grabungen, da man glaubte, der Vorgänger Luigi Lolli habe den Rest bereits entdeckt. In diesem aussichtslosen Moment kam eines sonntagmorgens - von der Vorsehung geschickt - Piranesi vorbei, um die Messe in der Kapelle des Conte Fede zu hören. Doch der Priester war noch nicht fertig und so begann Piranesi, um die Zeit zu überbrücken, ein Gespräch mit einem alten Mann namens Centorubie, dem offenbar einzigen Zeugen früherer Grabungen an diesem Ort. Zusammen mit Piranesi und Hamilton am See angelangt, schilderte er, daß Lolli die Grabungen aufgegeben habe, da er die Trockenlegung nicht bewältigen konnte, daß aber noch zwei Drittel der Stelle nicht untersucht seien. Diese Erzählung gab den deprimierten Arbeitern neuen Mut, Hamilton organisierte ein Faß des besten Weines und die Ausgräber gingen erneut ans Werk und fanden schließlich die erstaunlichsten Dinge. Oktober 1783 bis August 1784: Der schwedische König Gustaf III. weilt in Italien und ernennt Francesco Piranesi zum königlichen Agenten für die Schönen Künste in Italien. Francesco verkauft die Sammlung seines Vaters an den schwedischen König; sie wird zum Grundstock des von Gustaf III. ins Leben gerufenen Museums in Stockholm. 1784: Überarbeitetes Titelblatt von Francesco zur Neuausgabe der vier Bände der "Antichità Romane" von Giovanni Battista Piranesi. "Nella Stamperia Salomoni alla Piazza di S. Ignazio"; mit Widmung an König Gustaf III. von Schweden. 1785: Tod von Laura Piranesi; sie hatte offenbar kurz nach dem Tod ihres Vaters einen "Holzschnitzer" der Accademia del Nudo geheiratet und hatte eine Tochter. 1787: Weitere Neuauflage der "Antichità Romane" mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" (1779 datierte Radierung nach einer Zeichnung von Giuseppe Cades) und drei Ergänzungstafeln (zwei 1787 datiert) von Francesco. 1792: Francesco und Pietro Piranesi, "Oeuvres des chevaliers Jean Baptiste e François Piranesi qu'on vend séparément dans la chalcographie des auteurs, hôtel Tomati, rue Felice, près de la Trinité du Mont aux prix suivants". Katalog der Verlagsprodukte im Buchdruck: Das Gesamtwerk von Vater und Söhnen ist in 32 Teile gegliedert und durchnumeriert. Die radierte Vignette enthält eine Ansicht des Pantheon. 1799: Francesco und Pietro Piranesi müssen als überzeugte Jakobiner vor den englischen und neapolitanischen Truppen aus Rom fliehen. Übersiedlung mit dem gesamten Bestand an Kupferplatten nach Paris. Die Calcografia der Brüder Piranesi befindet sich im "Depôt des Machines, rue de l' Université n. 296". 1799-1801: Jacques Guillaume Legrand schreibt seine "Notice historique sur la vie et les ouvrages de J.-B. Piranesi, architecte, peintre, graveur. Redigée sur les notes et les pièces communiquées par ses fils, les compagnons et les continuateurs de ses nombreux travaux" (ms. Paris, Bibliothèque Nationale). Legrand, Schwiegersohn des einst mit Giovanni Battista Piranesi befreundeten Malers Charles-Louis Clérisseau, greift hierzu auf Berichte der Söhne sowie das verlorene autobiographische Manuskript Giovanni Battistas zurück. Der Text war als Vorwort zur Neuausgabe der Radierungen ab 1800 gedacht, wurde jedoch nie in diese übernommen. 1800-1807: Neuausgabe des gesamten graphischen Werks in 27 Bänden in der "Calcographie des Piranesi frères". Verkaufskatalog: Francesco und Pietro Piranesi, "Calcographie des Piranesi Frères. Oeuvres de Jean-Baptise et de François, qui se vendent chez les Auteurs", Versailles 1800. 1807: Francesco und Pietro Piranesi, "Antiquites de la Grande Grèce, aujourd' hui Royaume de Naples, gravées par François Piranesi, membre de l' Académie de Stockolm, ancien Ministre de Suède, et Chevalier de l' Etoile Polaire et de l' Eperon. Premier Volume, contenant les Usages civils, militaires et religieux; le Plan général du Muséum de Portici, dans lequel sont indiquées les Armoires qui renferment les Objets trouvés dans les fouilles de Pompéia, d' Herculanum et de Stabia: le tout accompagné de Détails relatifs aux Arts utiles de tous genres; un second Plan contenant les Peintures à fresque, trouvées dans les mèmes fouilles, avec leurs Descriptions détaillées, et des Recherches sur la beauté de cet Art. A Paris à l' Etablissement des Beaux-Arts, ancien Collège des Grassins, près le Panthéon; - au Dépot général du Palais du Tribunat; et chez Leblanc, Imprimeur-Libraire, maison Abbatiale Saint-Germain-des-Prés, n.° 1. 1807." Band 1. Die ersten beiden Tafeln wurden von Francesco Piranesi gezeichnet und radiert, die restlichen radierte er nach Zeichnungen des Vaters Giovanni Battista. 1807: Francesco und Pietro Piranesi, "Antiquites de la Grande Grèce, aujourd' hui Royaume de Naples, gravées par François Piranesi, membre de l' Académie de Stockolm et ancien Ministre de la Cour de Suède à celle de Rome, d' après les dessins originaux et les observations locales du feu célèbre architecte, peintre, sculpteur, graveur le Chev. Jean-Baptiste Piranesi; rédigées et expliquées par Antoine-Joseph Guattani à Paris, chez les Piranesi, frères, rue Saint-Honoré, place du Tribunat, n.° 1354; Leblanc, Imprimeur-Libraire, place et maison Abbatiale Saint-Germain-des-Prés, n.° 1121. An XII.-1804". Band 2. Das Frontispiz wurde von Francesco Piranesi gezeichnet und radiert, die restlichen Tafeln wurden überwiegend von Francesco, 7 jedoch vom Bruder Pietro nach Zeichnungen des Vaters Giovanni Battista radiert. Das Titelblatt trägt das Erscheinungsdatum 1804, obgleich die Blätter 1804, 1805 und 1806 datiert sind. Nach 1807: Francesco und Pietro Piranesi, "Antiquites de la Grande Grèce, aujourd' hui Royaume de Naples, gravées par François Piranesi, membre de l' Académie de Stockolm, ancien Ministre de Suède et Chevalier de l' Etoile Polaire et de l' Eperon. Contenant les Usages civils, militaires et religieux; le Plan général du Muséum de Portici, dans lequel sont indiquées les Armoires qui renferment les Objets trouvés dans les fouilles de Pompéia, d' Herculanum et de Stabia: le tout accompagné de Détails relatifs aux Arts utiles de tous genres; un second Plan contenant les Peintures à fresque, trouvées dans les mèmes fouilles, avec leurs Descriptions détaillées, et des Recherches sur la beauté de cet Art". Band 3. 1 Blatt von Pietro Piranesi gezeichnet und radiert; 1 Blatt radierte Francesco Piranesi nach einer Zeichnung von Tommaso Piroli, 2 nach Zeichnungen des Vaters Giovanni Battista; die restlichen Blätter wurden von Francesco gezeichnet und radiert. Die Calcografia Piranesi gerät mehr und mehr in finanzielle Schwierigkeiten. 1808: Rückkehr Pietro Piranesis nach Rom. Er verlegt die zwei Bände des dänischen Archäologen Johann Georg Zoega, "Li bassirilievi antichi di Roma incisi da Tommaso Piroli colle illustrazioni di Giorgio Zoega. Publicati da Pietro Piranesi". Anschließend keine Hinweise mehr auf Pietro Piranesi. 23. Januar 1810: Tod von Francesco Piranesi in Paris. 17. Dezember 1810: Verkauf des Besitzes von Francesco Piranesi. Katalog: "Notice de tableaux, gouaches, dessins, estamapes, recueils, marbres, scajola de Rome, terre cuites, soufres, vases de Portici, pièces d' ornements et de services en terre de Morfontaine, et autres objets, après le décès de M. François Piranesi, par François-Léandre Regnant-Delalande. Vente lundi 17 Décembre... aus Palais Royale, Paris 1810". 1816: Antonio d' Este fertigt eine Büste mit dem "Portrait Giovanni Battista Piranesis" (Rom, Musei Capitolini; Stiche danach in: Guattani, "Memorie Enciclopedie", Rom 1817, Bd. 6, S. 38; "Serie di vite e ritratti di famosi personaggi degli ultimi tempi", Mailand 1818, Bd. 3: Bramanti dis./ A. Sasso inc.; "Vite e ritratti d' uomini e donne illustri degli ultimi tempi", Rom 1821, Bd. 1, S. 37: Pinelli sc.). 1819: Große Verkaufsaktion im Palais du Louvre, Saal 16, durch die beiden neuen Repräsentanten der Calcografia Piranesi, den Buchhändler M. Lamy, quai des Augustins n. 21, sowie den Drucker V. Cussac, rue Montmartre n. 30. Verkaufstkatalog: "Prospectus de L' Etablissement des Piranesi développement et detail des articels sous le n. 1163, du Livre de L' exposition publique, des produits de l' industrie français, au Palais du Louvre". 6. August 1820: Pietro Biagi hält einen Vortrag an der Akademie in Venedig zum Thema "Sull' incisione e sul Piranesi". Die Publikation aus demselben Jahr enthält zudem den Brief Giovanni Battista Piranesis an seine in Venedig lebende Schwester vom 27. März 1778. 1829: Die Firma Firmin-Didot erwirbt die Kupferplatten und publiziert 1835-1839 eine weitere Gesamtausgabe mit neuer, durchgehender Numerierung. 1831: James Kennedy publiziert seinen Aufsatz "Life of the Chevalier Giovanni Battista Piranesi", in der Londoner Zeitschrift Library of the Fine Arts or Repertory of Painting, Sculpture, Architecture and Engraving. 1839: Papst Gregor XVI. erwirbt die Kupferplatten und läßt sie nach Rom in die Calcografia Camerale in der Via della Stamperia (ab 1870 Regia Calcografia, anschließend Calcografia Nazionale, heute im Istituto Nazionale per la Grafica) zurückführen. 1888: Erneute Gesamtauflage der Werke der Familie Piranesi.
      (Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung; Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Corinna Höper / Susanne Grötz)
    • Literatur:Thieme-Becker, Bd. 27, 1933
    • Normdaten:ULAN 500114965; GND 118594575
     

     
  • Datierung:Erstausgabe: 1761
    Auflage: vor 1778
  • Sachbegriff:Druck
    Gattung:Druckgraphik
  • Material/Technik:Radierung


  • Maße:53,5 x 42,4 cm (Blatt)
    40 x 29,4 cm (Platte)
    8 x 30,2 cm (Textplatte)
  • Sammlung:Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Standort-Signatur Altert. fol. 484
  • Beschreibung:Bemerkung: Erstausgabe 1761 (mit 59 Veduten); bislang 27 Zustände mit den jeweiligen Ergänzungen bekannt. Die vorliegende Auflage entstand vor 1778, da die Folge von Paestum noch fehlt. Spätere Ergänzungen: "Veduta dell' Arco di Benevento"; "Il Gladiator Moribondo"; "Vedute num. 21 di tre Tempi antichi rimasti in mezzo a Pesto"; "Raccolta de Tempj antichi Opera di Fran.co Piranesi".
  • Inschriften, Marken, Wappen:Text: CATALOGO. DELLE. OPERE. DATE. FINORA. ALLA. LUCE. DA. GIO-BATTISTA PIRANESI// ANTICHITA ROMANE/ Comprese in dugento diciotto Tavole in foglio atlantico/ e divise in quattro Volumi: il primo de' quali contiene gli avanzi degli antichi edifizj di Roma in una topografia/ della stessa Città, attorniata dà frammenti di marmo della/ pianta antica che si conserva nel Museo Capitolino, ed/ arricchita di Tavole che contengono l'elevazioni di detti/ avanzi: il corso degli antichi acquidotti nelle vicinanze/ e dentro di Roma, corrispondente al Comentario Fron-/ tino ivi riferito in compendio: le piante delle terme/ le più ragguardevoli, del foro Romano con le sue-/ vicinanze del Monte Capitolino, ed altri siti i/ più nominati. Il secondo, ed il terzo contengon-/ no gli avanzi de' Sepolcrali antichi di Roma, e dell'/ agro Romano, con le loro piante, elevazioni, se-/ zioni, vedute esterne ed interne, con la dimostra-/ zione de' Sarcofagi, ceppi, vasi cenerarj, ed un-/ guentarj, bassirilievi, stucchi, musaici, iscrizio-/ ni, ed ogni altra cosa in essi rinvenuta, e colle loro/ indicazioni e spiegazioni. Il quarto contiene i/ ponti antichi di Roma che sono in essere, con le/ vestigie della antica Isola Tiberina: gli avanzi/ de' teatri, de' portici, e di altri Monumenti pari-/ mente con le loro indicazioni e spiegazio-/ ni: al prezzo di quindici Zecchini.// FASTI CONSVLARES TRIVMPHALES Q.ROMANORVM/ ab Urbe Condita usque ad Tiberium Caesarem: in un Volu-/ me in fogl. Atlantico al prezzo di ventisei paoli.// DEL CASTELLO DELL' ACQVA GIVLIA, e della maniera, con/ cui anticamente si concedevano e distribuivano le acque/ condotte: in un Vol. in fogl. Atlantico, e XXI. Tavole, al/ prezzo di trenta paoli.// ANTICHITA D' ALBANO, E DI CASTEL GANDOLFO un volume in/ foglio Atlantico, in 55. Tav., al prezzo di quattro Zecchini e mezzo// CAMPVS MARTIVS ANTIQVAE VRBIS post Roman/ conditam usque ad Imperii Romani casum: in un Vol. in/ fogl. Atlantico. ItaloLat. in 54. Tav. al pr. di quattro Zecchini// ARCHI TRIONFALI ANTICHI, Templi, ed Anfiteatri,/ esistenti in Roma, ed in altre parti d' Italia, in/ trentauna Tavole: al prezzo di diciotto/ paoli.// TROFEI D' OTTAVIANO AVGVSTO ec./ In dieci Tavole in foglio atlantico:/ al prezzo di ventitre paoli.// VEDUTE DI ROMA/ In foglio atlantico, precedute da due/ frontespizj d' invenzione: al prezzo di due paoli e mezzo l' una: e sono/ LA VEDUTA della Piazza, e Basilica Vaticana./ - Del di entro, la stessa Basilica./ - Del di fuori della medesima./ - Della Basilica di S. Paolo fuor delle Mura./ - Del di entro, la medesima./ - Della Basilica di S. Gio. in Laterano./ - Della Basilica di S. Maria Maggiore./ 10 - Del diretro la medesima./ - Della Basilica di S. Croce in Gerusalemme./ - Della Basilica di S. Lorenzo fuor delle mura./ - Della Basilica di S. Sebastiano./ - Della piazza del Popolo./ - Della piazza di Monte Cavallo./ - Della piazza Navona./ - Della piazza della Rotonda./ - Della piazza di Spagna./ - Della fontana di Trevi./ 20 - Della fontana dell' acqua Felice./ - Della fontana di S. Pietro in Montorio./ - Del palazzo della Consulta./ - Del palazzo di Monte Citorio./ - Del palazzo dell' Accademia di Francia./ - Del palazzo Barberini./ - Del palazzo Odescalchi./ - Del porto di ripa Grande./ - Del porto di Ripetta./ - Del ponte e castel S. Angelo./ 30 - Del castel S. Angelo ne' bastioni./ - Del ponte Salario./ - Della dogana di terra./ - Del teatro di Marcello.// - Del castello dell' acqua Giulia./ - Della Piramide di C. Cestio./ - Altra della stessa Piramide./ - Del Sepolcro di S. Costanza in oggi/ Chiesa di essa Santa fuor delle mura./ - Del Campidoglio./ - Altra del Campidoglio di fianco./ 40 - Del Campo Vaccino./ - Del foro Romano./ - Del foro di Nerva./ - Della Curia Ostilia./ - Del tempio di Giove Tonante./ - Del tempio della Pace./ - Del tempio della Fortuna Virile./ - Del tempio di Cibele./ - Del tempio di Bacco, or di S. Urbano./ - Del tempio d' Antonio, e Faustina./ 50 - Del tempio del Sole, e della Luna./ - Della colonna Trajana./ - Della colonna di Antonina./ - Dell' obelisco di S. Gio. in Laterano./ - Dell' arco di Settimo Severo./ - Dell' arco di Tito./ - Dell' arco di Costantino e del Colosseo./ - Altra del Colosseo, o Anfiteatro Flavio./ - Del portico d' Ottavia./ - Del di entro lo stesso portico./ 60 - Del Pantheon. paoli tre./ - Del tempio della Sibilla in Tivoli./ - Altra veduta del medesimo./ - Terza del medesimo - Del ponte Molle./ - Della villa di Mecenate in Tivoli./ - Delle due Chiese presso la Col.na Trajana./ - Del Sepolcro di Cecilia Metella.// Ritratto della Santità/ di N.ro Sig.re Papa/ Clemente XIII./ a paoli sei./ - Del Ponte Lugano su la/ Via Tiburtina./ - Del Tempio della Tosse/ su la stessa via./ 70 - Del di entro il medesimo Tempio./ - Del Tempio della Salute su la via d' Albano./ - Del Sepolcro di Pisone Liciniano, e della/ famiglia Cornelia su la via Appia./ - Dell' interno della villa di Mecenate sud.ta/ - Del Tempio di Minerva Medica./ - Veduta della Cascata di Tivoli./ - Veduta delle Terme di Caracalla./ - Della Sala delle Terme di Caracalla./ - Dell' interno del Colosseo./ - D' un antico criptoportico su la via/ di Frascati./ 80 - Della fonte d' Egeria./ - Dell' interno del Tempio di Bacco/ ora di S. Urbano/ - Dell' interno del Pronao del Panteon/ - Del Sepolcro della Famiglia Plauzia/ - Altra veduta interna della Villa di Mecenate/ - Del Tempio d' Apollo nella villa Adriana in Tivol(i)/ - Dell' interno del Panteon./ - Dell' interno di S. M.a Maggiore./ - Dell' interno di S. Gio: Laterano./ - Della Villa Albani./ 90 - Avanzi del Tempio del Dio Canopo/ nella Villa Adriana in Tivoli.// - Presso il medesimo -/ La Trasfigurazione di N. S./ di Raffaele, e ......Un Zecchino./ La Deposizione della Croce/ di Daniele da Volterra/ incise dal Dorigny...Un Zecchino// Raccolta di disegni/ del Guercino in XX/ Tavole incise dai Bartolozzi, al prezzo/ di......40.....paoli.// Descrizione delle/ antichità di Cora, in/ un vol. in fogl. atlant.e/ XIII. Tavole al prezzo/ di trenta paoli.// Diverse maniere d' ornare i camini ed ogni alt-/ ra parte degli edifizi desunte dall' Architt.a Egi-/ zia, Etrusca, e Greca. con un discorso apologetico/ in difesa dell' Architett.a Egizia ed Etrusca/ al prezzo di cinque Zecchini, Anbringungsort: von links oben in der großen zentralen Kartusche
    Text: ARCHITETTVRE/ DIVERSE/ Inventate sul gusto degli/ antichi Romani in venti-/ sette Tavole in foglio/ atlantico al prezzo di/ quattro Scudi Romani.// CARCERI/ D' INVENZIONE/ In sedici Tavole/ in foglio atlantico./ si vendono al prezzo/ di venti paoli.// DELLA MAGNIFICENZA, ED/ ARCHITETTVRA DE' ROMANI/ Opera Italo-Lat. in un volu-/ me in foglio atlantico, ed/ arricchita di quarantaquat-/ tro Tavole parimente in/ foglio atlantico al prez-/ zo di cinque zecchini./ Con la risposta al Sig.r mariette, a paoli 22., Anbringungsort: in drei kleineren Kartuschen, links und rechts neben der großen zentralen
    Adresse: Si vendono presso il medesimo Autore nel palazzo del Conte Tomati a Strada Felice, vicino alla Trinità de' Monti, Anbringungsort: unten
    Text: 91 - Del Tempio d' Ercole nella Città di Cora./ - Delle Cascatelle a Tivoli./ - Rovine d' una Galleria di Statue nella/ Villa Adriana a Tivoli./ - Degli avanzi del Castro Pretorio/ nella sudetta Villa./ - Del Foro di Nerva detto il Tempio/ di Pallade./ - Del Tempio detto di Giano./ - Del arco di Costantino./ - Del arco di Tito./ - Del arco di Settimo Severo./ 100 - Altra di Campo Vaccino./ - Altra Veduta della Piazza, e/ Basilica Vaticana./ - Veduta interna della Basilica di S./ Pietro in Vatic.no vicino alla Tribuna./ - Altra Veduta della Piazz.a di Monte/ Cavallo.// - Altra Veduta della Fontana di Trevi./ di Facciata./ - Veduta della Villa D' Este in Tivoli./ - Veduta del Tempio del Dio Redicolo/ o come altri vogliono della Fede./ - Del Palazzo Farnese./ - Altra di Piazza Navona./ - Del Tempio detto della Concordia./ 110 - Altra del medesimo./ - Della Piazza del Campidoglio./ - Veduta di una Sala nella Villa Adria.na/ - Alloggiamenti de Soldati nella stessa Villa./ - Altra del Tempio della Pace./ - Degli avanzi delle Terme di Diocleziano./ - Altra veduta delle medesime./ - Della Piazza di S. Giovanni in Laterano./ - Degl' Archi Neroniani vicino alla Scala Santa./ - Monumento dell' acque Claudia e Aniene nuo-/ va.// Altra della Piazza, e Basilica Vaticana./ Dell' Isola Tiberina./ Altra della Facciata di S. Gio. Laterano./ Delle Terme di Tito./ Veduta della Villa Panfilj./ Veduta dello Sbocco della Cloaca Massima./ Altra Veduta interna del Colosseo./ Altra delle Terme di Tito./ Veduta del Palazzo Stoppani a S. Andrea della Valle/ Interno della Chiesa della Certosa./ 130 - Sepolcro d.o la Conocchia fuori di Capua./ Interno del Tempio di Canopo./ Piazza d' Oro, cosi detta nella Villa Adriana./ Veduta di un Eliocamino nella Villa Adriana./ Veduta di una Dieta nella Villa Adriana.// Vasi, Candelabri, Urne, Tripodi, ed altri ornamen-/ ti antichi a Paoli due e mezzo l' uno./ Pianta di Roma, e del Campo Marzo/ a Paoli quindici./ Colonna Traiana, e suo piedestallo Zecch' 4 1/2/ Schola Italica Picturae - in 40. Tavole/ al prezzo di Zecchini 6./ Colonna Coclide di Marco Aurelio con la sua/ Pianta Scudi 2:75./ Colonna dell' Apoteosi di Antonino Pio in di-/ verse Tavole Scudi 2:75., Anbringungsort: unten (Textplatte)
  • Themen:Katalog, Vedute, Ruinencapriccio, Palazzo, Palast, Palazzo Tomati, Tomati, Trinità de'Monti, Kirche, Strada Felice, Straße, Marmorplan, Museo Capitolino, Museum, Aquädukt, Vedute, Frontinus, Sextus Julius, Thermen, Forum Romanum, Forum, Campo Vaccino, Hügel, Grab, Mosaik, Stuck, Inschrift, Brücke, Adresse, Preis, Tiberinsel, Theater, Porticus, Zecchino, Tiberius, paoli, Kastell, Acqua Giulia, Wasserleitung, Albano, Castel Gandolfo, Campo Marzo, Marsfeld, Amphitheater, Triumphbogen, Trophäe, Foglio Atlantico, Piazza di S. Pietro in Vaticano, Piazza, Platz, S. Pietro in Vaticano, Basilica, S. Paolo fuori le Mura, S. Giovanni in Laterano, Lateran, S. Maria Maggiore, S. Croce in Gerusalemme, S. Lorenzo fuori le Mura, S. Sebastiano, Piazza del Popolo, Piazza di Montecavallo, Piazza Navona, Piazza della Rotonda, Piazza di Spagna, Fontana di Trevi, Brunnen, Acqua Felice, S. Pietro in Montorio, Palazzo della Consulta, Palazzo Montecitorio, Accademia di Francia, Frankreich, Akademie, Palazzo Barberini, Palazzo Odescalchi, Barberini, Familie, Odescalchi, Ripa Grande, Ripetta-Hafen, Hafen, Castel S. Angelo, Engelsburg, Hadrians-Mausoleum, Mausoleum, Engelsburg, Hadrians-Mausoleum, Ponte Salario, Dogana di Terra, Zollamt, Hadrians-Tempel, Marcellus-Theater, Marcellus, Acqua Giulia, Cestius-Pyramide, Pyramide, Gaius Cestius, S. Costanza, Constanza-Grab, Konstanza-Grab, Constanza, Konstanza, Nerva-Forum, Nerva, Curia Hostilia, Curia, Jupiter-Tonans-Tempel, Jupiter Tonans, Tempel, Tempio della Pace, Maxentius-Basilica, Maxentius, Fortuna-Virile-Tempel, Fortuna Virile, Kybele-Tempel, Kybele, Bacchus-Tempel, Bacchus, S. Urbano, Antoninus-und-Faustina-Tempel, Antoninus Pius, Faustina, Sol-und-Luna-Tempel, Sol, Luna, Isis-und-Serapis-Tempel, Isis, Serapis, Trajans-Säule, Säule, Colonna, Antoninus-Säule, Marc-Aurels-Säule, Marc Aurel, Obelisk, Septimius-Severus-Bogen, Septimius Severus, Titus-Bogen, Titus, Constantins-Bogen, Konstantins-Bogen, Colosseum, Porticus der Octavia, Porticus der Oktavia, Octavia, Pantheon, Rotunde, S. Maria ad Martyres, Sibyllen-Tempel, Sibylle, Tivoli, Ponte Molle, Maecenas-Villa, Maecenas, Familie, Trajans-Säule, Trajan, Madonna di Loreto, Nome di Maria, Caecilia-Metella-Grab, Caecilia Metella, Capo di bove, Portrait, Papst Clemens XIII., Ponte Lugano, Via Tiburtina, Tempio della Tosse, Tempio della Salute, Via d'Albano, Albano, Licinianus-Piso-Grab, Piso Licinianus, Cornelier-Grab, Cornelier, Freigelassene Sullas, Via Appia, Minerva-Medici-Tempel, Minerva Medici, Wasserfall, Caracalla-Thermen, Colosseum, Kolosseum, Via di Frascati, Frascati, Egeria, Grotte, Egeria-Grotte, Plautier-Grab, Plautier, Apollo-Tempel, Apollo, Hadrians-Villa, Hadrian, Villa Albani, Albani, Canopus-Tempel, Hadrians-Villa, Canopus, Hadrians-Villa, Transfiguration, Raffael, Kreuzabnahme, Daniele da Volterra, Dorigny, Nicolas, Barbieri, Giovanni Francesco, Guercino, Bartolozzi, Francesco, Cora, Ägypten, Etrusker, Kerker, Mariette, Pierre Jean, Hercules-Tempel, Hercules, Castrum Pretorium, Prätorianer, Pallas-Tempel, Pallas, Janus-Tempel, Janus, Constantins-Bogen, Konstantins-Bogen, Piazza di Montecavallo, Rossebändiger, Villa d'Este, Este, Familie, Tempio del Dio Redicolo o della Fede, Palazzo Farnese, Farnese, Familie, Concordia-Tempel, Concordia, Piazza del Campidoglio, Soldatenunterkünfte, Diocletians-Thermen, Nero, Treppe, Scala Santa, Bogen, Acqua Claudia, Acqua Anio Nuovo, Tiberinsel, Tiber, Fluss, Titus-Thermen, Villa Pamphilj, Pamphilj, Familie, Cloaca Maxima, Kloake, Palazzo Stoppani, Stoppani, Familie, S. Andrea della Valle, Chiesa della Certosa, Conocchia, Capua, Piazza d'Oro, Schola Italica Picturae
  • Literatur:Focillon; 1
    Wilton-Ely; 1
    Ficacci; 1

    Ficacci, L.: Giovanni Battista Piranesi. The Complete Etchings. Gesamtkatalog der Kupferstiche. Catalogue raisonné des eaux-fortes


    • Bandzahl:
    •  Köln, 2000
    • Kurztitel: Ficacci
     

    Ficacci, L.: Giovanni Battista Piranesi. The Complete Etchings. Gesamtkatalog der Kupferstiche. Catalogue raisonné des eaux-fortes


    • Bandzahl:
    •  Köln, 2000
    • Kurztitel: Ficacci
     
  • Datensatz von: Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung & Württembergische Landesbibliothek StuttgartStaatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung & Württembergische Landesbibliothek Stuttgart
 

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